Rastloser Antreiber: Lucas di Grassi

Ehrgeizig, engagiert, entschlossen: So wurde Lucas die Grassi zum erfolgreichsten Rennfahrer der Formel E. Doch nicht nur im Cockpit ist der Audi Werkspilot Vorkämpfer für die Elektrifizierung der Mobilität. Als Unternehmer beschleunigt di Grassi zukunftsweisende E-Technologien, als UN-Botschafter für saubere Luft wirbt er für innovativen Umweltschutz. In seiner Heimat Brasilien unterstützt der Formel-E-Champion Projekte zum Schutz gegen Covid-19 und organisiert in Lateinamerika eine neue Umweltkonferenz.

22.05.2020 Lesezeit: 5 min

Lucas di Grassi
ICH GLAUBE FEST DARAN, DASS NACHHALTIGKEIT IN DIESER WELT AUF TECHNOLOGIE UND INNOVATION BASIEREN MUSS.

Lucas di Grassi

Lucas di Grassi

MOTORSPORT-CHAMPION MIT E-MISSION

Seit Gründung der Formel-E-Meisterschaft im Jahr 2014 fährt Lucas di Grassi im Team Audi Sport ABT Schaeffler. Der Brasilianer, 1984 in São Paulo geboren, hat die erste internationale Serie für Rennwagen mit rein elektrischem Antrieb sogar mitgegründet. Und der Audi Werksfahrer hat sie bisher geprägt wie kein anderer Pilot: Sieger des allerersten Formel-E-Rennens, Fahrer-Champion der Saison 2016/2017, Team-Champion 2017/2018.

Inzwischen ist di Grassi das weltweit bekannteste Gesicht der Formel E, ihr populärster Öffentlichkeitsarbeiter und international anerkannter Vorkämpfer der automobilen Elektrifizierung und des Wandels der Mobilität. „Die Bedrohung der Erderwärmung ist für meisten Menschen so weit weg, dass sie den wirklichen Nutzen der Veränderung ihres Verhaltens sehen müssen“, sagt Lucas di Grassi.

Deshalb nutzt er zusammen mit seinem Arbeitgeber Audi die Plattform der weltweit mitten in Metropolen veranstalteten Formel-E-Meisterschaft in ihrer sechsten Saison noch intensiver. Di Grassi und Audi lenken verstärkt neben der Rennstrecke die Aufmerksamkeit auf die Themen Elektromobilität, Nachhaltigkeit, Innovation und Umweltschutz. Dem gemeinsamen Leitbild „Racing for a reason“ und der Audi Roadmap E mit ihrem Ziel von 30 elektrifizierten Serienmodellen bis 2025 folgend werden bei jedem Formel-E-Event nach wegweisenden Projekten und Start-ups in der Region ausgewählt und besucht.

Beispiel Mexiko-Stadt: Dort erkundet Lucas di Grassi Mitte Februar 2020 zusammen mit Daniel Abt, bei Audi Sport ABT Schaeffler seit Gründung der Formel E sein Teamkollege, die Firma Biomitech. Das junge Technologieunternehmen in Mexikos Hauptstadt hat einen künstlichen Baum namens BioUrban 2.0 entwickelt, der nach dem Prinzip der Fotosynthese 368-mal mehr CO2 abbaut als ein natürlicher Baum.

Lucas di Grassi

Vor dem folgenden Formel-E-Lauf in Marrakesch in Marokko legt Lucas di Grassi einen kurzen Zwischenstopp bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin ein. „The show must go green“ ist in der deutschen Hauptstadt das Motto seiner Diskussion über Ideen, Technologien und Visionen für eine nachhaltigere Zukunft. Audi ist 2020 zum siebten Mal Hauptsponsor der Berlinale.

Anschließend besucht Lucas di Grassi Ende Februar 2020 im Vorfeld des marokkanischen Formel-E-Meisterschaftslaufs in Marrakesch das größte Solarstromkraftwerk der Welt. Die Noor Power Station liegt 200 Kilometer südlich der nordafrikanischen Metropole. „Diese richtungsweisende Anlage erzeugt mittels des von ihr gebündelten Sonnenlichts täglich doppelt soviel elektrische Energie, wie sie in Marrakesch gebraucht wird. Oder so viel, um ein Formel-E-Auto wie meinen vollelektrisch angetriebenen Audi e-tron FE06 unvorstellbare 34 Millionen Mal aufladen zu können“, wie di Grassi beeindruckt feststellt.

 

Lucas di Grassi
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BOTSCHAFTER DER VEREINTEN NATIONEN

Doch Lucas di Grassi setzt sich nicht nur für den globalen Wandel zur elektrischen Mobilität ein. Seit 2018 ist der Brasilianer offizieller Botschafter für saubere Luft der Vereinten Nationen (UN). Seitdem ist der in Monaco lebende Familienvater über die Automobiltechnik hinaus und noch öfter unterwegs, um neues Bewusstsein für den Schutz von Umwelt und Klima zu schaffen und für immer weiter gehenden technischen Fortschritt zum Schutz der Erde zu werben.

Besonders viel Aufmerksamkeit erreicht di Grassi Ende 2019 mit dem in Neu-Delhi gedrehten Dokumentarfilm „The Race For Clean Air“ (Das Rennen für saubere Luft). „Der Gedanke hinter dem Neu-Delhi-Projekt ist: Nicht mit dem Finger darauf zu zeigen, was Indien falsch macht, sondern den Gedanken zu wecken: Wenn in Neu-Delhi Lösungen für besseren Umweltschutz gefunden und angewendet werden, dann geht das überall“, erklärt di Grassi. Die indische Hauptstadt Neu-Delhi ist nach Tokio die zweitgrößte Stadt der Welt (fast 29 Millionen Einwohner) und die mit der größten Luftverschmutzung.

„Wenn wir das Worst Case Scenario verstehen können, wird die Umsetzung in allen anderen Fällen leichter“ schlussfolgert Lucas di Grassi. „Bei der Luftverschmutzung gibt es nichts, was dagegen wie eine magische Pille wirken kann. Für jedes Land müssen solche Maßnahmen so realisiert werden, dass sie zu den jeweiligen sozialen und wirtschaftlichen Werten passen.“

“EIN SPEZIELLER TAG DER ERDE.”

Lucas di Grassi

Nachdem Lucas di Grassi in seiner Rolle als UN-Umweltbotschafter bei der Klimawoche in New York eine kurze Grundsatzrede gehalten hat, meldet er sich am 22. April 2020 auch am seit 1970 alljährlichen „Tag der Erde“ zu Wort. Unter dem Eindruck der Covid-19-Pandemie schreibt der ehemalige Formel-E-Champion auf Twitter: „Ein spezieller Tag der Erde – Die Menschen bemerken durch die aktuelle Krise einen deutlichen Wandel in puncto Luftverschmutzung. Lasst uns dies als Impuls nutzen für eine viel sauberere, bessere Zukunft der Menschheit.“

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PIONIER FÜR NACHHALTIGKEIT IN BRASILIEN

Mehr Umweltschutz und nachhaltigere Ressourcennutzung, das liegt Lucas di Grassi ganz besonders am Herzen für seine Heimat Brasilien. Deshalb arbeitet er dort auch immer intensiver für mehr Bewusstsein im Umgang mit der Natur und weitere Fortschritte, um sie zu erhalten. Als einer der erfolgreichsten Rennfahrer der traditionsreichen Motorsportnation Brasilien weiß Lucas di Grassi um seinen großen Einfluss bei seinen Landsleuten.

Deshalb hat er an seinem Geburtsort São Paulo den Zero Summit gegründet – den ersten Kongress Lateinamerikas rund um Technologien und Ideen, die für CO2-Neutralität sorgen. Mit dabei sein bei der für 2020 geplanten Premiere wird auch Audi. „Als Premium-Hersteller wird Audi den Zero Summit unter anderem dazu nutzen, den Audi e-tron Sportback* in Brasilien einzuführen“, sagt Lucas di Grassi. Den Impuls für ein solches Umwelttreffen bekommen hat er 2019 in Berlin – bei der Premiere des Greentech Festivals des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters Nico Rosberg.

„Du bist eine große Inspiration für mich“, sagt di Grassi im April 2020 im neuen YouTube-Videoformat #Leaders4Good von Nico Rosberg. Der Deutsche setzt sich seit seinem Rücktritt als Rennfahrer ebenfalls intensiv für klimaneutrale Mobilität ein und ist mittlerweile auch ein Teilhaber der Formel-E-Organisation. Die beiden Motorsport-Champions sind in Monaco Nachbarn und waren einst in der Formel 1 Kontrahenten.

Stromverbrauch kombiniert*: 23,8–20,9 kWh/100km (NEFZ); 25,8–21,1 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: 0 g/km

Stromverbrauch kombiniert*: 23,8–20,9 kWh/100km (NEFZ); 25,8–21,1 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: 0 g/km

Lucas di Grassi

Besonders interessiert Nico Rosberg, wie sich Lucas di Grassi in Brasilien während der Covid-19-Pandemie nützlich macht. Bei drei Projekten wurde di Grassi in seinem Heimatland, wohin er mit Ehefrau Bianca und Sohn Leonardo während der Unterbrechung der Formel-E-Saison zurückgekehrt ist, spontan aktiv:

1. Er sammelt Geld für besseren Hygieneschutz in öffentlichen Seniorenheimen.


2. Er unterstützt einen Unternehmer, der mit seinen einhundert 3D-Druckern Schutzmasken statt Schuhsohlen produziert.

3. Und er engagiert sich für die alternative, zeitsparende Desinfektion von Bussen und Bahnen mit UV-Strahlen statt mit Chemikalien.

Ein weiteres Projekt startete Lucas di Grassi bereits vor und unabhängig von der Covid-19-Pandemie: „Ich habe einen Hektar Regenwald in Brasilien gekauft, der zuvor komplett gerodet wurde. Nun helfe ich, ihn wieder aufzuforsten.“ Sein Kerngedanke dabei: Wirksam einen Ausgleich zu schaffen für die vielen Flugreisen, die sein Beruf als international aktiver Rennfahrer nötig macht. „Im letzten Jahr kamen bei mir 154 Flüge zusammen. Ein Hektar ist genug, um 500 Flüge auszugleichen“, sagt di Grassi.

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