09.06.2019 Lesezeit: 1 min

DTM: NICO MÜLLER FEIERT ZWEITEN SIEG

Im bisher heißesten DTM-Rennen der neuen Turbo-Ära war der neue Audi RS 5 DTM das Maß der Dinge. Nico Müller gewann in Misano (Italien) souverän das Sonntagsrennen vor BMW-Pilot Philipp Eng. René Rast kam trotz eines Reifenschadens als Dritter ins Ziel und baute seine Tabellenführung aus. Nach einem insgesamt starken Auftritt in Italien führt Audi alle drei Wertungen der DTM an. MotoGP-Star Andrea Dovizioso beeindruckte bei seinem DTM-Debüt mit spektakulären Zweikämpfen.

NICO MÜLLER FEIERT SEINEN ZWEITEN DTM-SIEG

NICO MÜLLER FEIERT SEINEN ZWEITEN DTM-SIEG

„Was für ein großartiges Gefühl!“, jubelte Nico Müller nach dem zweiten DTM-Sieg seiner Karriere und dem ersten für das Audi Sport Team Abt Sportsline seit fast zwei Jahren. „Wir haben sehr hart und sehr lange dafür gearbeitet. Die Jungs haben dieses Ergebnis mehr als verdient. Der Sieg heute ist toll für Audi und ABT. Danke für das großartige Auto! Der Audi RS 5 DTM war hier in Misano extrem stark. Das in einen souveränen Sieg umzumünzen, mit einem guten Start und einer starken Performance vor allem nach dem Reifenwechsel, ist großartig. Jetzt freue ich mich schon auf den Norisring!“ In Misano verbesserte sich Müller mit einem Blitzstart vom vierten auf den zweiten Platz. In der 14. Runde eroberte der Schweizer die Führung, als René Rast durch einen Reifenschaden zurückgeworfen wurde. Nach seinem Boxenstopp konnte sich Müller mit dem neuen Satz Reifen immer weiter von seinen Verfolgern absetzen und schließlich mit 7,628 Sekunden Vorsprung die Ziellinie als Sieger überqueren.

Audi RS 5 DTM auf der Rennstrecke

PLATZ DREI FÜR RAST

Mit einer Pole-Position und einem zweiten Platz im Samstagsrennen hat Audi Pilot René Rast in Misano die Gesamtführung in der DTM übernommen. Und auch am Sonntag sicherte sich Rast den besten Startplatz. Auf den ersten Metern fiel der Pilot des Audi Sport Team Rosberg auf den dritten Platz zurück und wurde noch in der Startrunde in eine Kollision verwickelt. Trotzdem benötigte Rast nur neun Runden, um sich die Führung zurückzuholen. Die Hoffnungen auf einen weiteren Sieg machte jedoch der Reifenschaden zunichte. „Das war ein sehr schwieriges Rennen für mich“, sagte Rast.

Robin Frijns

SCHNELLSTE RENNRUNDE

Müllers Teamkollege Robin Frijns startete am Sonntag erstmals in seiner DTM-Karriere aus der ersten Reihe und führte das Feld acht Runden lang an. Weil die Reifen stark abbauten, ließ der Niederländer Rast und Müller vorbei, ehe er von Loïc Duval berührt wurde und sich drehte. Mit dem zweiten Reifensatz kämpfte sich Frijns noch auf Platz vier nach vorn und erzielte dabei die schnellste Rennrunde. Pietro Fittipaldi holte mit Platz fünf das bisher beste Ergebnis seiner noch jungen DTM-Karriere. Der Brasilianer vertrat Jamie Green, der in Misano wegen einer Blinddarmoperation pausierten musste. Mit seinen Punkten half er mit, dass das Audi Sport Team Rosberg wieder die Führung in der Teamwertung der DTM übernehmen konnte.

Andrea Dovizioso und Dieter Gass

STARKE LEISTUNG

„Ein fantastisches Rennen mit einem insgesamt tollen Ergebnis für uns“, sagte Audi Motorsportchef Dieter Gass. „Nico (Müller) hat heute eine sehr starke Leistung gezeigt. Sein Start war super und er war das ganze Rennen konstant schnell. René (Rast) hatte mit seinem zweiten Reifensatz zu kämpfen. Möglicherweise war sein Auto nach dem Kontakt mit Aberdein und Wittmann in der ersten Runde auch beschädigt.“

MOTOGP-STAR

MOTOGP-STAR

Ducati-Werkspilot Andrea Dovizioso gelang ein eindrucksvoller Einstand in der DTM. Der Lokalmatador kämpfte sich vom 15. Startplatz auf Rang zwölf nach vorn und zeigte dabei wenig Respekt vor dem DTM-Establishment. Selbst der spätere Sieger Marco Wittmann benötigte mehrere Runden, um an Dovizioso vorbeizukommen. Mit Duellen im MotoGP-Stil und einem doppelten Überholmanöver in der letzten Runde begeisterte der Motorrad-Pilot die Zuschauer und auch Audi Motorsportchef Dieter Gass. „Was Andrea hier zeigt, ist wirklich eindrucksvoll“, sagte Gass. Dovizioso sorgte auch bei seinem zweiten DTM-Rennen für Furore. Von Startplatz 14 aus kämpfte der Ducati-Werksfahrer um ein Top-Ten-Ergebnis, ehe er sich spektakulär drehte und ans Ende des Feldes zurückfiel.

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