»Grundlage für jeden Audi Markenraum ist ein großzügiger Umgang mit Flächen. Klare, offene Raumstrukturen, die aufgeräumt und gleichzeitig einladend wirken, bilden den Raum für eine fokussierte Produktpräsentation und die zu kommunizierenden Inhalte.«

Die Audi Markenarchitektur wird durch wenige, klar definierte Bestandteile geprägt. Neben den Grundelementen, die immer und bei allen Projekten zum Einsatz kommen, ist ein bewusstes Einbinden des Umfelds sowie eine Ergänzung mit inhaltlichen Elementen notwendig.

Grundelemente

 

Orthogonale Flächen

Die grundlegende Form wird aus orthogonalen und puristischen Flächen gebildet. Es entsteht ein großzügiges Raumgefühl, welches Ruhe und Präzision vermittelt. Die Raumhöhe wird maximal ausgenutzt. Soweit möglich, werden kleinteilige Elemente vermieden.

 

Klare Linien

Klare Linien und kubische Formen werden einheitlich mit Material belegt und schaffen ein zeitloses Erscheinungsbild. Materialbrüche werden vermieden. Der Raum wirkt einheitlich und beruhigt.

Kontrastierung

 

Orthogonaler Raum

Die orthogonalen Flächen können mit einem Kreisausschnitt an Decke oder Boden kontrastiert werden. Diese werden als Highlight-Element eingesetzt und dürfen die Grundform nicht dominieren. An den Wänden kommen keine runden Elemente vor.

 

Sonderfälle im Bestand: gerundeter Raum

Bei einem nicht orthogonalen Gebäudebestand wird die Rundung mit orthogonalen Kommunikationselementen kontrastiert. Diese gezielte Lenkung des Blickes dient ebenfalls der Herausarbeitung eines Highlights (Beispiel LED Flächen).
Das schließt die Verwendung eines kreisrunden Highlight-Elements zur Inszenierung eines Fahrzeugs jedoch nicht aus.

Zonierung Fahrzeuge oder Bereiche

 

Um Produkte hervorzuheben, werden Frames an der Decke platziert und in der Größe des jeweiligen Bereichs ausgebildet.

 

Neben einzelnen Fahrzeugen können auch ganze Produktgruppen hervorgehoben werden. In diesem Fall wird immer der Frame verwendet. Beim Einsatz eines Frames wird das Fahrzeug nicht über ein kreisförmiges Bodenelement hervorgehoben. Lounges können mit einer solchen Bodenfläche jedoch ergänzt werden.

 

Wenn es der räumliche Kontext zulässt, kann als Alternative zu den Frames ein Fahrzeug über einen kreisförmigen Deckenausschnitt hervorgehoben werden.

Dos und Don´ts

Ein markenadäquater Auftritt wird durch wenige, klare Elemente erzeugt, die vollflächig mit Material, Farbe, Grafik oder mit LEDs belegt sind.
Zu viele unterschiedliche Formen, Materialien und Linienführungen sind zu vermeiden, um Unruhe in der Raumwirkung zu verhindern.

Material und Farbe

»Farben, Oberflächen, Materialien und Möbel sind harmonisch aufeinander abgestimmt und schaffen so eine einladende Atmosphäre. Durchdachte Kompositionen verbinden Raumgefüge und Ausgestaltung.«

Der Markenraum nimmt eine ruhige Grundfarbigkeit an. Mit wenigen, kräftigen Akzenten können in dieser Umgebung gezielt ein oder mehrere Brand Agenda Topics über Material, Farben, Kommunikation, Licht und Möbel hervorgehoben werden. Eine nachhaltige Bauweise und Materialauswahl ist zu berücksichtigen.

Weiß

RGB: 255/255/255
HEX: #ffffff
CMYK: 0/0/0/0

RAL: 9010
NCS: S 0500-N
Avery 900: 900

3M Scotchcal: SC 50-10 White
(Fahrzeugbeschriftung)

Schwarz

RGB: 0/0/0
HEX: #000000
CMYK: 40/0/0/100
Pantone Black

RAL: 9005
NCS: S 9000-N
Avery 900: 901

3M Scotchcal: SC 50-12 Black
(Fahrzeugbeschriftung)

Progressives Rot

RGB: 245/5/55
HEX: #f50537
CMYK: 0/100/90/00
Pantone 032C

RAL: 3028
NCS: S 0580-Y90R
Avery 900: 906

3M Scotchcal: SC 50-475
(Fahrzeugbeschriftung)

Farbpalette Marke im Raum

Die CI Farben von Audi werden im Raum durch einen Grauton erweitert. Schwarz, Weiß und Grau bilden somit die Farben im Markenraum. Die Farbe Rot ist dem Brand Agenda Topic "Performance" überlassen und spielt im Markenraum lediglich eine untergeordnete Rolle. Hier wird die Farbe Rot nur als Akzent oder als Bestandteil in Grafiken umgesetzt. Wenn möglich, wird Farbe im Raum über ein Material eingebracht.
Vor allem der Grauton ist vornehmlich als Beton auszugestalten.

Materialien Marke im Raum

Detaillierte Beschreibungen stehen als Download am Ende des Kapitels zur Verfügung.

Markenraum

 

Der Markenraum wirkt ruhig, großzügig und authentisch. Materialien werden stilsicher eingesetzt und verkörpern unseren Premiumanspruch.

 

Wenn möglich, nutzen wir haptisch und optisch hochwertige Oberflächen.

Detaillierte Beschreibungen zu den Audi Materialien stehen als Download am Ende des Kapitels zur Verfügung.

 

Möbel und Leuchten passen sich dem puristischen Designanspruch an.

Brand Agenda Topics

Der Markenraum kann mit einem oder auch mehreren Brand Agenda Topics inhaltlich und gestalterisch aufgeladen werden. Hierfür stehen eine definierte Farbpalette sowie Materialien, die den jeweiligen Brand Agenda Topics zugeordnet sind, zur Verfügung.
Die Brand Agenda Topics werden kommunikativ mit einem Narrativ transportiert. Die Auswahl der Materialien, Möbel, Leuchten und Bildstil der Grafiken ist vorgegeben. Beispiel oben: Das Brand Agenda Topic "Design" mit spezifischer Kommunikation, Material, Leuchten und Möbeln.

Erweiterte Farbpalette

Übersicht aller Materialien

Detaillierte Beschreibungen stehen als Download am Ende des Kapitels zur Verfügung.
Assets - Materialien
Detaillierte Information zu den Audi Materialien.
PDF
1.6 MB
 

Wird auf "Design" fokussiert, liegt der Gestaltungsschwerpunkt auf echten Materialien. Ein haptisches Erlebnis entsteht durch die Struktur der jeweiligen Materialien.

 
 

Materialien, Leuchten und Möbel passen sich dem hohen Designanspruch an.

 

Bei "Nachhaltigkeit" werden Materialien verwendet, die möglichst ressourcenschonend und CO2-neutral hergestellt wurden (z. B. recyceltes Material).

 

 

Wir entwerfen helle, freundliche und einladende Räume, mit einem starken Fokus auf den kommunikativen Inhalten.

 

Bei der Auswahl von Stoffen, Leuchten und Möbeln ist darauf zu achten, dass sie aus nachhaltigen Materialien hergestellt wurden.

 

Bei "Digitalisierung" entstehen klare, reduzierte und gedeckte Räume, in denen digitale Exponate als Highlight eingesetzt werden können, z.B. großflächig angebrachte LEDs, smarte Materialien oder interaktive Exponate.

 

Bei interaktiven Exponaten steht die haptische und skulpturale Umsetzung im Vordergrund. Ein intuitiver Umgang und ein Erleben mit möglichst allen Sinnen ist anzustreben.

 

Materialien, Leuchten und Möbel haben eine reduzierte und technische Anmutung.

 

Bei "Performance" werden gedeckte Materialien verwendet, in denen Akzente durch rotes, strukturiertes Blech – gekantet oder gelocht – gesetzt werden.

 
 

Materialien, Leuchten und Möbel haben eine sportlich elegante Anmutung.

 

Fugenlos

Bei temporären Bauten wird das Material in der Fläche möglichst fugenlos verlegt.

 

Stoßfuge

Bei einem Materialwechsel ist eine Edelstahllisene von 3 mm als Trennung einzusetzen, z. B. am Boden bei einem Wechsel von Betonfliese zu Parkett.

Dos und Don´ts

Ausführung von Flächenstößen. Es gibt nur Kreuzfugen oder bei Einbauten horizontale Fugen, die immer durchlaufen und nie gestoppt werden.
Es werden möglichst keine versetzten Fugen eingesetzt.
Bei gebauten Ecken ist darauf zu achten, die Materialien um die Ecke laufen zu lassen. Es entstehen monolithische und großflächige Körper. Bei Gehrungskanten wird eine überstehende Metalllisene eingesetzt, um eine klare Kante zu erhalten.
Stumpfe Stöße mit sichtbaren Kanten sollen vermieden werden. Einfache Gehrungskanten sind sehr empfindlich und verlaufen meist nicht geradlinig. Es ist, wie links beschrieben, eine Metalllisene einzusetzen.

Zonierung und Blickachsen


»Klar, präzise und verständlich: Zonierungen und Blickachsen bilden die Grundlage für die intuitive Lesbarkeit eines Raumes und sind ein wesentliches Gestaltungselement.«

Die Möglichkeit von Zonierungen wird bewusst eingesetzt, um einerseits übersichtliche und aufgeräumte Raumsituationen zu schaffen und andererseits spannende Blicke in die Inszenierung der einzelnen Brand Agenda Topics zu ermöglichen. Symmetrien werden dabei stets vermieden.

 

Bei der Standortwahl ist es wichtig, eine möglichst kompakte, rechtwinklige Fläche zu generieren, die nicht durch Infrastruktureinbauten oder Stützen beeinträchtigt ist. Mögliche Flächen mit eingeschränkter Bauhöhe sollten gemieden werden.
Ziel ist es, ein großzügiges Raumgefühl zu generieren.

 

Unser Standort befindet sich möglichst dort, wo der größte Besucherstrom zu erwarten ist. Eine Analyse der wichtigsten Hauptachsen gibt Aufschluss über eine prominente und optimale Lage. Bei der Standortwahl muss zudem entschieden werden, ob die Nähe zu anderen strategisch relevanten Ausstellern von Vorteil ist oder nicht.
Bevorzugt sollte die Ausstellungsfläche mindestens drei sichtbare Seiten aufweisen.

 

Das Markenzeichen wird so platziert, dass es schon aus der Ferne erkennbar ist. Hierzu sollte es möglichst hoch im sichtbaren Bereich platziert und nicht von anderen Bauten verdeckt werden.

Details siehe Kapitel Marke im Raum > Communication > Einsatz Markenzeichen.

 

Bei der Fahrzeugausstellung ist auf eine klare Positionierung und Zonierung zu achten. Die Fahrzeuge stehen geordnet, ohne den Eindruck eines Parkplatzes zu vermitteln.
Je nach Größe, können mehrere Brand Agenda Topics inszeniert werden. Diese beinhalten einzelne Fahrzeugsegmente, Themengruppen oder Highlights. Die Fahrzeugfronten sind auf die Hauptanlaufrichtung der Besucher auszurichten.

 

Bei allen Veranstaltungen ist es wichtig, für spannende Blickwinkel zu sorgen, die den Besucher möglichst über die gesamte Ausstellung führen und zum Verweilen einladen. Das gelingt mit Hilfe von Blickachsen, die nicht sofort alles preisgeben und so den Betrachter dazu anleiten, tiefer in die Ausstellung einzutauchen.

 

In die Sichtachsen platzierte Kommunikationsflächen helfen dabei, den Stand zu zonieren und Inhalte zu vermitteln. Sie ziehen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich und geben dadurch den Blick über die gesamte Ausstellungsfläche erst nach und nach frei.

Der Empfang bietet unserem Gast Orientierung und ein herzliches Willkommen.

Unabhängig von der gewählten Gestaltung, ist der Empfang stets die erste, zentrale Anlaufstelle für unsere Gäste. Hier wird er persönlich willkommen geheißen, akkreditiert und mit relevanten Informationen versorgt. 

Das Audi Markenzeichen bringt zusätzliche Orientierung und ist so anzubringen, dass es für den Besucher aus verschiedenen Hauptanlaufrichtung klar erkennbar ist. Marke im Raum > Kommunikation.

Als Ergänzung zu den vier Ringen kann eine event- oder standortspezifische Botschaft, der Name der Veranstaltung, oder ein "Willkommen" in der jeweiligen Landessprache den Ringen zugeordnet werden. Es gelten die allgemeinen Richtlinien. Basics > Ringe, Typografie.

Medienflächen können weitere, zur Veranstaltung oder Standort passende Inhalte kommunizieren und unterstützen die Willkommensgeste.

 

 

Empfangssituation mit Counter und Medienfläche

Als klassische Empfangssituation kann ein Counter dienen, um unsere Gäste willkommen zu heißen. Das Markenlogo auf der Rückwand wird durch den Namen der Veranstaltung ergänzt. Grafiken und LEDs mit Bewegtbild verkürzen die Wartezeit und beleben den Bereich.

 

Grafiken als Willkommensgeste

Bei Einsatz von großen Grafiken können sowohl Markenlogo als auch ergänzende Botschaft in ein Bildmotiv integriert werden. Es gelten die vorgegebenen Richtlinien. Marke im Raum > Kommunikation sowie allgemeinen Richtlinien. Basics > Ringe, Typografie.

 

Alternativer Empfang durch Hochtisch

Um eine ungezwungene und trotzdem klare Empfangssituation zu schaffen, kann auch ein Hochtisch mit Bestuhlung anstelle eines klassischen Counters verwendet werden. Ein Auflegeteppich definiert unterstützend die Verortung des Empfangsbereiches. Das Markenzeichen, ein "Willkommen" oder auch der Veranstaltungsname, sorgen für Orientierung und definieren den Empfang klar als zentrale Anlaufstelle.

Dos und Don´ts

Bei der Zonierung des Raumes wird zunächst immer das Fahrzeug eingeplant. Wenn es mit mindestens zwei Metern Abstand zur nächsten Wand positioniert ist, werden die Brand Agenda Topics und Inhalte platziert. Dabei ist auf eine reduzierte und klare Inszenierung zu achten, die den Raum um das Fahrzeug inhaltlich nicht überfrachten.
Um eine großzügige Inszenierung gewährleisten zu können, ist bei der Positionierung von Fahrzeugen ein ausreichend großer Abstand zu Objekten, Wänden und anderen Fahrzeugen einzuhalten. Die ungehinderte Zugänglichkeit ins Fahrzeuginnere muss stets gegeben sein. Zu viele Fahrzeuge auf einer zu kleinen Fläche sind zu vermeiden. Jedes Fahrzeug muss genügend Raum bekommen, um auf den Betrachter wirken zu können.
Ein Fahrzeug soll in jedem Blickwinkel des Raumes präsent sein und Dominanz ausstrahlen. Es wird der Eindruck vermittelt, dass der Raum nur für das Fahrzeug geschaffen wurde. Außerhalb des notwendigen Schutzraums, können bei Bedarf Exponate präsentiert oder ein kleines Cateringangebot geschaffen werden.
Im Sinne einer großzügigen Inszenierung, ist eine Situation zu vermeiden, in der ein Fahrzeug abgestellt oder an den Rand gedrängt wirkt. Der Raum soll zudem nicht mit anderen Themen überladen werden, so dass das Fahrzeug wie Beiwerk wirkt. Der Schutzraum des Fahrzeugs ist in jedem Fall einzuhalten. Bei mehreren Fahrzeugen sollte sich der Schutzraum nicht überschneiden.

Raum im Bestand

»Eindeutig, präzise, reduziert und damit unmissverständlich Audi – nach diesen Prinzipien suchen und gestalten wir die Markenräume, in denen wir unsere Produkte präsentieren.«

Die Wahl des Standorts bezieht sich immer auf die Lebenswelt unserer Zielgruppe. Von der Stadt, der Umgebung und der Infrastruktur, bis zur Formensprache der Architektur – all diese Parameter werden im Entscheidungsprozess berücksichtigt.

 

Bei der Auswahl von Freiflächen soll darauf geachtet werden, dass sie großzügig, übersichtlich und unverbaut sind. Sie strahlen eine markenadäquate Wertigkeit und Klarheit aus. Die Tonalität soll zu den Werten von Audi passen und nicht zu bunt sein.

 

Die unmittelbar angrenzende Architektur soll in ihrer Formensprache klar und reduziert sein. Eine ruhige, geradlinige Linienführung wird bevorzugt.

 

Sneaker

Die Auswahl der Räumlichkeiten orientiert sich an der Zielgruppe der Veranstaltung. Für Einsteiger ins Premiumsegment wird eine angesagte, urbane und moderne Umgebung gewählt.

 

Black Tie

Die Zielgruppe des Segments der oberen Mittelklasse und der Oberklasse wird über eine luxuriöse und exklusive Umgebung angesprochen. Hier zählen die Lage und der Geist des Ortes. Außenraumgestaltung und die Architektur fügen sich zusammen und schaffen ein progressives Gesamtbild.

 

Wenn möglich, wird die Umgebung in die Veranstaltung integriert. Der Fokus bei der Auswahl der Umgebung liegt auf einer klaren Architektur, die stellvertretend für die Marke Audi steht und der Veranstaltung als bewusste Kulisse dient. Auf eine ausreichende Deckenhöhe des umgebenden Raumes und möglichst säulenfreie Flächen ist zu achten.

 

Dem Begriff der Nachhaltigkeit wird bereits bei der Auswahl der Umgebung Ausdruck verliehen. Es dominieren nachhaltige Materialien und Werkstoffe, unterstrichen durch Elemente der erneuerbaren Energien. Der moderne, smarte Charakter des Gebäudes soll spürbar sein.

 

Mobile Elemente, die nicht genutzt werden, sind aus dem Veranstaltungsort zu entfernen. Dies schafft eine ruhige Umgebung und ist Grundlage für eine klare Präsentationsfläche.

 

Fest verbaute Elemente, die die Klarheit des Raumes stören, werden durch großflächige Wandscheiben ausgeblendet. Infrastrukturen, die benötigt werden, aber nicht sichtbar sein sollen, können hinter den Wandscheiben verortet werden. Der Fokus liegt auf Produkt und Inhalt.

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