AUDI AG

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Wiedergeburt der Marke Audi

Das Festhalten am Zweitaktmotor ließ die DKW Verkaufszahlen zu Beginn der 60er Jahre kontinuierlich sinken. In dieser Situation beauftragte Daimler-Benz den als technischen Direktor nach Ingolstadt abgeordneten Ingenieur Ludwig Kraus, einen als „Mitgift“ eingebrachten Vierzylinder-Viertaktmotor für das neue DKW Modell F 102 zu adaptieren.

1965 erschien dieses neue Modell der Auto Union auf dem Markt, erstmals nach dem Krieg mit einem Viertaktmotor. Eine neue Ära begann und diese verlangte nach einer neuen Produktbezeichnung: der traditionsreiche Name Audi erlebte seine Wiederauferstehung.

Der Auto Union „Typ Audi“, zunächst ohne weitere Modell-Bezeichnung, wurde intensiv beworben und zu einem vollen Erfolg. Die Baureihe wurde, mit einigen technischen und optischen Modifikationen, bis 1972 produziert. Doch auch in anderer Hinsicht begann in Ingolstadt eine neue Ära. Seit 1965 gehört das Ingolstädter Unternehmen zum Volkswagen-Konzern. Eine eigene Fahrzeugentwicklung wurde den Technikern in Ingolstadt von den neuen Hausherren untersagt. Geplant war, die Produktionskapazitäten in Ingolstadt für die Fertigung des VW Käfer zu nutzen. Ludwig Kraus, zu jener Zeit Entwicklungschef und Mitglied der Geschäftsführung, ließ sich dadurch nicht davon abhalten, im Verborgenen ein neues Audi Modell zu entwickeln. Dieses nachträglich von der Wolfsburger Konzernspitze sanktionierte Modell wurde im November 1968 in Ingolstadt der internationalen Presse vorgestellt. Sein Name: Audi 100. Mit dem Audi 100 entstand das erste Fahrzeug, das frei von der DKW Erbmasse war. Der große Erfolg des neuen Audi gab seinen Vätern Recht. Gleichzeitig gelang es der Auto Union, mit dem Audi 100 die eigene Selbstständigkeit zu bewahren.