Für Mattias Ekström ist EKS eine Herzensangelegenheit. Mit Freunden und Wegbegleitern hat er sein Rallycross-Team aus dem Nichts aufgebaut. Der Besuch des Audi Werks in Brüssel war eine Reise in die Vergangenheit.

 

Der amtierende Rallycross-Weltmeister nutzte die Gunst der Stunde und stattete am Rande des Laufs zur FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft in Mettet dem Werk im rund 100 Kilometer entfernten Brüssel einen Besuch ab. Das hatte gleich mehrere Gründe. In der belgischen Hauptstadt erblickte im Jahr 2014 die erste Version seines 560 PS starken Audi S1 EKS RX quattro das Licht der Welt. Es ist nicht der erste S1, mit dem Audi in einer Weltmeisterschaft unterwegs ist. Unvergessen sind die spektakulären Auftritte in der Rallye-WM von Stig Blomqvist, Hannu Mikkola, Michèle Mouton und Walter Röhrl im Audi Sport quattro S1 E2.

 

Aber warum eigentlich ein S1 im Rallycross und nicht der vermeintlich stärkere S3 oder ein ganz anderes Modell? „Die Antwort ist ganz einfach“, sagt Ekström. „Der Audi S1 ist die perfekte Basis für ein Rallycross-Auto. Er liegt sehr tief, ist relativ breit, hat einen sehr kurzen Radstand und an der Hinterachse nur wenig Überhang. Nicht zu vergessen lässt er sich mit quattro-Antrieb fantastisch fahren.“ Die Resultate auf der Strecke geben Ekström recht. 2016 wurde der Schwede Fahrerweltmeister und feierte mit EKS auch den Teamtitel.

 

Beim Besuch in Brüssel gratulierten aber nicht nur die Audi Mitarbeiter zu diesen Leistungen. Auch für Ekström gab es einen Grund, seinen Hut zu ziehen: Im Werk in Brüssel rollte vor sieben Jahren der erste Audi A1 vom Band. Eine Zeit, zu der an das Rallycross-Projekt von Ekström noch nicht einmal im Traum zu denken war. Erst Ende 2013 schmiedete der Audi Werksfahrer erste Pläne, und dann ging alles ganz schnell, auch dank Audi Belgien. „Die Zusammenarbeit hat wirklich fantastisch geklappt“, sagt Ekström, „dafür bin ich bis heute sehr dankbar.“

Als Dankeschön für seinen Besuch stellte Audi Belgien dem 38-Jährigen für das Rallycross-Wochenende in Mettet einen Audi S1 zur Verfügung, den Ekström selbstverständlich persönlich vom Werk an den Circuit Jules Tacheny fuhr. „Der Audi S1 ist ein wirklich grandioses Auto. Ich weiß gar nicht, warum ich die Straßenversion bislang noch nicht gefahren bin. Der Wagen ist so klein, hat aber trotzdem ordentlich was unter der Haube und macht daher nicht nur in der Stadt eine Menge Spaß.“

Im Alltag bevorzugt Familienmensch Ekström allerdings einen Audi SQ7. „Für die zahlreichen Fahrten zum Flughafen nach München, zu Audi Motorsport in Neuburg und vor allem die vielen Ausflüge mit meiner Familie ist der Q7 einfach das beste Auto für mich“, sagt Ekström. „Freundin, Kinder, Hunde, Gepäck, da passt alles rein.“ Die Fahrt mit dem Audi S1 in Belgien wird allerdings auch nicht die letzte gewesen sein. Das steht fest, wenn Ekström von seinen Erfahrungen hinter dem Steuer berichtet und dabei sein typisches schelmisches Lächeln aufsetzt.