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Audi A8 - Assistenzsysteme

8 für A8 - Erhöhter Komfort, mehr Sicherheit: Die Fahrerassistenzsysteme* bei Audi werden immer fortschrittlicher. Im neuen Audi A8 unterstützen sie den Fahrer und können helfen, Unfälle zu vermeiden.
 

Hermann J. Müller (Text) & Robert Grischek, Stocksy (photo)

 

 

Zentrales Fahrerassistenzsteuergerät
 

Die Basis für die Fahrerassistenzsysteme bildet eine ständige und in wichtigen Bereichen redundante Erfassung des Fahrzeugumfelds. Dafür ist ein umfangreiches Sensorset bestehend aus Radar- und Ultraschallsensoren, Kameras sowie – erstmals im neuen Audi A8 – einem Laserscanner verfügbar. Alle Sensordaten werden auf dem zentralen Fahrerassistenzsteuergerät (zFAS) zu einem umfassenden Abbild der Umgebung fusioniert und einer Vielzahl von Fahrerassistenzfunktionen zur Verfügung gestellt. Das etwa Tablet-große zFAS, das im Audi A8 seine Premiere feiert, ist eine Hightech-Rechenzentrale. Es integriert hochperformante Rechner, darunter den Tegra K1 von Nvidia sowie den EyeQ3 von Mobileye, einem der weltweit führenden Unternehmen für Bildverarbeitungsalgorithmen im automotiven Umfeld.

 

* Assistenzsysteme können den Fahrer bei der Fahraufgabe lediglich innerhalb der jeweiligen Systemgrenzen unterstützen. Die Verantwortlichkeit und notwendige Aufmerksamkeit für die Bewältigung der Fahraufgabe verbleiben stets beim Fahrer.

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Adaptiver Fahrassistent

Er bildet das zentrale System im optionalen Assistenz­paket Tour des neuen Audi A8: der Adaptive Fahrassistent. Die Weiterentwicklung der adaptive cruise control (ACC) unterstützt den Fahrer im Geschwindigkeitsbereich bis 250 km/h bei der Längs- und Querführung, also zum einen beim Halten des Fahrzeugs in der Spur und zum anderen beim Bremsen und Beschleunigen. Das System berücksichtigt sowohl vorausfahrende Fahrzeuge als auch Echtzeitinformationen und Streckendaten wie etwa Tempolimits, Kurven, Kreuzungen oder Kreisverkehre.

Anhand dieser Informationen beschleunigt oder verzögert das Fahrzeug automatisch und passt die Geschwindigkeit bei Bedarf den zu bewältigenden Straßenverläufen und geltenden Tempogeboten an. Darüber hinaus ermöglicht das System aufgrund der hohen Informationsdichte eine vorausschauende und kraftstoffsparende Fahrweise, indem es den gesamten Geschwindigkeitsverlauf, z.B. in Kurven und bei Tempolimits, durch die intelligente Nutzung von Segel-, Motorschub- und Beschleunigungsphasen planen kann. Vor allem im Modus efficiency des Fahrdynamiksystems drive select wird der Kraftstoffverbrauch reduziert.   Eine weitere Funktion des Systems ist der Engstellen­assistent, der den Fahrer bei der Fahrzeugführung in Engstellen und Baustellen mit einem straffen und kontinuierlichen Lenkeingriff über den gesamten Geschwindigkeitsbereich intuitiv unterstützen kann. Durch eine Beeinflussung der Längsregelung kann das System das Einfahren in zu enge Passagen verhindern und den Fahrer beim versetzten Fahren assistieren (seitliche Platzierung neben der Lücke, die sich zwischen zwei Fahrzeugen auf der Nebenfahrbahn ergibt).

Comfort
Der Mensch lenkt, die Maschine denkt: Moderne Fahrerassistenzsysteme verändern immer stärker die Art und Weise des Autofahrens. Das Ziel: komfortableres Fahren – entspannter, sicherer, mit weniger Staus und geringerer Umweltbelastung.

2 Spurverlassenswarnung

Auch die auf Wunsch erhältliche aktive Spurverlassenswarnung hält, was ihr Name verspricht. Nach dem Motto „drei Augen sehen mehr als zwei“ erfasst eine Kamera während der Fahrt permanent die Markierung der Fahrstreifen. Droht der Audi A8 wegen einer Unaufmerksamkeit des Fahrers die Spur unbeabsichtigt zu verlassen, hilft das System durch einen aktiv korrigierenden Lenkeingriff beim Einhalten der Spur. Dennoch bleibt der Fahrer jederzeit in der Verantwortung und kann die Lenkmomente problemlos übersteuern.

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TopView 3D

„Wo ist die Drohne?“ Diese Frage stellt man sich unwillkürlich, wenn auf dem MMI-Display die Funktion des TopView 3D erscheint (auf Wunsch erhältlich). Die Abbildung des eigenen Fahrzeugs und der unmittelbaren Umgebung wirkt so real wie ein Foto aus der Vogelperspektive, ist tatsächlich aber ein virtuelles Bild. Erzeugt wird es durch vier Fahrzeugkameras, deren Bilddaten von hochintelligenten Prozessoren und cleveren Algorithmen in eine brillante Draufsicht und verblüffende dreidimensionale Ansichten verwandelt werden. Bei für Park- und Rangiermanöver typischen Geschwindigkeiten unter 30 km/h wird die Umgebung im Nahbereich des Fahrzeugs dargestellt und ermöglicht so ein zielgenaues und komfortables Rangieren.

Davon profitiert auch der neue Manövrierassistent (optional), der den Fahrer bei einer drohenden Kollision mit einem statischen Hindernis über einen Lenkimpuls zu einer Korrektur der Fahrtrichtung animiert. Wird dieser Hinweis ignoriert oder erkennt das System ein sich bewegendes Objekt, führt der Audi A8 kurz vor einer drohenden Kollision einen automatischen Bremseingriff aus, um eine Beschädigung des Fahrzeugs zu verhindern.

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Prädiktiver Effizienzassistent

Wie freundlich: Ein „grüner Fuß“ im Kombiinstrument und im Head-up-Display des Audi A8 signalisiert optisch, wann es sinnvoll wäre, den Fuß vom Fahrpedal zu nehmen. Dieses Signal des optionalen Prädiktiven Effizienzassistenten unterstützt den Fahrer bei einer vorausschauenden und damit spritsparenden Fahrweise.

Einen zusätzlichen Hinweis liefert das pulsierende Gaspedal durch den Aufbau eines sanften Widerstands. Das Aus rollverhalten des Fahrzeugs wird dabei auf Basis von Navigationsinformationen, der geschätzten Fahrzeugmasse und den aktuellen Fahrwiderständen berechnet. Die Steuerung von Freilauf, Motorschub und Rekuperation ist immer aktiv und erfolgt während des Ausrollvorgangs mit hoher Effizienz.

Progress
Das Auto der Zukunft wird mit seiner smarten Umwelt kommunizieren und auf die individuellen Wünsche seines Fahrers eingehen. Die Fahrerassistenzsysteme im Audi A8 verwenden schon heute visionäre Technologie.

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Kreuzungsassistent

Völlig neu ist auch dieses auf Wunsch erhältliche System, das für ein Plus an Sicherheit bei der Annäherung an Ausfahrten und Kreuzungen bis zu 30 km/h sorgt, indem es vor potentiellen seitlichen Kollisionen warnen kann. Dafür wird der Verkehrsraum vor dem Fahrzeug permanent überwacht und eventueller Querverkehr auf dem MMI-Display und im Kombiinstrument visualisiert.

Während der Fahrt warnt das System sowohl im Kombiinstrument als auch akustisch vor drohenden Seitenkollisionen. Erfolgt keine Reaktion des Fahrers auf diese Hinweise, bewirkt der Kreuzungsassistent bei Geschwindigkeiten bis zu 10 km/h einen automatischen Bremseingriff.

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Notfallassistent

Eine Ohnmacht am Steuer ist der Albtraum jedes Autofahrers. Um gegebenenfalls katastrophale Folgen zu verringern, registriert der optionale Notfallassistent im neuen Audi A8 die Inaktivität des Fahrers anhand verschiedener Kriterien und greift ab einer Geschwindigkeit von 55 km/h selbstständig ein**, wenn der Fahrer nicht mehr im gewohnten Umfang die Steuerung des Fahrzeugs übernimmt.

Sobald die Sensorik eine ungewöhnliche Inaktivität erkennt, reagiert das System darauf mit einer mehrstufigen Eskalation: Zunächst übernimmt das System die Längs- und Querführung des Fahrzeugs und fordert den Fahrer durch eine Warnung im Kombiinstrument zur Übernahme auf. In der nächsten Stufe ertönt ein Warnton (die Lautstärke des Infotainments wird vorher abgesenkt), und das Fahrzeug ermahnt den Fahrer zuerst durch einen Gurtruck, dann durch einen Bremsruck zur Übernahme. Erfolgt darauf immer noch keine Reaktion, schaltet das System die Warnblinkanlage ein und verzögert dann das Fahrzeug selbsttätig bis zum Stillstand. Sobald das Fahrzeug steht, wird automatisch ein Notruf abgesetzt, die Fahrstufe P eingelegt, sowie nach einigen Sekunden das Licht eingeschaltet und die Türen entriegelt.

* Alle rechtlichen Hinweise sowie Informationen zu Verfügbarkeiten und technischen Voraussetzungen finden Sie unter www.audi.de/connect.
** Das System arbeitet nur innerhalb der Systemgrenzen, die Fahraufgabe verbleibt stets beim Fahrer.

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Gefahreninformation

Der neue Audi A8 wird mit den optionalen Services von Audi connect* Navigation & Infotainment in naher Zukunft zu einem voll vernetzten Fahrzeug. Besonders eindrucksvoll erleben lässt sich das mit den Car-to-X-Diensten Verkehrszeicheninformation und Gefahreninformation: Die neue Limousine und weitere aktuelle Modelle von Audi melden Tempolimits, die sie mit ihrer Kamera erkannt haben, und vom Fahrzeug detektierte Gefahrenstellen an einen Server. Der Zentralrechner bereitet diese Informationen auf und sendet sie an andere Audi Fahrzeuge, die ebenfalls vernetzt sind und im näheren Umfeld dieser Gefahrenstellen verkehren.

Einen solchen Car-to-X-Dienst hat Audi für seine Modelle bereits Ende 2016 als Pilotprojekt in einigen Ballungsräumen der USA eingeführt: Der Service Ampelinformation verbindet den neuen Audi A8 dort mit dem Verkehrsleitrechner, der die Signalanlagen steuert. Anhand dieser Informationen kann der Fahrer erkennen, ob er die nächste grüne Ampel mit der erlaubten Geschwindigkeit erreichen wird. Die neuen Dienste nutzen als Basis die Karten der Datenplattform HERE, die Audi gemeinsam mit der BMW Group und der Daimler AG permanent aktualisiert und erweitert. HERE vermisst die Verkehrswelt zentimetergenau und kann das Geschehen in Echtzeit erfassen und auswerten.

Safety
Unfälle vermeiden ist das oberste Ziel der Sicherheitssysteme im neuen Audi A8. Dazu überwachen Sensoren das Umfeld und ein zentrales Steuergerät wertet diese und zugehörige Streckendaten aus, das Auto kommuniziert außerdem mit anderen Fahrzeugen.

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Pre sense 360˚

Das optionale Sicherheitssystem Audi pre sense 360˚ kann Gefah­ren rund um das Fahrzeug erkennen und leitet im Bedarfsfall gezielte Schutzmaßnahmen ein. Zahlreiche im zentralen Fahrerassistenzsteuergerät (zFAS) vernetzte Sensoren sowie die Mid-Range-Radare an den Fahrzeugecken des Audi A8, die etwa 75 Meter weit messen können, erkennen frühzeitig mögliche Kollisionsobjekte, prognostizieren die Wahrscheinlichkeit und den Zeitpunkt einer Kollision und mindern durch präventive Schutzmaßnahmen die Unfallfolgen für die Insassen.
Pre sense 360˚ schließt Seitenscheiben und Schiebedach, strafft die reversiblen Gurte, verbessert über die Ansteuerung von Kopfstützen, Sitzlehnenköpfen und Sitzpneumatik die Sitzposition und aktiviert die Warnblinkanlage, um den Folgeverkehr zu warnen. Auch das neue Aktivfahrwerk leistet einen Beitrag zur Minderungen von Kollisionsfolgen: Vor einem drohenden Seitenaufprall wird die der Kollision zugewandte Fahrzeugseite blitzschnell angehoben, um so einen möglichst günstigen Anprallort sicherzustellen.