AUDI AG

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Wissenschaft im Dialog

Weniger Arbeit durch Digitalisierung? Wie wir die zukünftige Arbeitswelt gestalten können

28. September 2017, 18 Uhr

Audi Forum Neckarsulm

Prof. Dr. Armin Grunwald

Karlsruher Institut für Technologie
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse
Institut für Philosophie

In der Industrie 4.0 verändern sich Arbeitswelt und Gesellschaft durch die Digitalisierung von Arbeits- und Produktionsprozessen grundlegend. Weiter wachsende Flexibilität schafft einerseits große Freiräume für Unternehmen, weil Beschäftigte noch flexibler eingesetzt werden können, und für Beschäftigte, wenn sie berufliche Flexibilität für das Privatleben brauchen und wollen.

Aber auch Nachteile und Risiken, sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Arbeitnehmerseite, werden immer wieder vorgebracht: Befürchtungen über eine zu starke Vermischung von Beruf und Freizeit, Stress, gesundheitliche Beeinträchtigungen sowie der fehlende Austausch mit Kollegen, Sicherheitsbedenken und mangelnde Kontrollmöglichkeiten.

Darüber hinaus zeichnen sich weitaus grundlegendere Veränderungen in der Art ab, wie wir arbeiten: Traditionelle Formen der Arbeits- und Unternehmensorganisation werden durch zunehmend digital vernetzte Arbeitsmodelle wie »Cloud-working« oder »Crowd-sourcing« herausgefordert. Schließlich ist an den Arbeitsmarkt insgesamt zu denken: Auch wenn durch die Digitalisierung neue Arbeitsplätze entstehen werden, ist offen, wie die Bilanz ausfällt, da es auch zum Ersatz menschlicher Arbeitsplätze durch digitale Technik kommen wird. Auf jeden Fall sind frühzeitig vorausschauende Maßnahmen zur Vorbereitung auf den zukünftigen Arbeitsmarkt erforderlich, vor allem im Bereich der Aus- und Weiterbildung.