Mike Rockenfeller war auf seiner Lieblingsstrecke in Zandvoort an beiden Tagen der beste Audi Pilot. Platz vier am Samstag folgte am Sonntag ein Sieg.
DTM Zandvoort, Rennen 2
DTM Zandvoort, Rennen 1
Nachträglicher Sieg

Am Samstag kämpfte sich Rockenfeller vom neunten Startplatz auf Rang vier nach vorn und holte schnell die drei führenden BMW ein, doch überholen konnte er den Drittplatzierten Maxime Martin nicht. „Wenn man von Platz neun startet, kann man nicht viel erwarten – gerade in Zandvoort, wo das Überholen sehr schwer ist. Ich hing fast das ganze Rennen hinter den BMW fest und habe mir die Zähne an ihnen ausgebissen.“

Ein ähnliches Bild bot sich am Sonntag: Der DTM-Champion von 2013 verbesserte sich am Start vom sechsten auf den zweiten Platz und schloss nach seinem Boxenstopp zu Spitzenreiter Marco Wittmann auf, konnte diesen aber nicht überholen. „Ich hing wie gestern im Getriebe eines BMW und habe gehofft, dass Marco einen Fehler macht oder seine Reifen stärker abbauen als meine. Aber das war nicht der Fall“, sagte „Rocky“.

Nachdem der ursprüngliche Sieger Marco Wittmann wegen eines Regelverstoßes am Abend aus der Wertung genommen wurde, durfte sich Rockenfeller doch noch über die maximale Punktzahl für Platz eins freuen. „Einen Sieg nachträglich zu erben ist nicht dasselbe wie ein Sieg auf der Rennstrecke. Aber so sind die Regeln, und die zusätzlichen Punkte nehme ich natürlich gerne mit. Für das Team ist es toll, dass es auch Loïc (Duval) aufs Podium geschafft hat.“

Der französische DTM-Neuling zeigte das ganze Wochenende über eine starke Leistung. Nachdem er im Freien Training am Vormittag erstmals in der DTM Schnellster war, fuhr er im Rennen von Startplatz 13 auf Rang drei nach vorn und zudem die schnellste Runde. Die ersten Punkte und das erste Podium waren der verdiente Lohn. Aus Rang drei wurde nachträglich sogar Platz zwei.

Vierfacherfolg

Durch die Disqualifikation von Marco Wittmann durfte sich Audi am Sonntag sogar über einen Vierfacherfolg freuen, der durch Mattias Ekström und Nico Müller komplettiert wurde. Ekström meldete schon kurz nach Halbzeit des Rennens über Funk Vibrationen und wenige Runden vor Rennende einen Druckverlust am linken Vorderrad. Der Audi Pilot reduzierte in der Folge das Tempo in den Rechtskurven und am Ende der langen Start-Ziel-Geraden und vermied so einen Reifenplatzer. Mit den 15 Punkten für den dritten Platz eroberte Ekström die Tabellenführung zurück, die er am Vortag nach einem Ausflug durchs Kiesbett verloren hatte.

Circuit Zandvoort

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