Auf dem heißen Stuhl

Motorsport einmal selbst erleben. Power und Speed am eigenen Leib erfahren. Dieses faszinierende Abenteuer macht Audi Sport mit seinem Audi RS 5 DTM Renntaxi möglich. Wie heiß es abgeht auf dem Beifahrersitz neben einem erfolgreichen Rennprofi.

26.06.2019 Lesezeit: 4 min

Benoît Tréluyer und ein Beifahrer im Audi RS 5 DTM Renntaxi

NEUER AUTO-KOSMOS

„Mensch, ist das heiß hier drin!“ Das ist meist die erste Reaktion, wenn ein Gast von Audi Sport Platz nimmt im DTM-Renntaxi, einem Audi RS 5 DTM mit nachträglich eingebautem Beifahrersitz. Willkommen im Kosmos eines reinrassigen Prototypen-Tourenwagen! Wo für den normalen Autonutzer fast alles neu ist: hautenge, tiefe Sitzschale, stramm angezogene Hosenträger-Gurte, rundum eine Sicherheitskapsel aus Kohlefaser und Stahlrohren. Eingepackt in einen feuerfesten Rennoverall. Einen Vollvisierhelm auf dem Kopf. Und eben diese ungewohnte Hitze von 50, an extra heißen Tagen sogar von bis zu 60 Grad.

 

Ein Beifahrer steigt in das Audi RS 5 DTM Renntaxi ein
Thomas Dreßen

PERFEKT BETREUT

Wer bei Audi ins DTM-Renntaxi steigt, ist ein gern gefahrener Gast. Sofern er die körperlichen Grundvoraussetzungen erfüllt: nicht größer als 1,95 Meter, nicht schwerer als 100 Kilogramm. Infos für Buchungen hier. Auf dem heißen Sitz vorne rechts saßen außer wichtigen Kunden, Partnern und Gewinnspiel-Siegern auch schon jede Menge Prominente: Fußballspieler wie Franz Beckenbauer, Karl-Heinz Rummenigge, Bastian Schweinsteiger, Lionel Messi und Ronhaldinho. Die Skiprofis Maria Höfl-Riesch, Evi Sachenbacher, Felix Neureuther, Marcel Hirscher und Thomas Dreßen (Foto links). Auch die Schauspieler Heiner Lauterbach und Moritz Bleibtreu, der TV-Moderator Kai Pflaume und der Politiker Günther Beckstein.

Ein Beifahrer und Maike Frik

Betreut werden die Passagiere des DTM-Renntaxi von Mitarbeitern des Audi Sport Team Abt Sportsline, das neben den DTM-Renneinsätzen von zwei der insgesamt acht Audi RS 5 DTM auch die Mitfahr-Aktionen durchführt. Wichtigste Ansprechpartnerin ist Maike Frik von der DTM-Organisation des Audi Sport Team Abt Sportsline. Vor dem unvergesslichen Beifahrer-Erlebnis müssen alle nötigen Formulare ausgefüllt und unterschrieben werden. Auch sonst muss zum Start für jeden der Speedreisenden alles perfekt passen: Rennoverall, Rennschuhe, Rennhelm samt HANS. HANS ist das Kürzel für Head and Neck Support, ein mit dem Helm gekoppeltes Sicherheitssystem, das bei einem Unfall ein zu ruckartiges Vorschnellen des Kopfes verhindert.

Audi RS 5 DTM Renntaxi auf der Rennstrecke

TAXI MIT FAST 500 PS

Rot, breit, flach: So wartet das DTM-Renntaxi von Audi bei Rennwochenenden der DTM auf seine Gäste. Allein optisch ein absoluter Hingucker. Der Tourenwagen mit der Nummer 28 ist einer von zwei Audi RS 5 DTM für Mitfahr-Aktionen. Ihre Basisstation haben sie beim langjährigen Audi Sport Team Abt Sportsline in Kempten. Dort werden sie gewartet, von dort auch zu ihren Einsatzorten gebracht.

Benoît Tréluyer und ein Beifahrer im Audi RS 5 DTM Renntaxi

Die Taxiversion des Audi RS 5 DTM ist weitgehend identisch mit den DTM-Fahrzeugen, die bis 2018 in der DTM zum Einsatz kamen. Vorn rechts im Innenraum ist zusätzlich ein zweiter Sitz aus Kohlefaser eingebaut. Plus eine vor allem auf den Beifahrer gerichtete Onboard-Kamera, die den Nervenkitzel auf dem heißen Stuhl für jeden Passagier nahtlos dokumentiert.

Die wichtigsten Technikdaten des DTM-Renntaxi: V8-Saugmotor mit 4,0 Liter Hubraum, rund 500 PS (367 kW), rund 500 Nm Drehmoment. 1.115 Kilogramm Gewicht (inkl. Fahrer) und damit etwa eine halbe Tonne leichter als die Serienmodelle des Audi RS 5. Der Benzintank wurde gegenüber der Rennversion von 120 auf 40 Liter verkleinert.

Benoît Tréluyer neben dem Audi RS 5 DTM Renntaxi
Hans-Joachim Stuck und das Audi RS 5 DTM Renntaxi

VOLLGAS-CHAUFFEURE

Audi gibt seine Renntaxi-Gäste in sichere Steuerhände. Einer der Vollgas-Chauffeure während der DTM-Wochenenden ist 2019 Benoît Tréluyer. Der 42 Jahre alte Franzose ist seit 2010 ein Audi Rennpilot. Tréluyer war 2012 Langstrecken-Weltmeister und gewann dreimal den 24h-Klassiker in Le Mans (2011, 2012, 2014). Vor ihm saß schon eine Reihe renommierter Audi Piloten am Lenkrad des DTM-Renntaxi: Daniel Abt, Kelvin van der Linde, Dindo Capello, Tom Kristensen, Frank Biela, Marco Werner, Pierre Kaffer, Christopher Mies, Rahel Frey, Lucas di Grassi und Hans-Joachim Stuck (Foto rechts). Übrigens: Tourenwagenlegende „Strietzel“ Stuck, der 1990 mit dem Audi V8 quattro DTM-Champion wurde, fuhr 2015 als Renntaxifahrer bei Audi zum ersten Mal ein DTM-Auto der 2012 eingeführten neuen Generation.

Audi RS 5 DTM Renntaxi auf der Rennstrecke

UNBEKANNTE LIMITS

Der Passagier sitzt, ist angeschnallt, die Türen sind zu. Vorn unter der Motorhaube bullert der Audi V8-Motor. Im Cockpit herrschen Temperaturen wie in der Sauna. Der Schweiß rinnt. Der Puls steigt. Noch mehr die Spannung. Ready to go!

Dann geht es ab: Benoît Tréluyer legt per Schaltwippe am Lenkrad den ersten Gang ein, lässt dort per Zughebel auch die Kupplung kommen und drückt den Gasfuß durch. Grollend und röhrend schießt die rote Rennmaschine die Boxengasse hinunter und hinaus auf die Piste. Business as usual für Tréluyer am Steuer, für jeden seiner Co-Pilot-Debütanten der Sekundenflash in eine völlig neue Dimension der Fortbewegung.

„Schon nach der ersten Kurve sind die meisten Gäste wirklich schwer beeindruckt“, sagt Benoît Tréluyer. Von der Power, der Beschleunigung, dem Motorsound, der Bodenhaftung. Vor allem aber überraschen die Mitfahrer im DTM-Renntaxi die Bremsmanöver: Gas weg, Motor leiser, dann wie aus dem Nichts dieses irre laute Pfeifen. Das von der Pumpe kommt, die den Benzindruck im optimalen Bereich hält. In die Nase schießt der scharfe Geruch von abgeschmirgeltem Kohlefaserstaub, jedes Mal, wenn sich die vier Bremszangen knallhart die vier Bremsscheiben greifen. Der ganze Körper zittert, wenn es ihn dabei brachial nach vorn in die Sicherheitsgurte reißt. Totaler Ausnahmezustand für das Sinnessystem eines Nicht-Rennfahrers.

Audi RS 5 DTM Renntaxi auf der Rennstrecke

Zack, in die Kurve eingelenkt. Zack, den Scheitelpunkt erwischt. Zack, gleich wieder voll aufs Gaspedal. Zack, am Kurvenausgang rumpelnd über die groben Randsteine. Keine Spur von Feder- und Dämpfungskomfort: Rennwagen wie der Audi RS 5 DTM haben ein auf maximalen Grip ausgelegtes Fahrwerk. Ebenso ungewohnt und eindrucksvoll: In den Kurven wirken fast dreimal so hohe Fliehkräfte wie im Straßenauto, also rund 3 g statt 1 g.

Was bei der Mitfahrt im DTM-Renntaxi erlebt wird, ist extrem nah dran am Rennalltag. „Ich nutze rund 90 Prozent des Potenzials, im Rennen sind es 95 Prozent“, erklärt Benoît Tréluyer. Das heißt: Im Durchschnitt ist er knapp eine Sekunde langsamer pro Runde als mit dem regulären Rennauto. „Dieser Unterschied fällt unseren Gästen nicht wirklich auf, sie erleben absolut realistisches Racefeeling“, betont der Franzose. Die Taxivariante des Audi RS 5 DTM beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 2,8 Sekunden und erreicht zirka 275 km/h Topspeed.

TOTALER FLASH

Einlaufrunde, fliegende Runde, Auslaufrunde, dann ist der rasante Ausflug in die Highspeed-Sphären des Autosports überstanden. „Wow!“ „Great!“ „Good job!“ oder „Thank you!“: Die ersten Reaktionen der Gäste des DTM-Renntaxi sind fast immer kurz und knapp. Manch einer ist auch erst mal sprachlos. „Die Emotionen über das, was sie gerade auf der Strecke erlebt haben, kommen erst raus, wenn wir wieder angehalten haben“, sagt Chauffeur Tréluyer. „Unsere Renntaxi-Gäste sind ausnahmslos überwältigt, total geflasht von den vielen Eindrücken, und es gab bisher noch keinen, der bereut hat einzusteigen“, ergänzt Mitfahrerbetreuerin Maike Frik. Und so schnell vergessen wird keiner diese extrem unmittelbare Motorsport-Erfahrung aus dem DTM-Renntaxi!

 

Beifahrer neben dem Audi RS 5 DTM Renntaxi

DTM
RENNTAXI

Rennhelme
Zwei Audi RS 5 DTM Renntaxi
Benoît Tréluyer und ein Beifahrer

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