Zwei Pole-Positions, zwei Siege und die maximale Punktzahl für Audi Pilot René Rast auf dem Nürburgring.
56 Punkte in zwei Tagen

Audi Pilot René Rast ist auf dem Nürburgring das perfekte DTM-Wochenende gelungen: Der Titelverteidiger sicherte sich an beiden Tagen die Pole-Position und den Sieg. Damit holte er mit seinem Audi RS 5 DTM die maximal mögliche Punktzahl und verbesserte sich auf Rang drei der Gesamtwertung. 56 Punkte an zwei Tagen – das hat es in der DTM seit Einführung des aktuellen Rennformats noch nie gegeben! Schnellster im Freien Training, Pole-Position, ein fehlerfreies Rennen und auch noch die schnellste Rennrunde: Dem 31-jährigen Deutschen gelang schon am Samstag ein perfekter Tag. Trotzdem musste der Audi Pilot hart für den insgesamt fünften Sieg seiner DTM-Karriere arbeiten. Nachdem er im ersten Renndrittel einen souveränen Vorsprung herausgefahren hatte, schrumpfte dieser nach dem Reifenwechsel bedrohlich. Von zeitweise fast sechs Sekunden Vorsprung auf Bruno Spengler im BMW blieben am Ende nur noch 0,862 Sekunden übrig.

 

„Das war ein extrem hartes Rennen, vor allem in den letzten zehn Minuten“, sagte Rast. „Bruno kam immer näher und ich konnte einfach nicht mehr schneller fahren. Ich war sehr froh, als ich die Zielflagge gesehen habe. Das Ergebnis ist natürlich super für die Meisterschaft. Ich hoffe, es geht so weiter.“

"Ein perfektes Wochenende"

Und es ging so weiter. Mit sechs Tausendstelsekunden Vorsprung schnappte Rast Tabellenführer Gary Paffett im Mercedes-Benz am Sonntag die Pole-Position weg und holte sich so die ersten drei Punkte des Tages. 25 weitere folgten nach einem souverän herausgefahrenen DTM-Sieg Nummer sechs. Von der Pole-Position aus gelang Rast erneut ein perfekter Start. In den ersten Runden hielt er Gary Paffett geschickt hinter sich, ehe er sich etwas absetzen konnte und anschließend von Rangeleien im Verfolgerfeld profitierte. Nachdem alle Boxenstopps absolviert waren, hatte der Deutsche aus dem Audi Sport Team Rosberg einen Vorsprung von über acht Sekunden, den er bis ins Ziel verwaltete. 2,739 Sekunden vor dem Tabellenzweiten Paul di Resta im Mercedes-Benz sah Rast die Zielflagge. Den Siegerpokal erhielt er anschließend von FIA-Präsident Jean Todt.

„Ein perfektes Wochenende!“, jubelte René Rast. „Obwohl ich schon lange Rennen fahre, habe ich so etwas noch nie in meiner Karriere erlebt. Zweimal Pole, zwei Siege – und das in einer so hart umkämpften Meisterschaft wie der DTM. Vielen Dank an das Team, an Audi und jeden, der in den letzten Wochen nicht aufgegeben hat. Wir waren in der Meisterschaft fast Letzte und sind innerhalb von wenigen Wochen auf Platz drei vorgekommen, uns trennen nur noch 57 Punkte vom Führenden. Wir sind jetzt motivierter denn je und hoffen auf weitere schöne Erfolge.“

Dieter Gass: „Fantastisch für Audi“

„Es war ein unglaubliches Wochenende, vor allem für René (Rast)“, sagte Audi Motorsportchef Dieter Gass. „Zwei Siege und zwei Pole-Positions – ich weiß nicht, wie er das macht. Natürlich ist es fantastisch für René, aber auch fantastisch für Audi. Nach dem schwierigen Saisonstart durften wir das nicht unbedingt erwarten. Wir haben nie aufgegeben und das Auto im Rahmen der begrenzten Möglichkeiten, die das Reglement bietet, Stück für Stück verbessert. Durch die neuen Regeln in Bezug auf den Mindest-Reifenluftdruck ist die Herausforderung für alle noch größer geworden, auch für uns. Wir müssen jetzt daran arbeiten, dass die anderen Fahrer auf das Niveau von René kommen. Er hat an diesem Wochenende zweimal davon profitiert, dass er seine Qualifying-Runden auf den Punkt bringt wie kein anderer.“

„Rocky“ punktet im 150. DTM-Rennen

Mike Rockenfeller kämpfte sich in seinem 150. DTM-Rennen am Samstag vom elften Startplatz mit einem späten Boxenstopp noch auf Platz sechs nach vorn. Am Sonntag lag er in der Anfangsphase sogar auf Rang drei, doch am Ende blieb nur Platz zwölf. „Ein sehr durchwachsenes Heimspiel mit meinem 150. DTM-Rennen!“, sagte der DTM-Champion von 2013. „Am Samstag lag ich nach der ersten Runde auf Platz 14 und wurde Sechster. Es war ein schönes Rennen und ich war schnell. Am Sonntag war ich schon Dritter und freute mich, ums Podium zu kämpfen. Dann habe ich mich verbremst, als Folge hatte ich einen Bremsplatten und keine Performance mehr. Später gab es auch noch einen Kontakt mit folgendem Dreher. Schade, es war viel mehr drin.“  

Das Rennen in Zahlen

Nürburgring

Im Rückspiegel:
DTM Nürburgring