AUDI POSITIONIERT SICH ALS SPORTLICHSTER ANBIETER IM PREMIUM-SEGMENT UND HAT DAFÜR EINE PERFEKTE BASIS: DEN MOTORSPORT. SPORTLICHKEIT, FORTSCHRITTLICHE TECHNIK UND EMOTIONALES DESIGN SIND DIE GRUNDLAGEN FÜR DEN ERFOLG DER MARKE AUDI. DIE GENE DAFÜR STAMMEN AUS DEM RENNSPORT.

Der Anfang: quattro

Wenn man die Ära vor dem Zweiten Weltkrieg einschließlich der legendären Grand-Prix-Rennwagen der Auto Union in den 1930er-Jahren ausklammert, begann die Motorsport-Geschichte von Audi mit dem quattro. Um den motorsportlichen Einsatz entsprechend vorzubereiten, wurde 1978 die Audi Sportabteilung gegründet. Drei Jahre später feierte Audi ein sensationelles Debüt bei der Rallye Monte Carlo: Nach zehn Kilometern der ersten Wertungsprüfung überholte Hannu Mikkola auf schneebedeckter Strecke einen Lancia Stratos, der eine Minute vor ihm gestartet war. Im Herbst 1981 gewann bei der Rallye San Remo mit Michèle Mouton zum ersten Mal in der Geschichte eine Frau einen WM-Lauf. Überlegene Siege und zwei Fahrer- sowie Markentitel mit dem „Ur-quattro“ in der Rallye-WM zwischen 1982 und 1984 waren ein wichtiger Faktor für den Markterfolg des quattro-Antriebs.

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Goodbye Rallyesport, Hallo Rundstrecke

1986 gingen die ersten sechs quattro-Jahre zu Ende. Mouton, Mikkola, Stig Blomqvist und Walter Röhrl hatten 23 WM-Läufe gewonnen und vier Weltmeisterschaften nach Ingolstadt geholt. Diese Ära war ein Musterbeispiel für die Realisierung echten technischen Vorsprungs mithilfe des Motorsports: quattro als Sieg einer Idee. Nachdem Audi den Rallye-Sport auf den Kopf gestellt und den Pikes Peak (USA) mit dem Sport quattro dreimal in Folge in Rekordzeit gestürmt hatte, machte Audi den quattro-Antrieb auch auf der Rundstrecke salonfähig: zunächst mit dem Audi 200 quattro und dem Audi 90 quattro IMSA-GTO in den USA, 1990 und 1991 mit zwei Meistertiteln für den Audi V8 quattro in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) – und auch mit dem A4 bei den seriennahen Super-Tourenwagen. 1996 gewann der Audi A4 quattro Meistertitel in sieben Ländern. Zwischen 2012 und 2016 kehrte der Allradantrieb als e-tron quattro auf die Rennstrecke zurück.

Audi R8 erfolgreichster
Le-Mans-Sportwagen der Neuzeit

Nach der Verbannung des überlegenen quattro-Antriebs aus dem Tourenwagen-Sport wechselte Audi zu den Sportprototypen und untermauerte auch in dieser Motorsport-Kategorie 18 Jahre lang seinen Slogan „Vorsprung durch Technik“. Beim Debüt bei den 24 Stunden von Le Mans gelang 1999 mit Platz drei auf Anhieb der Sprung auf das Siegerpodest. In den folgenden Jahren war der Audi R8 beim härtesten Langstrecken-Rennen der Welt eine Klasse für sich. Von 2000 bis 2002 wurde ein historischer Hattrick bejubelt, auch dank der ab 2001 erstmals eingesetzten TFSI-Technologie. Die Kombination aus Turboaufladung und Direkteinspritzung war seinerzeit revolutionär und ist heute Standard in Serienmodellen von Audi. 2004 und 2005 holten Kundenteams in Le Mans zwei weitere Gesamtsiege für Audi. Seinen Platz in der Motorsport-Geschichte sicherte sich der R8 mit insgesamt 63 Siegen in 80 Sportwagen-Rennen.

Titelgewinne nach Rückkehr in die DTM

  

Nach dem Titel von Laurent Aiello 2002 mit dem privat eingesetzten Abt-Audi TT-R kehrte Audi 2004 werkseitig in die DTM zurück und holte mit Mattias Ekström auf Anhieb den Titel – auch 2007 triumphierte der Schwede. 2008 und 2009 setzte sich Markenkollege Timo Scheider die Krone auf.

  

Damit gelang Audi als bisher einzigem Automobilhersteller in der DTM-Geschichte ein Titelhattrick. Martin Tomczyk komplettierte die Erfolgsstory des Audi A4 DTM in der Saison 2011. Zwei Jahre später holte Mike Rockenfeller mit dem Audi RS 5 DTM den insgesamt neunten DTM-Titel für Audi. 

Pionierleistungen mit TDI-Technik



Eine Pionierleistung und gleichzeitig einen neuerlichen Beweis für „Vorsprung durch Technik“ demonstrierte Audi mit der TDI-Technologie: Der neu konzipierte Audi R10 TDI triumphierte 2006 als erster Rennsportwagen mit Dieselantrieb bei den 24 Stunden von Le Mans. Insgesamt setzte sich die TDI-Technologie achtmal beim härtesten Langstrecken-Rennen der Welt durch. Zudem gewann Audi mit dem Diesel-Rennwagen dreimal in Folge die American Le Mans Series und 2008 auch die europäische Le Mans Series. Mit dem R15 TDI feierte Audi 2010 einen Dreifachsieg im schnellsten Le-Mans-Rennen aller Zeiten und stellte damit einen neuen Distanzrekord auf. 2014 gelang der 13. Sieg bei nur 16 Teilnahmen. „Vorsprung durch Technik“ gilt auch bei der Energieeffizienz: In der TDI-Ära reduzierte Audi den Dieselverbrauch innerhalb eines Jahrzehnts um 46 Prozent.

Erster Hybridsieger in Le Mans

Mit dem ersten Sieg eines Hybrid-Rennwagens bei den 24 Stunden von Le Mans gelang Audi 2012 eine weitere Pionierleistung. Dreimal in Folge (2012 bis 2014) blieb der Audi R18 e-tron quattro in Le Mans ungeschlagen. Das Prinzip, bei dem die Vorderachse von einer E-Maschine angetrieben wird, ist mittlerweile auch in der Serie zu finden, zum Beispiel im Audi Q7 e-tron quattro. Viele weitere Innovationen, wie das Audi Laserlicht, ergänzen die technischen Weiterentwicklungen.

Ende einer Ära

Abschied mit einem Höhepunkt: Das Engagement von Audi im Sportprototypen-Rennsport endete mit Ablauf der Saison 2016, als die Marke ihre Motorsport-Strategie neu ausrichtete und sich werkseitig in der rein elektrischen Rennserie Formel E engagierte. In Bahrain beendete das Audi Sport Team Joest das höchst erfolgreiche, 18 Jahre dauernde Engagement bei den Sportprototypen mit einem Doppelsieg beim Saisonfinale der FIA WEC 2016, es war der 107. Rennsieg eines Sportprototypen für Audi.

Audi Sport customer racing 

Mit dem R8 LMS entwickelte Audi 2009 erstmals gezielt einen Rennwagen für den Einsatz im Kundensport. Der GT3-Sportwagen, der zu mehr als 50 Prozent aus Serienteilen besteht, überzeugte auf Anhieb. Bis Ende 2016 hat Audi mehr als 200 Rennwagen an Kunden ausgeliefert. Im März 2015 präsentierte Audi die zweite Generation des erfolgreichen GT3-Sportwagens, der nur zwei Monate später das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gewann. Im Jahr 2015 startete auch der Audi Sport TT Cup, bei dem sich Junioren drei Jahre lang in actiongeladenen Rennen beweisen konnten. Jan Kisiel, Joonas Lappalainen und Philip Ellis hießen die drei Champions der Jahre 2015 bis 2017.

 

Zwei Jahre, zwei neue Modelle: Im September 2016 markierte die Vorstellung des Audi RS 3 LMS den Einzug der Marke in die TCR-Klasse im Tourenwagen-Rennsport. Während der RS 3 LMS 2017 eine erfolgreiche erste Saison in den Händen von Kundenteams erlebte, wurde im April der Audi R8 LMS GT4 für die wachsende GT4-Kategorie vorgestellt. Damit wurde das Portfolio von Audi Sport customer racing mit GT3, GT4 und TCR für zukünftige Verkäufe und Einsätze auf der Rennstrecke abgerundet. Mitte des Jahres 2017 wurde das 100. Exemplar des Audi RS 3 LMS produziert, gefolgt vom 50. Audi R8 LMS GT4, der Anfang 2018 gebaut wurde.

Auch in Zukunft Vorsprung durch Technik

2017 präsentierte sich Audi Sport neu aufgestellt. Das Unternehmen beweist nicht nur in der DTM Vorsprung durch Technik, sondern auch in zwei Disziplinen, die erstmals zum Portfolio der Marke zählten. Seit der Saison 2016/17 engagierte sich Audi stärker in der Formel E, der weltweit ersten Rennserie für rein elektrisch angetriebene Rennwagen. „Elektromobilität ist eines der Schlüsselthemen unserer Branche“, sagt Peter Mertens, Mitglied des Vorstands der AUDI AG, Technische Entwicklung. „Wir wollen uns zum führenden Premiumanbieter auf diesem Gebiet entwickeln. 2025 soll jeder vierte Audi ein Elektroauto sein.“

Das Engagement von Audi wurde zur Saison 2017/18 zu einem werkseitigen Motorsport-Programm ausgeweitet, mit einer Teilnahme von Audi Sport ABT Schaeffler bei den zwölf Formel-E-Rennen mit dem Audi e-tron FE04, gefahren von Lucas di Grassi und Daniel Abt. Aber die Zukunft hat bereits begonnen: Der neue Audi e-tron FE05 wird in der fünften Formel-E-Saison ab Ende 2018 antreten.



Zudem unterstützt Audi seit 2017 das Rallycross-Team von Mattias Ekström. Der DTM-Champion von 2004 und 2007 hatte mit EKS im Jahr 2016 den Fahrer- und den Teamtitel in der Rallycross-Weltmeisterschaft bejubelt und die Erfolgsgeschichte von Audi damit weitergeschrieben. „Hannu Mikkola war 1983 der Erste, der mit quattro-Antrieb zum Titel gefahren ist, in der WEC war der Audi R18 e-tron quattro über viele Jahre erfolgreich und ich konnte nun mit meinem Audi S1 EKS RX quattro ein Kapitel beitragen“, sagt Ekström, der sich nach Ende seiner DTM-Karriere in der Saison 2018 auf die Rallycross-Saison konzentrieren wird. Die zweite Generation des Audi S1 EKS RX quattro wird 2018 von Ekström und Andreas Bakkerud gefahren.

Fortsetzung folgt ...