Vortragsreihe Wissenschaft im Dialog

Die öffentliche Vortragsreihe “Wissenschaft im Dialog” an den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm macht Wissen für alle zugänglich und existiert bereits seit 2004. Renommierte Forscher stellen den aktuellen Kenntnisstand zu Themen aus Gesellschaft, Technik, Wirtschaft und Politik vor und laden die Teilnehmer zu einer anschließenden Diskussion ein.

Aktuelles Programm

Wir laden Sie herzlich zu unserem Jahresprogramm 2019 ein!

 

Die öffentlichen Vorträge beginnen um 17:00 Uhr und die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist über die untenstehenden Links möglich.

Veranstaltungsprogramm 2019

17 Seiten, DE

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1,5 MB

Datenschutzhinweis Vortragsreihe „Wissenschaft im Dialog“

6 Seiten, DE

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119,6 KB

Vorträge in Ingolstadt

The Art and Science of Mindfulness in Business: Productivity, Teamwork and Creativity

29. Januar 2019

Audi Konferenz Center Ingolstadt

Prof. Dr. Shashi Matta

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Chair of Innovation and Creativity, WFI Ingolstadt School of Management

Anmeldungen per E-Mail an wissenschaftskooperationen@audi.de.

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The Art and Science of Mindfulness in Business: Productivity, Teamwork and Creativity

A substantial body of scientific research on Mindfulness, over the last decade, has enriched our understanding of its effects on business and management. In this presentation of “Wissenschaft im Dialog”, I will highlight and discuss the most current research in the areas of business and psychology on Mindfulness and its effect on productivity, teamwork and creativity.

Mindfulness is conceptualized as self-regulation of attention with an attitude of curiosity, openness and acceptance. Put simply, it is a state of active, open attention on the present. Though the practice of Mindfulness has existed in certain cultures for thousands of years, its full range of benefits and potential are being systematically investigated only recently.

Individuals and organizations can draw immense inspiration from the growing body of research on Mindfulness published in the top scientific journals in the fields of business and psychology. You can apply these easy to understand principles in your life and work to enhance your productivity, teamwork and creativity.

Die Blockchain-Technologie: Grundlagen, Anwendungsbeispiele und Empfehlungen für den Einsatz

19. Februar 2019

Audi Konferenz Center Ingolstadt

Prof. Wolfgang Prinz, PhD

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Lehrstuhl für Informatik, Lehr- und Forschungsgebiet Kooperationssysteme

Anmeldungen per E-Mail an wissenschaftskooperationen@audi.de.

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Die Blockchain-Technologie: Grundlagen, Anwendungsbeispiele und Empfehlungen für den Einsatz

Die Blockchain-Technologie besitzt auch jenseits von Kryptowährungen oder als Plattform für das Fundraising in Form von Initial Coin Offerings (ICOs) ein großes Potenzial. Gerade in der Produktion, aber auch in der Verwaltung existieren interessante Anwendungen, die von einer Nutzung der Blockchain hinsichtlich der sicheren und zuverlässigen Verwaltung von Transaktionen, Assets oder Dokumenten in einem Netzwerk profitieren können.

Das Ziel des Vortrags ist, dass die Zuhörer die Grundprinzipien der Blockchain verstehen und darauf basierend deren Relevanz für die eigene Arbeit und das eigene Unternehmen bewerten können. In dem Vortrag werden daher zunächst die wichtigsten technischen Grundlagen der Blockchain-Technologie und deren Ausprägung in verschiedenen Blockchain- Plattformen erklärt. Daraus können dann die für verschiedene Anwendungsgebiete relevanten Eigenschaften der Technologie abgeleitet werden.

Einsatzmöglichkeiten werden an verschiedenen Anwendungsbeispielen illustriert und eine kurze Demo zeigt die Nutzung der Blockchain zur sicheren Verwaltung von Ausbildungszertifikaten. Den Abschluss bilden Empfehlungen für den Einsatz einer Blockchain sowie eine Methode zu Analyse der Blockchainrelevanz für einen Anwendungsfall.

 

Dürfen Maschinen töten? Das Dilemma-Problem beim automatisierten Fahren

19. März 2019

Audi Konferenz Center Ingolstadt

Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf


Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtstheorie, Informationsrecht und Rechtsinformatik


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Dürfen Maschinen töten? Das Dilemma-Problem beim automatisierten Fahren

„Wen soll das automatisierte Fahrzeug überfahren – das Kind oder die ältere Frau?“. Fragen wie diese tauchen in den Massenmedien immer wieder auf und sorgen für Diskussionsstoff. Sie beschreiben sogenannte Dilemma-Situationen, bei denen ein Unfall nicht zu verhindern ist und das automatisierte Fahrzeug eigenständig eine Entscheidung treffen muss: Steuert es nach links, wird ein Kind getötet. Steuert es nach rechts, stirbt eine ältere Frau.

Diese Dilemma-Situation ist zwar vorstellbar, in der Realität jedoch extrem selten. Sie steht dennoch symbolhaft für Fragen, die Menschen sich stellen, wenn mehr und mehr Entscheidungen an das Auto übergeben werden. Dabei ist das eigentliche Ziel des autonomen Fahrens, den Verkehr deutlich sicherer zu machen – werden 95 Prozent der Unfälle doch vom Menschen verursacht.

Zur Lösung der Dilemma-Debatte wurde im Sommer 2016 vom seinerzeitigen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt die „Ethikkommission für das automatisierte und vernetzte Fahren“ ins Leben gerufen. Professor Hilgendorf war Mitglied der Kommission und leitete die Arbeitsgruppe zum Dilemma-Problem.

In dem Vortrag soll die Dilemma-Debatte richtig eingeordnet werden, den Gründen für die Prominenz des Themas nachgespürt und der Lösungsvorschlag der Ethikkommission in verständlicher Form vorgestellt werden.

Turbulente Zeiten: Wird Politik unberechenbar?

09. April 2019

Audi Konferenz Center Ingolstadt

Prof. Dr. Klaus H. Goetz

Ludwig-Maximilians-Universität München
Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft


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Turbulente Zeiten: Wird Politik unberechenbar?

Beschleunigung, Schnelllebigkeit, Unsicherheit, Unvorhersehbarkeit, Zufälligkeit, Turbulenz scheinen das politische Leben der westlichen Demokratien zunehmend zu prägen. Bürger und Wähler reagieren emotional, unterliegen raschen Stimmungsumschwüngen und machen dadurch den Ausgang von Wahlen unkalkulierbar. Klassische intermediäre Institutionen zwischen Individuen und Staat verlieren an vermittelnder Kraft und Orientierungsfähigkeit. Das Verhalten politischer Eliten scheint teilweise irrational, erratisch oder auch absichtlich verwirrend.

Das Regelwerk zur Strukturierung der Beziehungen zwischen Staaten wird in Teilen außer Kraft gesetzt, internationale Abkommen und Organisationen sehen sich grundsätzlich in Frage gestellt. Prominente Politikwissenschaftler analysieren „Wie Demokratien sterben“ (Ziblatt und Levitsky, DVA, 2018); „Der Zerfall der Demokratie“ (Mounk, Droemer, 2018) scheint eine reale Bedrohung. Begriffe wie Desintegration, Zerfall, Zerrüttung prägen die politische Diskussion.

Vor diesem Hintergrund stellt der Vortrag drei Fragen: 1. Welche Anzeichen sprechen für zunehmende politische Turbulenz in westlichen Demokratien und in den internationalen Beziehungen? 2. Worin liegen hier Gründe? 3. Ist Turbulenz gleichbedeutend mit Niedergang?

Privatheit in einer digitalisierten Welt?

07. Mai 2019

Audi Konferenz Center Ingolstadt

Prof. Jens Grossklags, PhD

Technische Universität München
Lehrstuhl für Cyber Trust


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Privatheit in einer digitalisierten Welt?

Die Nutzung persönlicher Daten rückt zunehmend in den Kernbereich der Digitalisierung. Zahlreiche neue und alte Geschäftsmodelle, aber auch nichtkommerzielle Anwendungen, versprechen Vorteile von einer noch intensiveren Analyse unserer digitalen Daten. Zeitgleich drängen viele Interessenten auf eine noch tiefgreifendere Digitalisierung unseres Alltags. Wie kann ein Raum für Privatheit in solch einer Umgebung (weiterhin) überleben?

Privatheit oder das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen. Jeder Mensch möchte selbst entscheiden, welche Lebensbereiche er seiner Umwelt preisgibt. Gleichzeitig ist es jedoch kaum möglich, sich im digitalen Raum zu bewegen, ohne persönliche Daten zu hinterlassen. Das Konzept der Privatheit wirft daher in einer digitalisierten Welt viele Fragen und Erfordernisse auf.

Wie verhalten sich Menschen, um ihr Bedürfnis nach Privatheit im digitalen Raum zu schützen? Was ist der Wert von Privatheit – aus wirtschaftlicher Perspektive und auch aus Sicht der Menschenrechte? Welche bestehenden Regularien gibt es? Und mit Hilfe welcher Technologien lässt sich Privatheit effektiv schützen? Ziel des Vortrags ist es, Privatheit möglichst umfassend in die digitalisierte Welt einzuordnen.

Contracting 4.0: Wie sich Lieferantenbeziehungen durch die Digitalisierung verändern

16. Juli 2019

Audi Konferenz Center Ingolstadt

Prof. Dr. Michael Eßig

Universität der Bundeswehr München
Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Beschaffung und Supply Management


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Contracting 4.0: Wie sich Lieferantenbeziehungen durch die Digitalisierung verändern

Viele Güter werden heute nicht mehr gekauft, sondern genutzt – bspw. ist Musik heute kaum noch auf physischen Trägern (CD) erhältlich, sondern wird bei Nutzung abgerufen und bezahlt („Streaming“). Digitalisierung ermöglicht neue Formen der Wertschöpfung und ist nicht (nur) eine technologische Herausforderung, sondern führt zu völlig neuen Geschäftsmodellen.

Smartphones sind nicht nur physische Produkte, sondern erweitern ihre Nutzungsmöglichkeiten täglich durch die Einbindung neuer Anwendungen unabhängiger Entwickler („App-Ökosysteme“). Dies ist nur möglich, wenn Unternehmen in Netzwerken zusammenarbeiten – mithin spielt die Beschaffung als Steuerung externer Lieferanten eine wichtige Rolle in der digitalisierten Wertschöpfung. Schon heute tragen Lieferanten in fast allen Branchen weit mehr als 50%, teilweise zu über 80% zur Gesamtwertschöpfung bei.

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie sich die skizzierten Veränderungen in Kundenbeziehungen auf die Neugestaltung des Lieferantennetzwerkes auswirken und wie die Beschaffung ihren Beitrag zur Digitalisierung leisten kann – gemäß der alten Kaufmannsregel „im Einkauf steckt der Gewinn“.

Die digitale Transformation: Wer macht die eigentlich?

15. Oktober 2019

Audi Konferenz Center Ingolstadt

Prof. Dr. Sabine Pfeiffer

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Lehrstuhl für Soziologie, Schwerpunkt Technik – Arbeit – Gesellschaft


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Die digitale Transformation: Wer macht die eigentlich?

Die digitale Transformation ist in aller Munde. Seit einigen Jahren diskutieren die Öffentlichkeit, die Wissenschaft und die Medien dabei vor allem, welche Folgen die Digitalisierung in der Zukunft haben könnte. Im Mittelpunkt steht dabei immer wieder die Frage, welche und wie viele Jobs verloren gehen könnten. Die Zukunft wird dabei entweder in düsteren oder leuchtenden Farben gemalt.

Statt über das Morgen zu spekulieren, diskutiert der Vortrag die Herausforderungen von heute. Transformationen passieren nicht einfach, sie werden gemacht. Aber wer macht sie eigentlich? Wie die digitale Transformation in Unternehmen aktuell passiert, wer was macht (und wer nicht) – das stellt der Vortrag vor. Basis sind Fallstudien und eigene Erhebungen in produzierenden Unternehmen vor allem aus der Automobilindustrie.

Schatzkiste Diversity: Neue Herausforderungen und Chancen für Führungskräfte

10. Dezember 2019

Audi Konferenz Center Ingolstadt

Prof. Dr. Gudrun Sander

Universität St. Gallen Competence Centre for Diversity and Inclusion CCDI,
Forschungsstelle für Internationales Management


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Schatzkiste Diversity: Neue Herausforderungen und Chancen für Führungskräfte

Führung wird immer anspruchsvoller. Strukturen werden agiler, Teams werden heterogener und die Flexibilität sowie Komplexität im Führungsalltag nehmen zu. Diversity Management kommt als eine neue Führungsaufgabe dazu. Wie treffen Sie aufgrund der gestiegenen Anforderungen an gute Führung bessere Entscheidungen und holen das Beste aus Ihren Teams?

Stereotypen helfen uns im Alltag, rasch Entscheidungen zu treffen. Die Kehrseite ist aber auch, dass wir durch Stereotype und Schubladendenken („Unconscious Biases“) zahlreiche Möglichkeiten verpassen. Im Rekrutierungsprozess stellen wir z.B. Mitarbeitende nicht an, die durchaus in unser Team passen würden. Wir denken, wir entscheiden rational. Unbewusst werden wir aber beeinflusst von Faktoren wie Fotos, Namen, Geschlecht, Größe, Gewicht oder Stimme der Bewerbenden. Aber auch bei Leistungsund Potentialbeurteilungen sowie bei Beförderungen spielen Stereotype eine Rolle. Die Führung von heterogenen Teams ist anspruchsvoller als die Führung von homogenen Gruppen. So können z.B. starke Subgruppenbildungen innerhalb eines Teams und Konflikte die Leistung verringern.

Der Vortrag adressiert daher folgende Fragen: Wie können Sie als Führungskraft bessere Entscheidungen treffen und weniger auf Ihre alten Muster hereinfallen? Welche Kriterien, Verfahren und Praktiken helfen dabei? Wie stellen Sie Ihre Teams optimal zusammen? Welche typischen Muster zeigen sich bei Leistungs- und Potentialbeurteilungen? Wie rekrutieren und befördern Sie die „richtigen“ Personen? Wie halten Sie Ihre besten Talente?

Vorträge in Neckarsulm

Drive+: Die Vielfalt der mobilen Zukunft

28. Februar 2019

Audi Forum Neckarsulm

Prof. Dr. Stefanie Bremer

Universität Kassel
Integrierte Verkehrsplanung und Mobilitätsentwicklung


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Drive+: Die Vielfalt der mobilen Zukunft

Das Auto ist heute ein wichtiges Verkehrsmittel für viele Menschen. Gleichzeitig wird der Motorisierte Individualverkehr (MIV) für Stau, Unfälle, Lärmbelastungen und Flächenverbrauch verantwortlich gemacht. Noch ist es nicht hinreichend gelungen, den Individualverkehr in die Stadt zu integrieren. Dort, wo viele Menschen leben, kommt es im Regelfall zu Verkehrsproblemen. Der Prozess der Urbanisierung und Suburbanisierung führt dazu, dass in Zukunft noch mehr Menschen in Ballungsräumen leben werden.

Das Leben in der dichten Stadt muss daher besser geplant werden. Negative Wechselwirkungen zwischen Mobilität und Siedlungsraum müssen dauerhaft und effizient abgebaut werden. Das gelingt nur mit integrierten Konzepten: Verkehrsplaner, Fahrzeugbauer, Stadtplaner, Techniker und Soziologen müssen zusammenarbeiten. Durch die Digitalisierung entstehen in der Stadt- und Verkehrsplanung Möglichkeiten, Wohnungen, Mobilitätsangebote oder Verkehrsmittel passgenau auf die Bedürfnisse verschiedener Zielgruppen auszurichten und dabei wirtschaftlich umsetzen zu können. Die Stadt- und Verkehrsplanung entwickelt daher heute immer stärker raum- und zielgruppendifferenzierte Konzepte.

Der Vortrag bietet einen Einblick in den aktuellen Diskurs der Stadt- und Verkehrsplanung und macht deutlich, welche Mobilitätsdienstleistungen und Fahrzeugtypen in den Siedlungslandschaften der digitalen Gesellschaft möglich und nötig sind: Neue, auf Sharing basierende Personenbeförderungsangebote im urbanen Raum, Anrufsammeltaxen (AST) im ländlichen Raum, Last-Mile-Logistik über Drohnen oder E-Bike-Lastensysteme, nachhaltiges Mobilitätsmanagement für Smart Homes bis hin zum Wegfall von der Notwendigkeit der physischen Raumüberwindung durch Internet-Dienste und Online-Angebote. Das Leben der Menschen in den Städten wird sich durch Megatrends weiter verändern. Es besteht die Möglichkeit durch eine integrierte Herangehensweise das Leben der Menschen in der Stadt etwas besser zu machen und die Mobilität der Stadtbewohner dabei gleichzeitig zu verbessern.

Schnell, einfach und kostenlos: Digitale Qualität aus Kundensicht

06. Juni 2019

Audi Forum Neckarsulm

Prof. Dr. Matthias Gouthier

Universität Koblenz-Landau
Lehrstuhl für Marketing und elektronische Dienstleistungen


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Schnell, einfach und kostenlos: Digitale Qualität aus Kundensicht

Wir leben in einer Zeit, in der durch die kontinuierlich vorangetriebene und allseits präsente Digitalisierung für Unternehmen, aber auch für den Kunden alles immer schneller, einfacher und kostengünstiger werden soll. Chatbots, digitale Sprachassistenten bis hin zu humanoiden Service-Robotern sollen dem Kunden ein Gefühl der Individualität, Einfachheit sowie Überall- und Jederzeit-Verfügbarkeit vermitteln.

Glaubt man den zum Teil sehr vollmundigen Versprechungen von Unternehmen, so befinden wir uns – wenn nicht schon heute, dann aber doch „spätestens morgen“ – in einem Paradies für den digital affinen Kunden. Doch entspricht dies auch der Realität? Viele Studien belegen, dass die Qualitätseinschätzung seitens der Anbieter (Selbstbild) im Vergleich zur tatsächlichen Kundenwahrnehmung (Fremdbild) zumeist sehr viel besser ist und damit einseitig verzerrt ausfällt.

Damit stellen sich kundenperspektivisch viele Fragen, auf die im Rahmen des Vortrags näher eingegangen werden soll: Welche Erwartungen haben Kunden an digitale Interfaces und Services? Wie nimmt ein Kunde die digitalen Technologien überhaupt wahr und welche (funktional-pragmatischen und emotional-hedonischen) Erlebnisse hat ein Kunde im Umgang mit digitalen Technologien, die ihm ein Unternehmen zur Verfügung stellt? Wie verändern sich Wahrnehmungen und Erwartungen an digitale Produkte über die Zeit? Wie lassen sich unerfüllte Erwartungen und damit Enttäuschungen von Kunden vermeiden („Affective Misforecasting“)? Und wie kann man wünschenswerte digitale Erlebnisse im Sinne der Kunden gestalten („Digital Nudging“)? Diese und weitere kritische Fragen stehen im Fokus des Vortrags.

Wie passen saubere Antriebe und erneuerbare Stromerzeugung zusammen?

19. September 2019

Audi Forum Neckarsulm

Prof. Dr. Detlef Stolten

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen Forschungszentrum Jülich
Institut für Energie- und Klimaforschung, Elektrochemische Verfahrenstechnik


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Wie passen saubere Antriebe und erneuerbare Stromerzeugung zusammen?

Das zukünftige Energiesystem wird sich unter den Rahmenbedingungen der UN-Klimakonferenz (Engl. 21st Conference of the Parties, COP21) deutlich vom heutigen unterscheiden. Der Pfad zu erneuerbaren Energien wird der dominierende Weg sein. Erzielbare, erneuerbare Energie sollte möglichst effektiv genutzt werden, um Effizienz und Kosten in ein Gleichgewicht zu bringen. Erneuerbare Energie aus Wind, Sonne und Wasserkraft ist während ihres Einsatzes nahezu emissionsfrei und weist auch über ihren Lebenszyklus hinweg eine geringe Emissionsmenge auf. Sie stellt daher das beste Werkzeug dar, um sowohl den Energie- als auch den Transportsektor sauber zu gestalten. Ein bedeutender Anteil der erneuerbaren Energie muss gespeichert werden.

Für Fahrzeuge gibt es grundsätzlich vier Lösungen: Als erstes die Nutzung von Strom durch Batteriespeicherung, zweitens die Nutzung von Wasserstoff, der durch elektrischen Strom – idealerweise durch Stromüberschüsse – erzeugt wird, drittens die Nutzung von synthetischem Erdgas und viertens die Nutzung flüssiger Kraftstoffe, die mit Strom und Kohlendioxid hergestellt werden. Diese Prozesse sind gemäß ihrer Effizienz geordnet, absteigend von ungefähr 68% bis zu 9%. Im Vortrag werden Auswirkungen und Gründe diskutiert. Ein anderes Argument, einen Treibstoff auszuwählen, ist die Reichweite, die in derselben Reihenfolge ansteigt und damit dem alleinigen Argument der Effizienz entgegenwirkt. Als saubere und effiziente Lösung können Brennstoffzellen, direkt mit Wasserstoff gespeist, für die Kompaktklasse und auch für den Einsatz auf Autobahnen identifiziert werden.

Der Status von Brennstoffzellen-Pkw, leichten Nutzfahrzeugen, Stadtbussen und Brennstoffzellen-Schwerlastwagen wird vorgestellt. Die Infrastrukturanforderungen für Batteriefahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge im Pkw-Bereich werden miteinander verglichen und ergänzt um Betrachtungen zum Leichtund Schwerlastsektor. Letzteres kann dazu beitragen, den Kosten-Break-Even in Bezug auf die Fahrzeuginfrastruktur im Personenverkehr früher zu erreichen.

Klimaschutz und das Pariser Abkommen: Ein globaler Vergleich

19. November 2019

Audi Forum Neckarsulm

Prof. Dr. Miranda Schreurs

Technische Universität München
Lehrstuhl für Environmental and Climate Policy


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Klimaschutz und das Pariser Abkommen: Ein globaler Vergleich

Rasch steigende globale Treibhausgasemissionen tragen zu einem beispiellosen Klimawandel bei. Auf der UN-Klimakonferenz (Engl. Conference of the Parties, COP) wird jährlich diskutiert, wie die Klimarahmenkonvention (das Pariser Abkommen) weiter umgesetzt werden soll. Es gibt viele Gegenkräfte, die die Klimapolitik beeinflussen.

Der Klimawandel wird sehr kostspielig sein und viele Änderungen an den derzeitigen technologischen, landwirtschaftlichen und energiebezogenen Systemen erfordern. Gleichzeitig kann die Bekämpfung des Klimawandels zu vielen neuen technologischen und gesellschaftlichen Chancen führen. Welche Fortschritte wurden in den vergangenen Jahren bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen in Deutschland und Europa sowie weltweit erzielt?

Die Vereinigten Staaten drohen, sich aus dem Abkommen zurückzuziehen. Kalifornien und einige andere Bundesstaaten haben jedoch angegeben, dass sie sich an das Pariser Abkommen halten werden. China ist der größte CO2-Emittent der Welt und verwendet riesige Mengen an Kohle, um seine Industrie zu versorgen. Gleichzeitig versucht China, eine „Ökologische Zivilisation“ zu schaffen und weltweit führend in Umwelttechnologien zu werden. Die Bevölkerungszahl Indiens wird Chinas Bevölkerung bald überholen. Auch Indien fördert seine Wirtschaft mit Kohle. Indien strebt indessen danach, der weltweit führende Solarkraftführer zu werden. Was bedeuten diese Entwicklungen für den Klimaschutz? Was bedeuten sie für die Wirtschaft in Deutschland und Europa?

Dieser Vortrag konzentriert sich auf die politischen, technologischen und sozialen Übergänge, die weltweit in Bezug auf den Klimawandel stattfinden. Es werden sowohl die Ernsthaftigkeit der Herausforderung als auch Bereiche, in denen Fortschritte erzielt werden, erörtert.

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