Das Triple ist perfekt: Beim DTM-Finale in Hockenheim hat sich Audi mit dem RS 5 DTM alle drei Titel gesichert. Den Fahrertitel gewann sensationell ein Rookie.
DTM Finale Hockenheim, Rennen 2
DTM Finale Hockenheim, Rennen 1
Ein Rookie ist
DTM-Champion

Praktisch auf der Zielgeraden schnappte René Rast vom Audi Sport Team Rosberg Routinier Mattias Ekström noch den Titel weg. Der Schwede war mit 21 Punkten Vorsprung in das Finalwochenende gegangen, blieb am Samstag als Elfter aber ohne Punkte und wurde am Sonntag nach einer Rückversetzung um fünf Startpositionen nur Achter. So gelang es Rast, den 21-Punkte-Rückstand auf Ekström mit einem sechsten Platz am Samstag und einem zweiten Platz am Sonntag noch in einen hauchdünnen Drei-Punkte-Vorsprung zu verwandeln.

„René ist eine unglaubliche Saison gefahren“, sagt Audi Motorsportchef Dieter Gass. „Wir haben ihn ja nicht ohne Grund in unsere DTM-Mannschaft geholt und gute Leistungen von ihm erwartet. Aber dass er in seinem ersten DTM-Jahr gleich um den Titel kämpft – und diesen am Ende auch noch gewinnt –, damit hat wirklich niemand gerechnet. Auch René selbst nicht. Mitentscheidend war seine Grundschnelligkeit. Er war in diesem Jahr der beste Qualifyer. Auch für das Audi Sport Team Rosberg freue ich mich: Die Mannschaft hat lange und hart dafür gearbeitet, endlich einen DTM-Titel zu gewinnen. Nun sind es mit der Fahrer- und der Teamwertung gleich zwei Titel auf einmal geworden.“

René Rasts Rookie-Saison 2017 war eindrucksvoll: Schon beim Auftakt in Hockenheim startete er erstmals aus der ersten Reihe. Zwei Wochen später folgte auf dem Lausitzring das erste Podium seiner jungen DTM-Karriere und am dritten Rennwochenende in Budapest der erste Sieg. Damit übernahm Rast auch erstmals die Tabellenführung, die in der Folge mehrmals zwischen dem Deutschen und Mattias Ekström wechselte. In Moskau und auf dem Red Bull Ring in Spielberg gelangen Rast zwei weitere Siege. Dazu kommen drei Pole-Positions und insgesamt vier schnellste Rennrunden.

„Mein Ziel war es, bester Rookie zu werden“, sagt René Rast. „Ich wollte lernen, regelmäßig Punkte sammeln, immer gut durchkommen. Wer hätte vor der Saison damit gerechnet, dass ich auf Anhieb um den Titel kämpfen würde? Deshalb konnte ich beim Finale eigentlich nicht mehr verlieren. Ich bin das Wochenende ohne Druck angegangen und nun überglücklich, dass es geklappt hat. Mein Dank gilt Audi, die mir das fantastische Auto und die Chance gegeben haben, mit 30 Jahren noch in die DTM einzusteigen. Dem Team Rosberg, in dem ich mich vom ersten Tag an wohlgefühlt habe. Und auch meinem Teamkollegen Jamie Green. Er ist einer der Schnellsten in der DTM und hatte wieder einmal unheimlich großes Pech.“

Alle Titel gewonnen

Audi sicherte sich in Hockenheim bereits im ersten Rennen am Samstag mit einem Doppelsieg durch Jamie Green und Mike Rockenfeller vorzeitig alle drei Meistertitel. In der Herstellerwertung gelang mit einem deutlichen Vorsprung von 230 Punkten auf Mercedes-Benz die erfolgreiche Titelverteidigung. Das Audi Sport Team Rosberg gewann zum ersten Mal die Teamwertung, und René Rast sicherte Audi den insgesamt zehnten DTM-Fahrertitel. Erstmals seit 2004 gewann Audi in derselben Saison alle drei DTM-Titel.

Einer der ersten Gratulanten war Entwicklungsvorstand Peter Mertens, der das DTM-Finale an beiden Tagen selbst vor Ort verfolgte: „Mein Glückwunsch an Dieter Gass und die gesamte Audi DTM-Mannschaft. Unsere Ingenieure haben im vergangenen Winter das beste DTM-Auto gebaut und unsere Teams und Fahrer alles perfekt umgesetzt. Die drei Titel sind mehr als verdient.“

Hockenheimring

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Im Rückspiegel:
DTM Finale Hockenheim