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NSU im Motorsport

Vorkrieg

 

Motorrad Motorsport

Schon Anfang des 20. Jahrhunderts machte NSU im Motorsport von sich reden. 1905 beim Rennen "Eisenach - Berlin - Eisenach" über 660 km erzielte Frau Eisemann aus Hamburg auf NSU den Straßenrekord für 2 PS Maschinen. 1907 erfolgte der ersteTriumph an dem bedeutendsten Motorradrennen der Welt, der Tourist Trophy.
1908. Erste Geschwindigkeitsrekorde werden gefahren. Auf der Rennbahn Hannover werden 106 km/h erreicht. 1910 macht William Streiff mit seiner USA Kontinentdurchquerung von San Franzisko nach New York, 6.300 km auf Naturpisten, in 28 Tagen auf sich aufmerksam. 1911 erringt Gassert die Goldene Medaille bei der Tourist Trophy.
1930 holt NSU den Engländer Sir William Moore als neuen Chefkonstrukteur für Rennmaschinen nach Neckarsulm. Zusammen mit dem englischen Rennfahrer Tom Bullus bilden sie ein erfolgreiches Team. 1930 und 1931 folgt jedem Start ein Sieg.
Von 1935 bis 1937 folgen weitere Deutsche und Schweizer Meisterschaften.

Automobil-Motorsport

Seit 1908 beteiligte sich NSU an Internationalen Automobilrennen. Die Prinz-Heinrich-Fahrt 1909 war ein großer Erfolg, ebenso die Beteiligung an vielen Langstrecken- und Zuverlässigkeitsfahrten.
1914 gewinnt NSU das Rennen "Circuit durch Marokko". 1923 gelingt ein Klassensieg beim Avus-Kleinwagenrennen. 1925 erringt Momberger auf dem neu konstruierten 6/60 PS Sechzylinder Rennwagen mit Kompressor beim 1.Großer Preis für Sportwagen von Deutschland den Gesamtsieg. 1926 erringt NSU einen vierfach Sieg in der 1.500 ccm Klasse und den 5.Platz im Gesamtklassement.

Nachkrieg

 

Motorradrennsport 1947 bis 1951

1947 gewinnt Böhm die Deutsche Meisterschaft in der 600er und 1000 er Kompressor Seitenwagenklasse. 1948 wird Wilhelm Herz auf einer 350er NSU Kompressor Maschine Deutscher Meister 1950 wird Heiner Fleischmann Deutscher Meister.

Motorradrennsport 1953 bis 1955

1953 wurde Werner Haas Doppelweltmeister in der 125er und in der 250er Klasse. Außerdem wurde Haas zweifacher Deutscher Meister in denselben Klassen.
Zum größten Erfolg wurde 1954 der Sieg bei der „Tourist Trophy (TT)“ auf der Isle of Man. Nach über 40jähriger siegloser Teilnahme an diesem schwersten Rennen der Welt siegte NSU mit Hollaus in der 125er Klasse, in der 250er Klasse belegten Haas, Hollaus, Armstrong und Müller die Plätze 1 bis 4.
Haas gewann auch 1954 die 250er Weltmeisterschaft, Rupert Hollaus die 125er Weltmeisterschaft. Dazu wurde Haas erneut zweifacher Deutscher Meister in der 125er und in der 250er Klasse. H.P. Müller wurde in der 350er Klasse Deutscher Meister auf NSU. Insgesamt ging NSU 24 Mal an den Start und stellt ebenso oft den Sieger.
Im Jahr 1955 gelang H.P. Müller als erstem Privatfahrer der Welt der Gewinn der Weltmeisterschaft in der 250er Klasse auf NSU Sportmax.

Motorrad Geländesport 1955 bis 1967

Von 1955 bis 1967 gewannen Fahrer auf NSU die 23 Mal die Deutsche Geländemeisterschaft. Und das mit einem Motorrad, dessen technische Entwicklung bereits 1957 abgeschlossen war.

Geschwindigkeitsweltrekorde 1951 bis 1956

Am 12. April 1951 starteten NSU Maschinen zum ersten Mal nach dem Krieg zu Geschwindigkeits-Rekordfahrten auf der Autobahn München - Ingolstadt. Wilhelm Herz übertraf auf einer verkleideten NSU Maschine den seit 14 Jahren bestehenden und von Henne auf BMW aufgestellten Weltrekord mit 279,5 km/h.
1956 geht NSU auf die Salt Flats in Bonneville im Staate Utah/USA. Wilhelm Herz stellte den absoluten Geschwindigkeits-Weltrekord für Motorräder mit 339 km/h auf. NSU war 1956 im Besitz aller für Zweiradfahrzeuge möglichen Weltrekorde.

Automobilrennsport in der Nachkriesgzeit 1960 bis 1967

1960 und 1961 errang der Prinz II (30) den Klassensieg, bei der „Tour d Èurope“, die mit über 1.200 km längste Rallye der Welt, sowie 1961 zum dritten Mal hintereinander den Klassensieg beim „Gran Premio Argentino“ mit einem Schnitt von über 90 km/h in einer Zeit von knapp 50 Stunden.
1962 wurde Karl-Heinz Panowitz auf einem Prinz II (30) Deutscher Tourenwagen Bergmeister aller Klassen. Ein Jahr später schon, 1963, wurde die Deutsche Bergmeisterschaft von Siegfried Spiess errungen. 1965 wurde Siegfried Spiess Deutscher GT Bergmeister aller Klassen auf NSU Prinz 1000. Dann begann die NSU/Wankel Ära.
1966 wurden Panowitz/Strunz Deutscher GT Rallyemeister auf NSU/Wankel Spider. 1967 wurde Siegfried Spiess Deutscher Bergmeister aller Klassen auf NSU/Wankel Spider. Im gleichen Jahr 1967 wurde Günther Irmscher Gesamtsieger der längsten Rallye der Welt der „Tour d Europe“.
1968 schließlich wurde Siegfried Spiess erneut Deutscher Bergmeister aller Klassen auf NSU/Wankel Spider. Somit wurden zwischen 1961 und 1968 sechs Deutsche Meisterschaften auf NSU Automobilen gewonnen. International wurden zwischen 1962 und 1967 insgesamt 29 Tourenwagenmeisterschaften gewonnen.