Am dritten Rennwochenende der DTM gelang Audi am Samstag das bisher beste Saisonergebnis. Der Sonntag wurde durch Unfälle überschattet.
DTM Budapest, Rennen 1
00:0000:00
DTM Budapest, Rennen 2
00:0000:00
Podium am Samstag

Fünf Audi RS 5 DTM unter den besten zehn und insgesamt 41 Punkte: Audi ist im Samstagsrennen beim Ungarn-Gastspiel der DTM in Budapest das bisher beste Saisonergebnis gelungen. Der Schweizer Nico Müller (Audi Sport Team Abt Sportsline) holte mit Platz drei sein erstes Podium der Saison.

Nach dem schwierigen Saisonstart zeigte sich Audi auf dem Hungaroring von Anfang an in stärkerer Form. Im ersten Freien Training am Freitag fuhr Jamie Green (Audi Sport Team Rosberg) Bestzeit, im Regen am Samstagmorgen hatte DTM-Neuling Robin Frijns die Nase vorn. Im anschließenden Qualifying musste sich Nico Müller im Castrol EDGE Audi RS 5 DTM nur Paul Di Resta im Mercedes-Benz um 135 Tausendstelsekunden geschlagen geben. René Rast (Audi Sport Team Rosberg) meldete sich beim Comeback nach seinem schweren Unfall auf dem Lausitzring mit Startplatz vier zurück.

Im Rennen waren die Audi Piloten mit extrem unterschiedlichen Strategien unterwegs. So stoppte Jamie Green schon nach einer Runde, Mike Rockenfeller erst kurz vor Rennende. Nico Müller verteidigte in der Anfangsphase Platz zwei, fiel nach seinem Boxenstopp in Runde zehn jedoch hinter Lucas Auer im Mercedes-Benz zurück. Anschließend fuhr er den dritten Platz souverän nach Hause, obwohl er in der Schlussphase durch René Rast unter Druck geriet. Dieser hatte später gestoppt und konnte mit den frischeren Reifen angreifen.

„Das war ein guter Tag“, sagte Nico Müller. „Startreihe eins, das erste Podium in diesem Jahr und viele gute Punkte: Für mich hat die Saison endlich begonnen! Ich freue mich für mein Team und meine Jungs. Wir haben an diesem Wochenende einen guten Schritt vorwärts gemacht. Ohne die Zwischenfälle im Sonntagsrennen wäre ich sicherlich noch einmal in die Punkte gefahren.“

Chaos am Sonntag

Im turbulenten Sonntagsrennen auf dem Hungaroring stellte ein Regenschauer das Renngeschehen komplett auf den Kopf. Am Ende lagen jene Fahrer vorn, die in eher aussichtslosen Positionen ihre Pflichtboxenstopps gleich zu Beginn des Rennens absolviert hatten.

Einer der Gewinner der DTM-Lotterie von Budapest war Mike Rockenfeller vom Audi Sport Team Phoenix. Von Startplatz 16 ins Rennen gegangen, wechselte „Rocky“ gleich in der ersten Runde die Reifen. Nach sieben Runden sorgte ein starker Regenschauer für drei schwere Unfälle in der Boxengasse und eine längere Rennunterbrechung, die all jene Fahrer benachteiligte, die noch nicht gestoppt hatten oder zum Zeitpunkt des Abbruchs gerade an der Box waren. Außer Rockenfeller traf das auf alle anderen fünf Audi Piloten zu.

„Das war ein verrücktes Rennen“, sagte der DTM-Champion von 2013, der nach dem Restart Vierter wurde. „Dass ich es fast aufs Podium geschafft hätte, ist heute völlig nebensächlich. Die Bilder von den Unfällen in der Boxengasse sahen schlimm aus. Dass jemand verletzt wird, ist das Letzte, was wir wollen. Ich hoffe, den Betroffenen geht es nicht so schlecht, wie es im ersten Moment aussah. Ich drücke ihnen die Daumen!“

„Fortschritte gemacht“

„Am wichtigsten ist, dass die Unfälle in der Boxengasse zum Glück offenbar nicht ganz so schlimm ausgegangen sind, wie man es zunächst befürchten musste“, sagte Audi Motorsportchef Dieter Gass. „Die Situation war für alle Fahrer schwierig, denn sie wussten nicht, welche Bedingungen sie in der Boxengasse erwarteten. Durch die Rote Flagge war das Rennen für alle gelaufen, die zuvor noch nicht an der Box waren. Am Ende ist noch ein vierter Platz für Mike Rockenfeller herausgesprungen. Das ist nicht schlecht, aber nach dem gestrigen Tag hatten wir uns mehr versprochen. Wir haben an diesem Wochenende wieder einmal gesehen, wie unberechenbar die DTM ist. Das Podium von Nico am Samstag und insgesamt fünf Autos in den Punkten waren eine gute Leistung. Auch im Rennen am Sonntag waren wir schnell, aber die Rote Flagge kam für uns leider genau zum falschen Zeitpunkt. Wir haben in Budapest Fortschritte gemacht und ich hoffe, dass unsere Formkurve auch bei den nächsten Rennen weiter nach oben zeigt.“

Das Rennen in Zahlen

Hungaroring

Im Rückspiegel:
DTM Budapest