AUDI AG

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Jörgen Skafte Rasmussen

Jörgen Skafte Rasmussen wurde am 30. Juli 1878 in Nakskov / Dänemark geboren. Nach Beendigung seines Ingenieurstudiums in Mittweida und Zwickau gründete er 1907 in Zschopau im Erzgebirge eine kleine Fabrik zur Herstellung von Dampfkesselarmaturen.

Während des Ersten Weltkrieges entwickelte er einen Dampfkraftwagen, dessen Initialen später seinen Produkten den Namen DKW geben sollten. Nach 1918 stellte Rasmussen die Produktion in Zschopau auf Zweitaktmotoren um und begann mit der Fertigung von Motorrädern. In einer unglaublichen Aufwärtsentwicklung gelang es ihm, die Zschopauer Motorenwerke 1928 zur weltweit größten Motorradfabrik zu machen.

Beginn der Automobilfabrikation

Im Jahr 1928 begann Rasmussen mit der Automobilfabrikation. In wenigen Jahren hatte er mit dem ihm eigenen unternehmerischen Gespür ein kleines Imperium im südlichen Sachsen aufgebaut. Die Weltwirtschaftskrise von 1929 ging jedoch auch an den Zschopauer Motorenwerken mit ihren zahlreichen Zulieferbetrieben nicht spurlos vorbei. Es kam zu Verhandlungen mit der Sächsischen Staatsbank über eine Fusion der sächsischen Kraftfahrzeughersteller Audi, DKW, Horch und Wanderer zur Auto Union.

Schlüsselfigur bei der Gründung der Auto Union AG

Rasmussen war zweifelsohne eine der Schlüsselfiguren bei der Gründung der Auto Union AG, der er zwischen 1932 und 1934 als Vorstandsmitglied angehörte. Unvereinbare Differenzen in Führungsaufgaben führten jedoch dazu, dass Rasmussen 1935 aus der Auto Union AG ausschied. 1937 übersiedelte er nach Sacrow bei Berlin. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er nach Dänemark zurück, wo er am 12. August 1964 in Kopenhagen verstarb.