AUDI AG

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Wissenschaft im Dialog

Digitalisierung als Tagesgeschäft – Wo liegen eigentlich konkrete Mehrwerte für Unternehmen?

29. Juni 2017, 18 Uhr

Audi Forum Neckarsulm

Prof. Dr. Dr.-Ing. Dr. h.c. Jivka Ovtcharova

Karlsruher Institut für Technologie
Institut für Informationsmanagement im Ingenieurwesen

Die angekündete vierte industrielle Revolution – „Industrie 4.0“ – hat innerhalb von wenigen Jahren zu einer Flut an Events, Studien und auch Forschungsprojekten geführt. Oberstes Ziel der Industrie 4.0 Initiative ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft durch flächendeckende Vernetzung, Digitalisierung und echtzeitfähige Anwendungen, vor allem in der Fertigungs- und Prozessindustrie.

Laut aktuellen Umfragen – trotz erheblichem medialem Hype – verläuft die Umsetzung von Industrie 4.0 in der deutschen Wirtschaft bislang zögerlich. Fast zwei Drittel der mittelständischen Unternehmen kennen den Begriff praktisch nicht. Grund dafür ist, dass die Herausforderungen und Chancen für die Unternehmen noch nicht greifbar sind. Für sie zählen ganz konkrete Antworten auf die Fragen: Wie werden durch Industrie 4.0 Lösungen und messbare Mehrwerte für das Geschäft generiert und wann wird Industrie 4.0 vollumfänglich Realität? Bedarf besteht in erster Linie nicht daran, vielseitige Lösungen auf allgemeine Fragestellungen zu entwickeln, sondern Probleme aus dem Alltag konkreter Unternehmen mit schrittweise und möglichst einfach umsetzbaren Maßnahmen anzugehen.

Um die Digitalisierung als Tagesgeschäft zu bewältigen, gründete das Karlsruher Institut für Technologie zusammen mit dem Forschungszentrum für Informatik und Partnern aus der Wirtschaft ein „Industrie 4.0 Collaboration Lab“. Seit September 2014 steht unter dem Motto „Mittelstand trifft Forschung“ eine moderne vernetzte IT-Infrastruktur zur Verfügung und schafft die Umgebung für das praktische Testen von Industrie 4.0-Szenarien.