Sicherheit, Komfort und Effizienz: Die Assistenzsysteme von Audi

Ursache und Wirkung

Audi bietet Assistenzsysteme, die schon heute das Fahrerlebnis revolutionieren und gleichzeitig einen deutlichen Fingerzeig in die Zukunft der Mobilität erlauben.
Audi hat in der jüngsten Vergangenheit immer wieder gezeigt, wie das pilotierte Fahren aussehen kann.  

„Bobby“, ein Konzeptfahrzeug auf Basis des Audi RS 7 Sportback, legte fahrerlos mit bis zu 240 km/h fast schon perfekte Runden auf dem Hockenheimring zurück, „Jack“ rollte im Januar autonom vom Silicon Valley nach Las Vegas und mit 130 km/h über deutsche Autobahnen. Noch ist das alles Zukunftsmusik. Und doch: Zahlreiche Aspekte der dafür in der Entwicklung und Erprobung befindlichen Technologie können Audi Fahrer schon heute erleben – in Form von optionalen Assistenzsystemen, die beträchtliche Zugewinne an Sicherheit, Komfort und Effizienz ermöglichen sollen. Und in immer mehr Baureihen zur Verfügung stehen.

 

Wie der neue Stauassistent, genauer gesagt die neue adaptive cruise control Stop&Go inklusive Stauassistent, im neuen Audi A4 und Audi Q7. Im Stau, egal ob in der Stadt oder auf der Autobahn, erkennt das System über Radar- und Ultraschallsignale sowie per Frontkamera neben den vorausfahrenden Autos auch Fahrzeuge auf den benachbarten Fahrspuren und nimmt dem Fahrer bei Geschwindigkeiten bis ungefähr 60 km/h eine Menge Arbeit ab. Er beschleunigt und verzögert selbsttätig und wahrt dabei stets nicht nur den korrekten Abstand zum Vordermann, sondern kümmert sich mit sanften Eingriff en in die Lenkung auch um die Einhaltung der Fahrspur. Thomas Müller, Leiter Entwicklung Brems-, Lenk- und Fahrerassistenzsysteme bei Audi: „Wir bei Audi unterscheiden ganz klar die Level der Automation. Assistiertes Fahren ist das eine, pilotiertes Fahren etwas anderes. Bis wir komplett pilotiert fahren, wird es noch eine Weile dauern – bis dahin gilt für uns ganz klar die Devise: Der Fahrer fährt, das System assistiert.“ Diese Haltung gilt für alle Assistenten bei Audi.

 

Aber schon jetzt erhöht der Stauassistent Komfort und Sicherheit im automobilen Alltag. Obwohl der Fahrer nach wie vor die Verantwortung über das Fahrzeug behält, rollt er dank der elektronischen Hilfestellung deutlich entspannter durch den Stau. „Es gibt noch keine wirklichen Statistiken, dafür ist das System noch zu neu. Ich kann es nur aus eigener Erfahrung sagen und bestätigen: Die Entlastung, die ich verspüre, ist beträchtlich.“ Dazu beinhaltet der Stauassistent mit dem integrierten Emergency Assist noch eine weitere Sicherheitskomponente. Sollte der Fahrer im zähfließenden Verkehr beispielsweise im Fall eines medizinischen Notfalls die Kontrolle über das Fahrzeug nicht mehr ausüben können, wird vom Steuergerät registriert, dass Lenkrad und Pedale über eine bestimmte Zeit nicht mehr bedient wurden. Es reagiert darauf zunächst mit einer Warnkaskade: Erfolgt auf eine akustische Warnung noch keine Reaktion, bremst sich das Fahrzeug automatisch bis zum Stillstand ab. „Hier lernen wir, wie wir in Zukunft Komfort- und Sicherheitsfunktionen noch besser vernetzen. In einer folgenden Generation werden die Systeme noch mehr leisten können.“ Erreicht der Stauassistent seine Systemgrenzen – etwa wenn sich der Stau auflöst oder eine enge Kurve voraus liegt –, unterstützt das System nach mehrstufiger und ausreichender Vorlaufzeit nicht mehr.

 

Ebenfalls der erhöhten Sicherheit dient der Ausweichassistent, der bei den neuen Audi Modellen wie zum Beispiel dem Audi Q7 dem Fahrer hilft, ein plötzlich auftretendes Hindernis auf der Straße zu umfahren. Anhand von Kamera- und Sensordaten berechnet er die optimale Strategie zur Vermeidung eines Unfalls – und auch hier gibt der Assistent Unterstützung, Kontrolle und Verantwortung verbleiben beim Fahrer. Thomas Müller: „Wenn er falsch lenkt, greift das System ein und bringt ihn auf den richtigen Kurs. Lenkt er zu viel, nimmt es den Einschlag zurück, lenkt er zu wenig, lenken wir dazu."

Audi Abbiegeassistent: Der Abbiegeassistent nimmt innerhalb der Systemgrenzen beim Linksabbiegen entgegenkommende Fahrzeuge auf der Gegenfahrbahn wahr. Erkennt das System beim Abbiegevorgang eine kritische Situation, erfolgt ein automatischer Bremseingriff. Das System ist aktiv, sobald der Fahrer das Blinklicht setzt und sich das eigene Fahrzeug im Geschwindigkeitsbereich zwischen circa 2 und 10 km/h befindet.
Audi Stauassistent: Der Stauassistent ermöglicht dem Fahrer zwischen 0 und etwa 60 km/h eine teilautomatisierte Folgefahrt, zum Beispiel in Stausituationen bei zähfließendem Verkehr. Das System erkennt im Rahmen von Systemgrenzen Fahrspurmarkierungen sowie Fahrzeuge in der eigenen Spur und unterstützt in Stausituationen beim Lenken, Beschleunigen und Bremsen. Oberhalb von etwa 60 km/h unterstützt der Audi active lane assist den Fahrer bei der Spurhaltung.
Prädiktiver Effizienzassistent: In Verbindung mit MMI Navigation plus mit MMI touch nutzt die adaptive cruise control die Daten des Prädiktiven Effizienzassistenten für eine vorausschauende und adaptive Regelung der Geschwindigkeit. Dazu nutzt das System – innerhalb seiner Grenzen – die in den Navigationsdaten hinterlegten Informationen zu Kurvenradien, Ortseingängen und Geschwindigkeitsbegrenzungen. Unterstützt wird das System durch die Informationen der ebenfalls enthaltenen kamerabasierten Verkehrszeichenerkennung. Steuert der Prädiktive Effizienzassistent zudem gezielt Motorschub- und Segelphasen und kann so eine kraftstoffsparende Fahrweise fördern, verbleibt die grundsätzliche Fahraufgabe jederzeit beim Fahrer.
Ähnlich unaufdringlich, im Falle eines Falles aber ebenfalls parat, reagiert der Abbiegeassistent, der beim Linksabbiegen den Gegenverkehr überwacht.  

Im neuen Audi Q7 wird das System bei der Betätigung des Blinkers aktiv und bremst das Fahrzeug in der eigenen Fahrspur notfalls bis zum Stillstand ab, falls dessen Fahrer ein entgegenkommendes Fahrzeug übersehen haben sollte. „Jeder kennt die Situation, gerade im Winter, bei tief stehender Sonne. Man will links abbiegen, die Sonne blendet, der Gegenverkehr kann nicht genau eingeschätzt werden. Dann bremst das System gegebenenfalls automatisch ab“, so Thomas Müller. Andere Situation, gleiche Funktion: Mit dem Querverkehrsassistenten warnen der Audi A4 und der Audi Q7 bei aktivierter Einparkhilfe den Fahrer beim langsamen Rückwärtsfahren, etwa beim Heraussetzen aus einer Querparklücke, vor herannahendem Verkehr. Der Hinweis erfolgt abgestuft – optisch auf dem MMIMonitor, akustisch sowie gegebenenfalls per Warnruck.

 
Eine Weltneuheit präsentierte Audi mit dem Prädiktiven Effizienzassistenten. Indem er die vorgewählte Geschwindigkeit selbstständig an die Gegebenheiten der vorausliegenden Route anpasst, kann zum Beispiel auf Landstraßen der Verbrauch um bis zu zehn Prozent reduziert werden. Das System ist mit der adaptive cruise control, der Navigation sowie der kamerabasierten Verkehrszeichenerkennung vernetzt und kann auf die dort generierten Informationen über Topologie, Kreuzungen, Kreisverkehre und Tempolimits bereits reagieren. „Eine auf Tempo 100 eingestellte ACC musste bislang manuell auf Tempo 50 heruntergestellt werden, wenn wir in eine erkannte Ortschaft fahren. Das wird mit dem neuen System überflüssig, da es innerhalb der Systemgrenzen auf die vorhandenen Streckeninformationen reagiert und die Geschwindigkeit selbstständig und vorausschauend reduzieren kann. Und wenn man damit auf die Autobahn fährt, regelt es das Tempo auf die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h hoch. Das ist bisher weltweit einmalig“, erklärt Thomas Müller. Das funktioniert zwar noch nicht überall, da die dafür erforderlichen Daten nicht für alle Länder vorliegen und selbst in Deutschland und den USA noch keine 100-prozentige Genauigkeit aufweisen. Aber auch daran arbeiten die Audi Ingenieure. Bis es so weit ist, gilt für die Entwickler auch hier die Maxime, dass der Prädiktive Effizienzassistent nur unterstützend arbeitet und dies dem Fahrer auch eindeutig signalisiert wird. Thomas Müller: „Die reale Welt ist nun mal recht komplex – und daher müssen wir stets deutlich machen, dass wir noch in der assistierten Phase sind."

 

Die Versuchsträger der pilotierten Welt sind da bei Audi schon weiter: Auf abgesperrten Pisten lernen sie von Runde zu Runde dazu, entsprechend lassen sich ihre Algorithmen verfeinern und stetig verbessern. Bis diese Lernprozesse aber auch in komplizierten Verkehrssituationen automatisch funktionieren, wird es noch etwas dauern. Schließlich sollen pilotierte Fahrzeuge von Audi künftig zudem noch in der Lage sein, sich auf die individuellen Präferenzen ihrer Fahrer einzustellen. Thomas Müller: „Je höher wir in der Automation gehen, umso wichtiger wird es, dass das Auto genau so fährt, wie der Fahrer selbst gern fahren würde.“

 
 
Patrick Morda & Hermann J. Müller (Text)

Mehr Infos:

Audi bietet neben den verbauten Systemen noch eine Fülle von  optionalen Assistenten, die Komfort, Sicherheit und Effizienz weiter steigern. Im neuen Audi A4 und Audi Q7 werden verschiedene Systeme passend zusammengefasst und in Form der Assistenzpakete Stadt, Tour und Parken gebündelt.

 

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