Seit 2014 kämpft Mattias Ekström mit seinem Team erfolgreich um Siege und Titel in der Rallycross-Weltmeisterschaft. Der Schwede baute seine Weltmeister-Mannschaft aus dem Nichts auf. Wie aus einer Idee ein Siegerteam wurde.

Mattias Ekström ist nicht nur Fahrer bei EKS Audi Sport, er ist auch Teamchef. Dabei war dem Schweden Rallycross lange „zu dreckig“. Bei einem Gaststart in der Rallycross-EM 2013 in Höljes änderte er seine Einstellung. Ekström wurde Zweiter und war begeistert von der einzigartigen Atmosphäre in den schwedischen Wäldern. Auf dem Heimweg führte er bereits die ersten Telefonate und schmiedete Pläne, wie er seine Idee mit Freunden und Partnern in die Tat umsetzen könnte. Janne Ljungberg, heute Technischer Direktor bei EKS Audi Sport, war das Zünglein an der Waage. „Hätte Janne damals nicht gesagt, dass wir das Projekt realisieren, hätte es das Team nie gegeben“, sagt Ekström, der Ljungberg aus der gemeinsamen Zeit in der DTM kennt.

Erfolgsgeschichte EKS

Die anschließende Geschichte liest sich fast wie ein Märchen. Nach weniger als einem Jahr Vorbereitung, in dem alles von null aufgebaut wurde, geht Ekström am 14. Juni 2014 mit dem Audi S1 EKS RX quattro zum ersten Mal bei einem WM-Lauf an den Start. Nur drei Wochen später steht er beim Heimspiel in Höljes tatsächlich ganz oben auf dem Siegerpodest. 857 Tage nach der Premiere krönt er sich auf dem Estering vorzeitig zum Weltmeister, und nur 38 Tage später wird in Argentinien auch die Teamweltmeisterschaft bejubelt. „Was mein Team und ich in dieser Zeit aufgebaut haben, können sich nur die wenigsten vorstellen“, sagt Ekström.

Willkommen
in der Familie

Das Team besteht mittlerweile aus rund 40 Mitarbeitern – darunter die beiden Fahrer Ekström und Neuzugang Andreas Bakkerud, aber auch Mechaniker, Renningenieure, ein eigenes Medienteam und Koch Jonas Landmark, der auch schon für den schwedischen König gekocht hat.

„Ich habe alle Teammitglieder persönlich ausgesucht“, sagt Teamchef Ekström. „Das ist mir sehr wichtig. Alle sind Experten auf ihrem Gebiet. Sie denken wie ich und wissen, wie man gemeinsam Erfolg hat: mit Leidenschaft, Einsatz und einer Menge guter Laune.“

Elektrifizierung im Blick

Dank des werkseitigen Einstiegs von Audi in der Saison 2017 wird EKS Audi Sport nun auch von Mitarbeitern der Audi Motorsportabteilung unterstützt. „Wir haben im vergangenen Jahr sehr positive Erfahrungen in der Rallycross-WM gesammelt und sind vom Wachstumspotenzial der Serie überzeugt“, sagt Audi Motorsportchef Dieter Gass. „Mittelfristig hoffen wir auf den Einsatz von Elektroautos in der Rennserie. Denn das Thema Elektrifizierung steht bei Audi auch im Motorsport im Fokus.“

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