#untaggable

#perfection

Der neue Audi Q2 ist #untaggable, lässt sich in keine Schublade stecken. Genauso wie die Antwort auf die Frage nach Perfektion. Die Turnerin Jordan Chiles hat ihre ganz persönliche Definition von #perfection.

Helmut Werb (Text) & Jennilee Marigomen (Fotos)

Jordan Chiles will die Beste werden.

Das Ziel der 15-jährigen Turnerin, einer der ganz großen Hoffnungen des US Gymnastic Teams für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, ist eine Goldmedaille. Und ein Weltmeistertitel. Ist das die Definition von Perfektion für die quirlige Turnerin aus Vancouver, einer eher mittelständischen Stadt im US-Bundesstaat Washington? Was bedeutet Vollendung für eine junge Afroamerikanerin, die gern „Dancing with the Stars“ im Fernsehen anschaut und der ihr Sport trotz eines strapaziösen Trainingsprogramms von durchschnittlich sechs Stunden täglich mit all den Mühen und Schmerzen, die damit verbunden sind, noch Spaß macht?

Als sie im Alter von gerade mal sechs Jahren mit dem Training begann, war für Jordan alles noch ein Spiel. Purzelbäume schlagen, auf Tischen und Stühlen herumhüpfen, was Kinder so machen. Ihr Onkel kam auf die Idee mit dem Turnen, wohl auch, um die Hyperaktivität des Kindes in Bahnen zu lenken. Ihre Eltern, beide Prediger in einer Kirche im ländlichen Vancouver, wollten die Tochter unterstützen und überraschten sie mit der Anmeldung bei einer Turnschule. Dann, im reifen Alter von sieben Jahren, begann sie, an Wettbewerben teilzunehmen.

Heute ist Jordan fünfzehn, und ihre blitzenden schwarzen Augen und das schnelle Lächeln unterstreichen ihre ganz persönliche Definition von Perfektion: „Nichts wird perfekt werden, wenn man es nicht selber und aus sich heraus perfekt machen will“, sagt sie still, mit ihrer fast träumerischen Stimme. „Man muss es selbst vorantreiben.“ Es sei „attitude“, Einstellung zu dem, was man macht. Die eigenen Hürden überspringen, die kleinen Schmerzen überwinden – dann würde das, was man macht, an einem bestimmten Punkt perfekt. Das kann nicht alles sein, könnte man einwerfen. Repetition allein führe nicht zur Perfektion. „Yeah“, sagt sie strahlend, „was noch fehlt, ist das gewisse Etwas. Der Extra-Kick.“ Zusammen mit ihrer Trainerin erarbeitete sie den einen oder anderen dieser Kicks, den sie zur normalerweise rigiden Übungsroutine hinzufügte. Alchemie der gehobenen Turnkunst sozusagen. „Bei den Bodenübungen geht das besser als bei anderen. Man kann den eigenen Dreh einfügen. Etwas, das andere eben noch nicht gemacht oder gar nicht mal daran gedacht haben.“ Sein eigenes Ding eben.

Manchmal sind es nur kleine Dinge, eine andere Handhaltung am Barren, eine neue Art der Landung nach einem Sprung. In Jordans Bodenübung gibt es zum Beispiel einen „Front Triple Twist“ eine dreifache Drehung vorwärts. „Niemand kam, so weit ich weiß, jemals auf den Gedanken, das so auszuprobieren. Aber wir hatten das so lange geübt. Und jetzt kann ich es im Schlaf.“

Trotz ihres jungen Alters hat die US-Amerikanerin bereitsjede Menge Pokale und Urkunden eingeheimst.

Für eine der wohl emotionalsten Auszeichnungen für einen Sportler wäre hier gerade soeben noch Platz: eine Olympiamedaille.

Für Jordan, die schon mal hyperbunte Superman-Socken trägt, wenn sie zur Schule geht, tickt die Uhr in einem anderen Takt. Anders als viele ihrer Mitbewerberinnen geht sie auf eine ganz normale Schule, darauf bestanden die Eltern, und sie hat weder Privatlehrer noch Unterricht zu Hause. Allerdings unterwirft sich Jordan auch der ihr auferlegten Disziplin. Die Socken trägt sie nicht, wenn sie zum Training geht. Zugegeben, ihr strenger Coach würde das niemals zulassen, aber sie fügt sich dieser Ordnung ganz bewusst, um ihr Ziel zu erreichen. Disziplin als Schlüssel? Trotzdem ist ihre Art unangepasster Kreativität ein großer Teil ihres Verständnisses von Perfektion. „Ich brauche diesen kleinen ,tweak‘, diese geheime Zutat am Ende“, sagt sie, und das Lächeln wird ein wenig ernster. „Ich glaube, ich bin da ein wenig anders.“

Gemeinsam mit ihrer Trainerin probiert die junge Turnerin ständig neue Übungen aus.  

Sie experimentiert viel und will die Grenzen des für sie Möglichen ausreizen. Körperliche Schmerzen sind dabei Teil des Sports.

 

Jordan Chiles weiß, dass hartes Training und Talent allein nicht ausreichen. Um nach ganz oben zu kommen, braucht man das gewisse Etwas, den Extra-Kick, wie sie es nennt.

Nicht immer ist sie damit erfolgreich. Manchmal, gibt sie zu, ist die Suche nach Perfektion schwieriger, erscheint unüberwindlich. „Es gibt Übungsteile, die klappen und klappen nicht, egal wie hart ich daran arbeite.“ Und dann macht sie trotzdem weiter. Und weiter. Und eines Tages …

Trotz ihres Temperaments, des sprudelnden Wesens, das sie an den Tag legen kann, wenn sie nicht in der kargen, unpersönlichen Turnhalle trainiert, hat sie sich viel vorgenommen. Die Olympiateilnahme in Rio hat sie aus Altersgründen verpasst. Mit ihren 15 Jahren und 8 Monaten war sie vier Monate zu jung für die diesjährigen Olympischen Spiele. Aber in Tokio, in vier Jahren, will sie dabei sein. Sie arbeitete an ihrer eigenen Version von Perfektion hart genug, um jetzt schon mehrere Levels der Qualifikationen zu überspringen. „Ich hoffe, dass ich das perfekte Ding in vier Jahren erreicht haben werde.“

Im Naydenov Gymnastics & Fun Center feilt die Tochter zweier Kirchenprediger an ihrer Haltung am Barren und der Landung nach dem Sprung.

Bereits im Alter von sechs Jahren begann Jordan Chiles zu turnen. Damals noch im Wohnzimmer ihrer Eltern. Die erkannten schließlich das Talent ihrer Tochter und meldeten sie in einer renommierten Turnschule an.
Auf einen Blick: der Audi Q2 1.4 TFSI
Farbe Quantumgrau
Motor 1.4 TFSI Vierzylinder 
Hubraum 1.395 cm3
Leistung 110 kW (150 PS)
Max. Drehmoment
250 Nm
Getriebe 7-stufige S tronic
Beschleunigung 0 - 100 km/h   8,5 s
Höchstgeschwindigkeit   212 km/h
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