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Mit einem breiten Grinsen steigt Alexandra aus dem Auto. Sie ist gerade mit mehr als 200 Stundenkilometern über die Rennstrecke FAST Parcmotor bei Barcelona geheizt. Ihr Fahrer: Robby, ein Audi RS 7 piloted driving concept. „Wir sollten aufhören selbst zu fahren“, sagt sie und lacht. „Ehrlich, das war beeindruckend. Das muss Realität werden. Je früher, desto besser!“

FAST Parcmotor Track, Barcelona, November 2015. Pilotiertes Fahren wird heute Realität. Auf der Rennstrecke zeigt Audi, dass fahrerlose Autos der Science-Fiction-Welt längst entwachsen sind. Die Teilnehmer: Trend Receiver aus Amerika, China und Europa. Darunter sind Paolo und Albert aus den USA sowie Alexandra und Ineke aus Deutschland. Sie alle waren bereits einige Monate vorher zum Meet-up in San Francisco eingeladen. Dort haben sie zusammen mit Mitarbeitern von Audi Innovation Research in lockerer Atmosphäre die Zukunft des pilotierten Fahrens diskutiert. Heute werden sie erleben, wie es sich wirklich anfühlt, die Kontrolle an das Auto zu übergeben.

In den Workshops mit dabei:

Albert und Paolo aus den USA sowie Alexandra und Ineke aus Deutschland.

Bereits am frühen Morgen trifft sich die Gruppe an der Rennstrecke, um den Fahrer Robby, den Audi RS 7 piloted driving concept, kennenzulernen. Jeder der Teilnehmer hat seine ganz persönliche Begegnung mit dem pilotierten Auto: Eine Runde auf dem Track. Vollgas. Keine Hand am Steuer. Der Reihe nach nehmen die Trend Receiver auf dem Beifahrersitz Platz, einige zögerlich, andere aufgeregt und voll Vorfreude. Robby absolviert die Strecke in Renngeschwindigkeit. Er beschleunigt dabei so dynamisch, nimmt die Kurven so präzise, wie es sonst nur ein ausgebildeter Rennfahrer kann. Alexandra ist begeistert: „Ich hatte zwar erwartet, dass alles perfekt funktioniert, dass es sich jedoch so ‚in Ordnung‘ anfühlt, war überraschend. Gedanken wie ‚So wird es zukünftig sein!‘ kamen mir in den Kopf.“

Auch Paolo ist sich sicher: „Das hier ist die Zukunft. Es war beeindruckend, das heute schon zu erleben.“

Neben dem Fahrgefühl sind die Teilnehmer vor allem auf das Vertrauen in die Technik gespannt: „Ich erinnere mich noch, als ich das erste Mal mit Cruise Control gefahren bin. Mein Fuß schwebte ständig über dem Bremspedal, weil ich mir nicht sicher war, ob es funktioniert. Ich kann mir vorstellen, dass das Gefühl angesichts der hohen Geschwindigkeit ähnlich sein wird“, sagt Paolo.

Immerhin soll Robby heute zeigen, dass er selbst 200 Stundenkilometer vollständig alleine beherrschen kann. Und er kann! Am Ende des Tages sind die Testpiloten überrascht, wie schnell sich ein Gefühl von Sicherheit einstellt und wie leicht es fällt, das Steuer aus der Hand zu geben.

Vom reinen Fortbewegungsmittel zum emotionalen Begleiter

Abseits der Rennstrecke bringen die Trend Receiver ihre Sicht auf das pilotierte Fahren aktiv ein. Albert, Paolo, Alexandra und Ineke diskutieren zusammen mit Audi Mitarbeitern zahlreiche Ideen und entwickeln konkrete Visionen weiter. „Die Stimmung ist locker und entspannt, so können kreative Impulse freigesetzt werden. Man lernt interessante Leute kennen“, sagt Ineke.

Im Mittelpunkt steht vor allem die Beziehung zum Gegenstand „Auto“. Mit dem Smartphone haben wir bereits einen vernetzten und intelligenten Alltagshelfer in unser Leben integriert. Hat auch das pilotierte Auto das Potenzial, sich zu einem Smart Companion zu entwickeln? Und wird sich unsere emotionale Bindung zum Auto ändern, wenn es zu einem Lebensraum wird, in dem wir arbeiten, schlafen oder essen?

Alexandra meint: „Für viele ist die Begrifflichkeit ‚Auto‘ heute schon mit Emotionen verbunden. Die Rolle des Autos wird sich vom Gegenstand zum Dienstleister wandeln. Es wird vermehrt in Richtung Personifizierung gehen.“ Paolo geht sogar noch einen Schritt weiter: „Wir geben ihnen nicht nur Namen, wir behandeln sie wie Kinder. Warum? Weil alles, was wir besitzen, eine Erweiterung von uns selbst ist. So wird es auch mit dem Auto kommen.“

Apropos Besitz: Kann sich eine emotionale Bindung auch aufbauen, wenn Sharingmodelle an Bedeutung gewinnen? Die Teilnehmer sind sich einig: Nicht die Beziehung zum Auto als Gegenstand wird inniger, aber zu den Diensten und Services, die es erbringen wird.

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