AUDI AG

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Vier Ringe – Horch

Die Horch Werke in Zwickau waren seit jeher dem Grundsatz von Firmengründer August Horch treu geblieben, nur starke und gute Wagen zu bauen. Die Horch Wagen zählten von Beginn an zur Spitze des deutschen Automobilbaus.

In den 1920er Jahren führten umfangreiche Rationalisierungsmaßnahmen zu einer wirtschaftlicheren Reihenfertigung. Mit der Vorstellung des ersten deutschen Achtzylinderwagens im Herbst 1926 entwickelten sich die Horch Produkte zum Spitzenerzeugnis der deutschen Automobilindustrie. Hatte man bis dahin nur Vierzylinderwagen gebaut, so konzentrierten sich die Horch Automobilbauer von nun an einzig auf die Fertigung der großen und repräsentativen Achtzylindermodelle.

Der Horch 8 wurde zum Begriff für Hochwertigkeit, Qualität und Spitzentechnologie im deutschen Automobilbau. Damit setzten die Horch Werke auch international Maßstäbe. 1932 erreichte Horch in Deutschland einen Zulassungsanteil in der Klasse über 4,2 Liter Hubraum von über 44 Prozent.

Mit Gründung der Auto Union AG war es selbstverständlich, dass die Marke Horch auch innerhalb des neuen Firmenverbundes das Luxusmarktsegment belegt. Darüber hinaus wurde das Horch Karosserie-Konstruktionsbüro zur stilbildenden Designzentrale für alle Marken des Konzerns. Die modernen Fertigungstechnologien im Werk Horch wurden zum Benchmark für die anderen Werke des Unternehmens.

Seit 1933 gliederte sich das Horch Typenprogramm in die großen Modelle mit Reihenachtzylindermotoren und die kleinen Typen mit V8-Motoren. Als die mit beträchtlichem Komfort ausgestatteten Horch Wagen nach stärkeren Motoren verlangten, wurde der 5-Liter-Reihenachtzylinder dank einer schärferen Nockenwelle und höherer Verdichtung bis auf eine Leistung von 120 PS gebracht. Noch ertragreicher waren die Anstrengungen beim kleineren V-Motor: Er schaffte den Leistungssprung von anfangs 62 PS auf 82 PS im Jahre 1937. 1939 waren schließlich 92 PS erreicht!

Auch für die Horch Wagen gab es weitreichende Vorstellungen zur künftigen Kultivierung, die von neuen Motoren bis zu Stromlinienkarosserien reichten. Kriegsbedingt ist es allerdings nur bei einigen Ausstellungsstücken und im Versuch laufenden Prototypen geblieben.

Insgesamt sind seit 1927 bis zur Einstellung der Friedensproduktion 1940 etwa 42 000 Horch Achtzylinder gebaut worden. Rechnet man noch die bis zum Fertigungsauslauf 1942 produzierten Wehrmachtsfahrzeuge hinzu, so haben in diesen Jahren über 70 000 Achtzylinder das Zwickauer Werk verlassen – eine Zahl, die keiner der deutschen Konkurrenten auch nur annähernd erreicht hat.