Die erste Ära der Formel E ist Geschichte. Das Team Audi Sport ABT Schaeffler hat in der weltweit ersten rein elektrischen Formel-Rennserie Motorsport-Geschichte geschrieben: Fahrertitel für Audi Werkspilot Lucas di Grassi in der Saison 2016/2017, Gewinn der Team-Meisterschaft für Audi Sport ABT Schaeffler 2017/2018. Das sind nur zwei Highlights dieses erfolgreichen Pionier-Projekts der E-Mobilität.
Highlights Saison 4

Testlabor für
E-Mobilität

Audi ist der erste deutsche Automobilhersteller, der sich in der Formel E engagiert. Zunächst als Partner von ABT Sportsline und Schaeffler, mittlerweile als komplettes Werksteam mit dem ersten eigenen vollelektrischen Rennauto. So macht die Marke mit den Vier Ringen ihren konsequenten Wandel von einem klassischen Automobilhersteller zu einem zukunftsorientierten Mobilitätsanbieter auch im Motorsport deutlich. Audi folgt damit seiner fast 40 Jahre langen und erfolgreichen Tradition, im Testlabor Motorsport für die Serienproduktion zu lernen.

Seit der Saison 2015/2016 durften Teams und Hersteller den Antriebsstrang ihrer Formel-E-Rennwagen der ersten Generation in Eigenregie konstruieren. Gemeinsam mit seinem Technologie-Partner Schaeffler entwickelte Audi für die Formel-E-Saison 2017/2018 den Audi e-tron FE04 mit einer komplett neuen Antriebseinheit. Die besteht aus Motor/Generator, Getriebe, Teilen des Fahrwerks und dazugehöriger Software. 

Herzstück dieses rein elektrischen Fahrzeugs mit Heckantrieb: die Motor-Getriebe-Einheit. Sie immer effizienter zu gestalten und ihren Wirkungsgrad stetig zu erhöhen, das war die Hauptaufgabe für Audi und Schaeffler. Die wichtigsten Leistungsdaten des Audi e-tron FE04: 200 kW (272 PS) per Reglement erlaubte Maximalleistung, 225 km/h Höchstgeschwindigkeit, in ca. 3,5 Sekunden Beschleunigung von 0 auf 100 km/h.

Der Formel-E-Rennwagen Audi e-tron FE04 wurde mit vier Saisonsiegen und gewonnenem Team-Titel zum erfolgreichen Vorboten der 2018 beginnenden Produktoffensive von Audi im Bereich der Elektromobilität.

Siege, Erfolge und Rekorde des Teams Audi Sport ABT Schaeffler in der ersten Ära der Formel E

Elektrisierende Bilanz

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Sieger des allerersten Formel-E-Rennens wurde Audi Werkspilot Lucas di Grassi. Das war am 13. September 2014 in Peking. In der Debütsaison der ersten rein elektrischen Rennserie der Welt stellte Audi den Routinier aus Brasilien dem Team ABT Sportsline zur Verfügung. Zweiter Fahrer war das deutsche Nachwuchstalent Daniel Abt. Alle Formel-E-Rennställe mussten damals ein technisch vollständig einheitliches Auto einsetzen, den Spark Renault SRT 01E. 

1

Einen Fahrertitel hat Audi Sport ABT Schaeffler in der Formel E der ersten Generation gewonnen: 2016/2017 wurde Lucas di Grassi mit einer grandiosen Aufholjagd während der zweiten Saisonhälfte Champion. Und das, obwohl der Brasilianer in keinem der ausnahmslos inmitten von Weltstädten ausgetragenen Rennen die schnellste Runde gedreht hatte. Das glückliche Ende des permanenten Fortschritts: 2014/2015 war di Grassi Dritter, 2015/2016 Zweiter der Formel-E-Meisterschaft geworden. Und 2017/2018 war di Grassi am Saisonende erneut Zweiter. 

1

Einen Teamtitel konnte Audi bisher einfahren: 2017/2018, bei seinem ersten Werkseinsatz in der Formel E. Am Schluss dieser Saison, die wie bei der Formel E üblich im Winter begann und im Sommer endete, waren Lucas di Grassi und Teamkollege Daniel Abt kaum zu schlagen. Achtmal in Folge stand mindestens einer der beiden auf dem Podest der drei Bestplatzierten. In der Fahrerwertung belegten sie die Plätze zwei (di Grassi) und fünf (Abt). 

1

Das Triple schaffte Audi ein Mal: beim Berlin E-Prix 2018 mit Sieg, Pole-Position und schnellster Rennrunde von Daniel Abt.

2

Zwei Doppelsiege, so viele wie kein anderes Formel-E-Team, holten die Audi Werksfahrer 2017/2018: Abt gewann vor di Grassi in Berlin (Foto), in New York wurde di Grassi Erster und Abt Zweiter. 

3

Drei schnellste Rennrunden in Serie gelangen Audi Sport ABT Schaeffler 2017/2018 in Rom (Abt), Paris (di Grassi) und Berlin (Abt).

Formel-E-Champion 2017

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Vier Podestplätze auf derselben Strecke: Lucas di Grassi erzielte die in Berlin 2015/2016 (3.), 2016/2017 (2. und 3.) sowie 2017/2018 (2.).

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Fünf Pole-Positions verbuchte Audi in den ersten vier Formel-E-Jahren: drei von Lucas di Grassi (Buenos Aires, Berlin, Montreal 2016/2017), zwei von Daniel Abt (Long Beach 2014/2015/Foto, Berlin 2017/2018). 

6

Sechs schnellste Rennrunden in einer Saison absolvierte Audi Sport ABT Schaeffler 2017/2018 in: Peking, Mexico City, Paris (di Grassi) und Rom, Berlin, New York (Abt/Foto). 

7

Sieben Podestplätze in Folge – das ist Rekord – erzielte Lucas di Grassi 2017/2018. Und zwar in Punta del Este, Rom, Paris, Berlin, Zürich und New York (2x). 

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Zehn Siege insgesamt holte Audi in der ersten Ära der Formel E: 2014/2015 in Peking, 2015/2016 in Putrajaya, Long Beach, Paris, 2016/2017 in Mexico City, Montreal und 2017/2018 in Mexico City, Berlin, Zürich, New York.

11

Elf Podestplätze in der Saison 2017/2018 für das Team Audi Sport ABT Schaeffler bedeutet ebenfalls Rekord in der Formel E. 

13,884  

Der Vorsprung von 13,884 Sekunden auf den Zweitplatzierten, das ist ebenfalls eine Formel-E-Bestmarke für Audi Sport ABT Schaeffler. Erreicht hat sie Lucas di Grassi bei seinem Sieg in Putrajaya während der zweiten Formel-E-Saison 2015/2016. 

21

21 aller 45 Formel-E-Rennen haben Lucas di Grassi und Daniel Abt angeführt. Das sind 46,7 Prozent.

33

33 Podestplätze haben die beiden von September 2014 bis Juli 2018 in der Formel E zusammen erreicht. Unter die ersten drei kam Lucas di Grassi 27-mal (Rekord), Daniel Abt achtmal. 

45

45-mal, das bedeutet bei allen bisherigen Rennen der Formel E, waren Abt und di Grassi Teamkollegen. Das schaffte kein anderes Fahrerduo der Serie. 

47

47 Punkte beim Berlin E-Prix der Saison 2017/2018 bedeuteten für Audi maximale Ausbeute: 25 plus 18 Zähler gab es für Platz eins und Platz zwei, drei für die Pole-Position und einen weiteren für die schnellste gefahrene Rennrunde. 

390

390 der insgesamt 1.751 Runden der ersten vier Formel-E-Saisons lag ein Auto von Audi Sport ABT Schaeffler in Führung. Das entspricht 22,3 Prozent.

611

611 Punkte für Lucas di Grassi von 2014/2015 bis 2017/2018: Kein Fahrer hat in der Formel E insgesamt mehr Meisterschaftszähler gesammelt. 

3.288

3.288 von den mit zwei Autos insgesamt möglichen 3.502 Rennrunden haben Daniel Abt und Lucas di Grassi in den ersten vier Formel-E-Saisons absolviert. Das bedeutet eine Quote von 93,9 Prozent. Dabei legten sie gemeinsam 7.713 Rennkilometer zurück. Keine Fahrerpaarung war zuverlässiger. 

Zukunft voller Hochspannung

Technisch und sportlich wird die Formel E in den kommenden Jahren noch attraktiver. So setzt die Rennserie ab der Saison 2018/2019, mit der sie im Dezember in ihre zweite Ära startet, eine völlig neue Fahrzeuggeneration ein. Die wichtigsten Neuheiten dieser sogenannten Gen-2-Autos: Die Optik ist komplett überarbeitet. Die Sicherheit der Fahrer wird – besonders durch den auch in der Formel 1 verwendeten Cockpitschutz „Halo“ – weiter erhöht. Vor allem antriebstechnisch setzt dieser Formel-Rennwagen neue Maßstäbe. 

So steigt die verfügbare Energiemenge der Lithium-Ionen-Batterie von aktuell 28 auf 54 Kilowattstunden. Das reicht für eine komplette Renndauer von 45 Minuten plus eine Runde. Der bisher übliche Fahrzeugwechsel zur Rennmitte entfällt. Die maximale Leistung wächst von 200 auf 250 Kilowatt (340 PS). Mit BMW (2018/2019) sowie Porsche und Mercedes-Benz (2019/2020) kommen nach Audi, DS, Renault, Mahindra, Jaguar und NIO weitere namhafte Hersteller in die Formel E. Die Saison 2018/2019 und damit die Titelverteidigung von Audi Sport ABT Schaeffler sowie die zweite Ära der Formel E beginnt am 15. Dezember 2018 in Diriyya (Saudi-Arabien) und endet am 14. Juli 2019 in New York City (USA).