Nachdem die Marke mit den Vier Ringen 2017/2018 auf Anhieb die Teammeisterschaft der Formel E gewonnen hat, kämpfen ihre Fahrer Daniel Abt und Lucas di Grassi jetzt im neuen Audi e-tron FE05 um weitere Titel.

Audi
e-tron FE05

Der Audi e-tron FE05 ist eine Evolution des Meisterautos von 2017/2018. Er kommt wie alle Fahrzeuge der neuen Formel-E-Generation ohne Heckflügel aus. Für den aerodynamischen Abtrieb sorgt stattdessen ein großer Diffusor am Heck. Ebenfalls optisch neu: Die Räder des Audi e-tron FE05 sind im Gegensatz zum Vorgänger Audi e-tron FE04 vorn und hinten mit Kotflügeln verkleidet.

Ins Auge fällt das neuerdings – analog zur Formel 1 – auch in der Formel E für alle Fahrzeuge vorgeschriebene Halo-System über dem Cockpit. Es schützt den Fahrer zusätzlich neben dem Monocoque aus Kohlefaser und den CFK-Crash-Strukturen an Front, Heck und Flanken. Der neue Audi e-tron FE05 wurde kürzlich in Spanien weiter getestet und trug dabei zum ersten Mal seine neue, zum Renneinsatz 2018/2019 vorgesehene Beklebung.

Daniel Abt: „Im Vergleich zum Vorgänger hat das neue Modell ein deutlich aggressiveres Design.“

Lucas di Grassi: „Unser Auto wird im Fernsehen richtig schnell aussehen. Jetzt liegt es an uns, dass es auch wirklich schnell ist.“

Fortschritt
durch
Motorsport

Herzstück des Audi e-tron FE05 ist der Antriebsstrang. Er besteht aus Motor, Inverter, Getriebe, Teilen des Hinterachsenfahrwerks sowie der entsprechenden Software. Während der Rest des Autos weiterhin für alle Teams gleich ist, stellen die verschiedenen Hersteller beim Antrieb ihre technische Kompetenz unter Beweis.

Die Motor-Generator-Unit namens Audi Schaeffler MGU03 haben Audi und Technologiepartner Schaeffler gemeinsam entwickelt. Der Fokus der Ingenieure von Audi und Schaeffler lag vor allem darauf, das Paket noch effizienter zu gestalten und den Wirkungsgrad weiter zu erhöhen. 95 Prozent aller Teile des Antriebsstrangs sind neu. Dabei gelang es, zehn Prozent Gewicht einzusparen.

Die bislang größte Neuerung in der Formel E: Erstmals seit Gründung der Serie im Jahr 2014 kommt in der neuen Saison 2018/2019 nur noch ein Rennauto pro Fahrer zum Einsatz. Der obligatorische Autowechsel während des Rennens entfällt, da die Batteriekapazität inzwischen für die gesamte Renndistanz von 45 Minuten ausreicht. Ein Beweis dafür, wie Motorsport – und vor allem die Formel E – Innovationen und Technologien vorantreibt.

Den Strom beziehen alle Formel-E-Teams aus einer identischen, 374 Kilogramm schweren Batterie von McLaren. Die Lithium-Ionen-Batterie befindet sich zwischen Fahrersitz und Antriebsstrang, hat eine Kapazität von 52 kWh und ist innerhalb von 45 Minuten aufgeladen. Eine völlig neue Entwicklung für die fünfte Saison ist das Brake-by-Wire-System. Bremsbetätigung und Übertragung zur Hinterachse sind dabei voneinander entkoppelt und elektronisch geregelt. Die Bremskraftverteilung ist somit immer optimal eingestellt und die Rekuperation noch effizienter.

In der fünften Saison der Formel E darf der Motor im Qualifying maximal 250 kW (340 PS) leisten. In den Rennen ist die Leistung auf 200 kW (272 PS) begrenzt. Neu sind die sogenannten Aktivierungszonen: Passiert der Fahrer diese Zone auf der Strecke, erhöht sich die Leistung seines Autos kurzzeitig auf 225 kW (306 PS). Die Formel-E-Fans können ihren Lieblingsfahrer auch in dieser Saison wieder per Online-Voting unterstützen: Mit dem „FanBoost“ steigt die Leistung kurzfristig bis auf 250 kW (340 PS).

Meister am Steuer

Keine Fahrerpaarung der Formel E bildet so lange schon ein Team wie Daniel Abt und Lucas di Grassi. In allen der bisher 45 Rennen der rein elektrischen Serie waren der Deutsche aus Kempten und der Brasilianer aus São Paulo Mannschaftskameraden. Seit der Premiere der Formel E im Jahr 2014 hat das Duo von Audi Sport ABT Schaeffler insgesamt zehn Siege eingefahren. 2016/2017 wurde di Grassi Fahrer-Champion und holte 2017/2018 gemeinsam mit Abt den Teamtitel.

Traditionell fährt die Formel E im Zentrum von Weltmetropolen auf überwiegend temporären Stadtkursen. Für 2018/2019 sind 13 Rennen an zwölf Orten geplant. Erstmals im Kalender mit dabei sind Ad Diriyah in Saudi-Arabien, wo die fünfte Saison beginnen wird, und Sanya in China.


R1     15. Dezember 2018     Ad Diriyah (Saudi-Arabien)

R2     12. Januar 2019     Marrakesch (Marokko)

R3     26. Januar 2019     Ort noch offen

R4     16. Februar 2019     Mexiko-Stadt (Mexiko)

R5     10. März 2019     Hongkong (China)

R6     23. März 2019     Sanya (China)

R7     13. April 2019     Rom (Italien)

R8     27. April 2019     Paris (Frankreich)

R9     11. Mai 2019     Monte Carlo (Monaco)

R10     25. Mai 2019     Berlin (Deutschland)

R11     09. Juni 2019     Ort noch offen

R12     13. Juli 2019     New York City (USA)

R13     14. Juli 2019     New York City (USA)