König der Straße

"Audi - Das Comeback"

Ein Dinosaurier auf der Überholspur des Lebens: Audi piloted driving sorgt für echte Glücksgefühle bei einem Tyrannosaurus Rex. Ein Blick hinter die Kulissen des Video-Drehs.

Birte Mußmann (Text), Audi (Fotos) & Stephan Wever, Stink Berlin, Sehsucht (Film).

Erlaubnis zur Verwendung einzelner Teile des Videos gewährt von Hugh Murphy.

Pilotiertes Fahren: Audi beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit diesem Forschungsfeld. Auch wenn dieses Thema in dem Video mit einem gewissen Augenzwinkern behandelt wird, soll diese Technologie zukünftig unsere Mobilität revolutionieren.
Zugegeben, es ist natürlich kein alltägliches Bild, dass ein Tyrannosaurus Rex in einem Audi RS 7 concept auf der Autobahn herumfährt.

Schnell wird dem Betrachter des Videos klar, dass die Wahl des Protagonisten mit einem kleinen Augenzwinkern zu betrachten ist. Der große, gewaltige T-Rex, der in einem Land vor unserer Zeit den anderen Mitgliedern seiner Art das Blut in den Adern gefrieren ließ, fängt sich im digitalen Zeitalter den medialen Hohn der Menschheit ein. Das Social Web versus Urzeitdino – für diese Art des nonchalanten Mobbings ist selbst die Haut des gefährlichsten Dinosauriers zu dünn. Die Sinnkrise, die dank Audi piloted driving abgewendet werden kann, ist somit vorprogrammiert. In dem Video zeigt das Reptil, dass sich unter der harten Schale ein weicher Kern verbirgt.

Um die emotionale Reise des Tyrannosaurus in bewegte Bilder zu verpacken, die möglichst realistisch wirken, benötigt es jedoch nicht nur Technologie, die hochautomatisiertes Fahren ermöglicht, sondern auch einen beherzten Griff in die Trickkiste während der Produktion des Videos. Dieser Aufgabe hat sich die Agentur Razorfish gemeinsam mit Audi gestellt. Dabei standen ihnen Regisseur Stephan Wever, Stink Berlin (Produktion) und Sehsucht (CGI Animation) zur Seite. Um den T-Rex auf den Fahrersitz zu befördern, braucht es eine aufwendige CGI-Animation. Damit die Bewegungen stimmen und der 3D-Dino den richtigen Platz einnimmt, muss vorerst ein menschlicher Protagonist in die Rolle schlüpfen. Am Computer wird dann in mühevoller Kleinstarbeit der Mensch durch den T-Rex ersetzt. Ein zeitaufwendiges Unterfangen – man benötigt mehrere Wochen, um den Dinosaurier digital zum Leben zu erwecken.

Ein Hauch von Jurassic Park: Der Tyrannosaurus wurde am Computer zum Leben erweckt.

Florian Zachau, Head of VFX bei Sehsucht, beschreibt die wohl größte Schwierigkeit des Projektes in Bezug auf die Animation: „Der Dinosaurier sollte niedergeschlagen wirken – eine echte Herausforderung. Schließlich hat so ein Tyrannosaurus in Sachen Mimik und Gestik nicht gerade südländisches Temperament. Der Trickfilmzeichner hat hier nur recht begrenzte Möglichkeiten. Besonders die Interviewszene war heikel. Auch wenn niemand mit Gewissheit sagen kann, wie ein sprechender Dinosaurier auszusehen hat: Der Grat zwischen einer natürlichen und einer unfreiwillig komischen Darstellung ist extrem schmal.“

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