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Faszinierende Ausstellungen

Die Dauerausstellung ist das Herz des museum mobile. Von der Eingangsebene 0 bringt Sie der Aufzug als „Zeitmaschine“ zurück in das Jahr 1899 auf Ebene 3, wo der Rundgang beginnt. Die zwei Ebenen der Dauerausstellung, 1899 bis 1945 und 1946 bis 2000, sind jeweils in sieben Abschnitte unterteilt. Jeder Bereich gibt einen Überblick über die einzelne Epoche. Texte und Bilder thematisieren das Verhältnis von Automobil, Technik und Gesellschaft.

Multimediale Inszenierungen und Hands-on-Exponate

Die Exponate sind die Highlights der Dauerausstellung. Über 100 Automobile und Zweiräder illustrieren die Geschichte des Unternehmens. Auf einem Paternoster, der sich permanent durch alle Ebenen des Gebäudes bewegt, präsentieren sich regelmäßig wechselnde automobile Schätze. Große Ereignisse der Geschichte der Vier Ringe, so zum Beispiel die Fusion zur Auto Union 1932, werden in multimedialen Inszenierungen erläutert und machen Sie zum Augenzeugen der Geschichte. Die Technikgalerie mit interaktiven Hands-on-Exponaten gibt darüber hinaus einen Überblick über die wichtigsten Meilensteine in der Entwicklung des Automobils.

„Revolution – 60 Jahre NSU/Wankel-Motor“

Ein spannendes Stück Technik-Geschichte zeigt das Audi museum mobile Ingolstadt in seiner neuen Sonderausstellung „Revolution – 60 Jahre NSU/Wankel-Motor“. Anlass ist das 60-jährige Jubiläum des damals revolutionären Motorenkonzeptes, das auf dem Rotationsprinzip basiert. Die Audi-Vorgängermarke NSU öffnete sich früh der neuen Technik mit Automobilen wie dem Prototyp „Prinz 3“. Die Ausstellung zeigt vom 20. Mai bis 5. November 2017 dieses und weitere NSU-Modelle mit Wankel-Motor. Darüber hinaus illustrieren Boots-, Flug- und Motorradmotoren ebenso wie Rasenmäher und Motorsägen verschiedener Hersteller die bewegte Geschichte dieser progressiven Technik.

„Drehen statt Stampfen“ – diese Idee eines Verbrennungsmotors mit kreisenden Kolben faszinierte Felix Wankel ab den späten 1920er Jahren. Die Entwicklung des Konzepts zur Serienreife dauerte mehr als 30 Jahre. Im Verlauf seiner Forschungsarbeiten wurde Wankel zum Abdichtungsspezialisten, sein Ziel einer Rotationskolbenmaschine behielt der Autodidakt dabei immer im Blick. Die methodische Analyse möglicher Läufer und Gehäusekombinationen führte Wankel Ende 1953 auf die Spur eines rotierenden Spitzovals in einem gleichzeitig rotierenden, nahezu kreisförmigen Umhüllungskörper. Das Prinzip weckte das Interesse der NSU-Geschäftsführung. Im März 1954 entwarf Wankel die Grundform des später nach ihm benannten Motors. Drei Jahre später, am 1. Februar 1957, lief dieses Aggregat erstmals aus eigener Kraft auf einem Prüfstand der NSU-Werke.

In Neckarsulm vereinfachte die Mannschaft um Dr. Walter Froede, Leiter der NSU-Entwicklungsabteilung, das technisch komplizierte Gebilde mit zwei ineinander rotierenden Bauteilen. Erstmals zum Serieneinsatz kam der kinematisch umgekehrte Kreiskolbenmotor 1962 im sogenannten „Ski-Craft“. Das Schleppgerät für Wasserskiläufer ist in der Ausstellung im Audi museum mobile zu sehen. Nur ein Jahr später, im September 1963, feierte auf der Frankfurter IAA der NSU/Wankel Spider seine Premiere. Dieses weltweit erste Serienauto mit NSU/Wankel-Motor heizte die Kreiskolben-Euphorie an. In den folgenden Jahren zählten nahezu alle namhaften Hersteller von Automobilen, Zweirädern oder Motoren zum großen Kreis der NSU/Wankel-Lizenznehmer.

Die Besucher der Ausstellung „Revolution – 60 Jahre NSU/Wankel-Motor“ erwarten neben dem NSU/Wankel Spider weitere Exponate wie der erste NSU „Prinz 3“ Wankel Prototyp von 1959 und der NSU Ro 80. Dieses Modell sicherte sich 1967 mit seiner innovativen Technik und zeitlosem Design den Titel als Auto des Jahres. Auch zwei Audi-Modelle sind ausgestellt: Der Prototyp Audi 200 KKM aus dem Jahr 1979 und ein Audi A1 e-tron von 2012. Ein Hingucker ist der Sportwagen Italdesign Namir von 2009. Weitere Highlights sind der Mazda Cosmo 110S, ein Citroen M35 sowie der Rennwagen Malibu Virage.

Der Wankel-Motor kam neben Automobilen auch in Ski-Scootern, Feuerspritzen, Motorsägen, Motorbooten und Motorrädern zum Einsatz. Die Ausstellung zeigt eine Reihe dieser Produkte sowie Stationärmotoren und Schnittmodelle.