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Thermo-Windkanal


Im Thermo-Windkanal untersucht Audi vor allem die Aggregatkühlung und das Thermomanagement. Die Fahrzeuge werden hier unter extremen Belastungen getestet: Die Temperaturen betragen bis zu 55 Grad, die Luftgeschwindigkeiten bis zu 275 km/h.

Anders als im Aeroakustik-Windkanal kreist der Luftstrom im Thermo-Windkanal vertikal. Im oberen Geschoss über der Messstrecke arbeitet das 1 Megawatt starke Gebläse. Direkt dahinter sitzt der Wärmetauscher. Er erwärmt die Luft stufenlos im Bereich von +20 bis +55 °C.

Der Luftstrom im Thermo-Windkanal kreist vertikal. Im oberen Geschoss über der Messstrecke arbeitet das 1 Megawatt starke Gebläse. Direkt dahinter sitzt der Wärmetauscher. Er erwärmt die Luft stufenlos im Bereich von +20 bis +55 °C.

 

Die Messstrecke

Die knapp acht Meter lange Messstrecke besitzt einen heizbaren und transparenten Boden. Er erlaubt ein wirklichkeitsgetreues Testen und eine präzise Beobachtung des Versuchsobjekts. Anders als beim Aeroakustik-Windkanal ist das Fahrzeug auf Rollen aufgespannt. Der zweiachsige Allrad-Rollenprüfstand gewährleistet eine realitätsnahe Simulation verschiedener Testzyklen – inklusive Bergfahrt und Anhängerbetrieb. Die Rollen haben einen Durchmesser von zwei Metern, die Bremsleistung beträgt 400 kW.

 

Kampf dem Wärmestau

Mit Hilfe des Thermo-Windkanals lässt sich das Thermomanagement in einem Fahrzeug maßgeblich verbessern. Eine ausreichende Kühlung in allen kritischen Fahrsituationen bildet die zwingende Voraussetzung für ein breites Modellspektrum mit unterschiedlichen Motorisierungen. An keiner Stelle des Motorraums darf ein Wärmestau (Hot-Spot) auftreten. Vielmehr müssen auch sämtliche Nebenaggregate gut gekühlt werden.

 

Berechnungen überprüfen

Zwar werden Kühlsysteme grundsätzlich rechnerisch ausgelegt. Die Erfüllung der ursprünglichen Anforderungen lässt sich jedoch nur experimentell verifizieren. Zu den für den Thermo-Windkanal relevanten Entwicklungsbereichen zählen Motor, Kondensator, Ladeluft, Bremsen oder die verschiedenen Ölkreisläufe.

 

Aerodynamische Randbedingungen

Um- und Durchströmung eines Fahrzeugs sind eng miteinander gekoppelt – egal ob es sich um einen Pkw, ein geländetaugliches SUV oder einen Rennwagen handelt. Die im Aeroakustik-Windkanal erzielten Ergebnisse kommen bei Versuchen in den beiden kleineren Windkanälen zum Tragen – ein weiterer Vorteil der räumlichen und organisatorischen Zusammenführung der drei Anlagen im Audi Windkanal-Zentrum.