11.08.2019 Lesezeit: 1 min

DTM: „SUPER SUNDAY” FÜR AUDI AUF DER INSEL

Vierfacherfolg durch René Rast, Nico Müller, Robin Frijns und Loïc Duval. Ein historisches Ergebnis im Qualifying: alle acht Audi RS 5 DTM an der Spitze zum Start in das Sonntagsrennen in Brands Hatch. Und: Mit maximaler Punkteausbeute die Führung in allen drei Meisterschaften der DTM ausgebaut. Audi ist in England ein wahrer „Super Sunday“ gelungen.

MAXIMALE PUNKTEAUSBEUTE

Das Traumergebnis im Qualifying setzte die Mannschaft um Audi Motorsportchef Dieter Gass in den ersten Vierfacherfolg eines Automobilherstellers in der neuen Turbo-Ära der DTM um. Damit gelang Audi in der Herstellermeisterschaft die an einem Renntag maximal mögliche Punkteausbeute von 76 Zählern. In der Fahrermeisterschaft baute René Rast mit seiner fünften Pole-Position des Jahres und seinem vierten Saisonsieg die Tabellenführung weiter aus. Der Pilot des Audi Sport Team Rosberg sicherte sich den besten Startplatz mit fast drei Zehntelsekunden Vorsprung und startete zum zehnten Mal in Folge aus den Top Drei. Einzige Sorge für den DTM-Champion des Jahres 2017: Weil ein Vorderreifen seines Audi RS 5 DTM im Parc fermé durch Steine beschädigt wurde, musste er den zweiten Stint auf einem gemischten Reifensatz fahren.

René Rast

„POLE-POSITION SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG“

„Die Pole-Position war heute ganz klar der Schlüssel zum Erfolg“, sagte Rast nach dem insgesamt 14. Sieg seiner DTM-Karriere. „Meine Pace im Rennen war okay, aber nicht überragend. Trotzdem die maximale Punktzahl geholt zu haben und erstmals in diesem Jahr von der Pole gewonnen zu haben ist fantastisch.“ Nico Müller vom Audi Sport Team Abt Sportsline festigte mit Platz zwei seinen zweiten Tabellenrang. „Ich hatte auch heute kein gutes Qualifying“, sagte der Schweizer. „Mit meinem zweiten Reifensatz bin ich in den Verkehr geraten, deshalb kam nur Startplatz sechs heraus. Im Rennen waren wir schnell, die Chance mit René um den Sieg zu kämpfen habe ich durch einen langsamen Boxenstopp verloren. Trotzdem freue ich mich über die gute Punkteausbeute an diesem Wochenende.“

Robin Frijns im Audi RS 5 DTM

SCHWIERIGER START UND DOCH NOCH POKAL FÜR ROBIN FRIJNS

Das Podium komplettierte Robin Frijns, der am Vortag wegen eines Defekts am Auspuff Abgase eingeatmet hatte und am Sonntag mit Kopfschmerzen aufgewacht war. „Das Rennen heute war gut, mein Auto super“, sagte der Niederländer. „Nach einem mittelmäßigen Start lag ich hinter Loïc (Duval) auf Platz vier. Ich hatte das Gefühl, etwas schneller zu sein, und habe ihn nach dem Boxenstopp überholt. Danach habe ich eigentlich nur noch auf meine Reifen aufgepasst.“ Loïc Duval vom Audi Sport Team Phoenix machte mit Platz vier den Audi Vierfacherfolg perfekt. Dem Franzosen gelang es im letzten Renndrittel, die vehementen Attacken von BMW-Pilot Philipp Eng abzuwehren, obwohl dieser später gestoppt hatte und mit deutlich frischeren Reifen unterwegs war. Duvals Teamkollege Mike Rockenfeller kam knapp hinter Duval und Eng als Sechster ins Ziel. „Für Audi war es heute wirklich ein ‚Super Sunday‘“, sagte Audi Motorsportchef Dieter Gass. „Das begann schon mit den ersten acht Plätzen im Qualifying. In einer solchen Situation hat man immer die Sorge, dass man im Rennen nur verlieren kann. Aber es hat alles gut geklappt. Wir befinden uns mitten im Titelkampf, haben versucht, René und Nico so gut wie möglich zu helfen und unsere Strategie auf Marco Wittmann ausgerichtet. Das hat gut funktioniert.“

Jamie Green

AUDI DTM-PILOTEN ERKUNDEN LONDON

Vor dem Gastspiel der DTM auf der Grand-Prix-Rennstrecke von Brands Hatch haben die sechs DTM-Piloten von Audi die Gelegenheit für eine Erkundungstour durch London genutzt. Dabei besuchten die Werksfahrer ganz unterschiedliche Locations: Während Lokalmatador Jamie Green beim Speedboatfahren auf der Themse dem Rennfahrer-Faible für Geschwindigkeit treu blieb, ließen es seine Audi Teamkollegen langsamer angehen. René Rast zog es zur ikonischen Turmuhr Big Ben, Nico Müller und Robin Frijns blickten vom London Eye aus auf die Hauptstadt, während Loïc Duval den Buckingham Palace besuchte und Mike Rockenfeller im Gruselkabinett London Dungeon seine Nerven auf die Probe stellte.

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