Erste gemeinsame Auftritte von DTM und Super GT geben Motorsportfans einen Vorgeschmack darauf, wie die Zukunft der DTM ab 2019 aussehen soll.
Besuch aus Japan

Die japanische Super-GT-Serie entsendet zwei Autos zum DTM-Finale nach Hockenheim (13. bis 15. Oktober), die am Samstag und am Sonntag Showrunden im Renntempo absolvieren werden.

Der Lexus LC500 und der Nissan GT-R haben technisch bereits jetzt eine ähnliche Basis wie die aktuellen DTM-Autos von Audi, BMW und Mercedes-Benz. Wenn 2019 das neue DTM-Reglement in Kraft tritt, sollen die Rennwagen beider Serien nach dem gemeinsam erarbeiten, sogenannten „Class One“-Reglement gebaut sein. Das ermöglicht die Teilnahme an beiden Rennserien und gemeinsame Rennen.

Vierzylinder-Turbos
mit 620 PS

Herz der neuen Class-One-Rennwagen sind moderne und hocheffiziente Vierzylinder-Turbomotoren mit zwei Liter Hubraum. Sie lösen in der DTM ab 2019 die bisherigen V8-Saugmotoren ab, die seit dem Comeback der populären Rennserie im Jahr 2000 zum Einsatz kommen und aktuell rund 500 PS leisten. Die Super-GT-Serie startet bereits jetzt mit Vierzylinder-Triebwerken mit einem kernigen Sound und rund 620 PS.

 

„Audi hat den Schritt zum zeitgemäßen Vierzylinder-Turbomotor immer befürwortet“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Die Entwicklung unseres neuen DTM-Motors ist bereits weit fortgeschritten, nachdem er ursprünglich schon 2017 zum Einsatz kommen sollte. Wir folgen in der Class One dem Trend in der Automobilindustrie zu immer kleineren, aber dennoch leistungsstarken und effizienten Turbomotoren.“

Faszinierender Sound  

Die neue Motorengeneration ist nicht nur effizienter. Sie ermöglicht auch einen faszinierenden Sound. Motoren und Fahrzeugkonzept der Class One werden zudem für die Adaption eines Hybridsystems ausgelegt. Dabei sollen weder teure und technisch hochkomplexe Systeme zum Einsatz kommen, noch Systeme, die aufgrund ihres hohen Batteriegewichts keinen Mehrwert bringen und die Rennautos langsamer machen.

Spektakulärer Motorsport

DTM und Super GT bieten schon heute Motorsport auf höchstem Niveau. Dies soll auch in Zukunft die oberste Maxime sein. Die Autos der nächsten Generation werden dabei mindestens so spektakulär aussehen wie die aktuellen Fahrzeuge. Das Serienpendant des Rennautos gibt wie beim aktuellen Audi RS 5 DTM weiterhin klar erkennbar die Karosserielinie vor, während speziell die Anzahl der crashgefährdeten oder für den Fan nicht sichtbaren Aerodynamik-Anbauteile weiter reduziert wird. DTM-Chef Gerhard Berger: „Wir wollen leistungsstarke Rennwagen, die den Fahrer fordern.“

Gegenbesuch in Japan

Auch die japanischen Motorsport-Fans werden noch in diesem Jahr einen Vorgeschmack auf die zukünftige gemeinsame Class One bekommen: Die DTM entsendet Autos zum Finale der Super GT am 11. und 12. November in Motegi.