Wertvolle E-ra

Nach sieben erfolgreichen Jahren verabschiedet sich Audi aus der Formel E: mit zwei Titelgewinnen und zahlreichen Siegen bei insgesamt 84 Rennen mit rein elektrischem Antrieb. So wertvoll wie die sportlichen Ergebnisse sind die weitreichenden technischen Erfahrungen dieser Motorsport-Mission des Fortschritts. Sie nutzen der Marke auch in Zukunft auf ihrem konsequenten Weg zum Anbieter elektrischer Premium-Mobilität.

13.08.2021 Lesezeit: 6 min

Audi e-tron FE07 auf der Rennstrecke
Team

Saison 1 (2014/2015)

Erster Start, erster Sieg

Autorennen mit rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen auf speziellen Rundkursen inmitten von Metropolen: 2014 schlägt die Formel E dieses völlig neue Kapitel der Motorsportgeschichte auf. Audi setzt mit seinen Partnern ABT Sportsline und Schaeffler von Anfang an auf das zukunftsweisende Konzept zur Förderung der elektrifizierten Mobilität. Die Marke mit den Vier Ringen bringt einen zentralen Erfolgsfaktor mit ins Team Audi Sport ABT Schaeffler: Lucas di Grassi.

 

Als Werksfahrer von Audi hat es der Brasilianer bei den 24 Stunden von Le Mans bereits zweimal aufs Podium geschafft. Er war Formel-1-Pilot und hat vor allem das Formel-E-Auto mitentwickelt und von Anfang an getestet. Der offene Einsitzer-Rennwagen ist für alle Starter in der neuen internationalen Meisterschaft in der ersten Saison baugleich. Beim allerersten E-Prix am 13. September 2014 auf dem temporären Stadtkurs im Olympia-Park von Peking gelingt die Sensation: Lucas di Grassi siegt.

 

Die Kapazität der in der Formel E verwendeten Lithium-Ionen-Batterien reicht in den ersten vier Saisons nicht aus für die volle Renndistanz. Deshalb verfügt jeder Fahrer in jedem Rennen über zwei Autos. Speziell die Wagenwechsel elektrisieren das neue, junge, urbane Publikum. Audi Sport ABT Schaeffler wird in der Saison 2014/2015 Dritter der Teamwertung. Im Fahrerchampionat belegt Lucas di Grassi Platz drei. Daniel Abt, in Miami als Dritter erstmals auf dem Formel-E-Podium, beendet als Elfter die erste Formel-E-Saison.

Lucas di Grassi und Daniel Abt

Saison 2 (2015/2016)

Titeljäger

Der Antriebsstrang darf ab der zweiten Formel-E-Saison von jedem Team selbst konstruiert und gebaut werden. Auch Audi Sport ABT Schaeffler bringt seine eigene Kombination aus Elektromotor, Getriebe und Leistungselektronik auf die eigens für diese Rennserie geschaffenen Stadtkurse. Die Leistung des Motorsystems wird für alle Teilnehmer einheitlich erhöht – von 170 auf 200 kW im Training und von 150 auf 170 kW im Rennen.

 

Gleich bleiben für alle Teams das Chassis und die Einheitsbatterie. Wegen des begrenzten Ladevolumens müssen weiterhin alle Fahrer gegen Rennmitte zur Box kommen und dort in ihr zweites Auto wechseln. Eingesetzt werden die Formel-E-Rennwagen von Audi Sport ABT Schaeffler erstmals unter eigenem Modellnamen: ABT Schaeffler FE01. Gefahren werden sie von dem brasilianisch-deutschen Duo Lucas di Grassi und Daniel Abt. In Long Beach stehen beide erstmals gemeinsam auf dem Podium – di Grassi als Sieger, Abt als Dritter. In Berlin schafft es der Allgäuer aus Kempten als Zweiter erstmals vor dem drittplatzierten Südamerikaner aufs Treppchen.

 

Bis zum Finale in London wahrt Lucas di Grassi, der 2015/2016 drei E-Prix gewinnt und vier weitere Male eine Podestplatzierung erzielt, seine Chancen auf den Fahrertitel. Am Ende entscheidet sich das Duell mit seinem Dauerrivalen Sébastien Buemi denkbar knapp zugunsten des Schweizers. Di Grassi fehlen zwei Punkte. Ebenfalls Vizemeister wird in Saison zwei Audi Sport ABT Schaeffler dank des zweiten Gesamtrangs zwei in der Teamwertung.

Team

Saison 3 (2016/2017)

Champion

In Saison 3 bleiben die technischen Grundregeln der Formel E unangetastet. Bei Audi Sport ABT Schaeffler wird der rein elektrische Antriebsstrang im Detail weiterentwickelt. Entsprechend ändert das nach wie vor einzige deutsche Formel-E-Team die Typenbezeichnung seiner Autos: ABT Schaeffler FE02. Fahrer sind wieder Lucas di Grassi und Daniel Abt. Vier attraktive neue Metropolen hat die Formel E im Programm ihrer Saison 3: Hongkong, Marrakesch, Montreal und New York City.

 

Audi Sport ABT Schaeffler glänzt während dieser E-Welttournee mit enormer Konstanz. Unvergessen sind die Aufholjagden von Lucas di Grassi in Hongkong und in Mexiko-Stadt. „Was für ein Sieg!“, jubelt der Brasilianer bei der Podiumszeremonie in Mexiko. Nach einer unverschuldeten Kollision in der ersten Runde hatte di Grassi den Heckflügel wechseln lassen müssen. Er war danach Letzter und wird doch noch Erster. „Mir gelang der perfekte Mix aus Attacke und Verteidigung, aus Energieeinsetzen und Energiehaushalten.“

 

Beim Saisonfinale in Montreal setzt der Routinier aus São Paulo allem die Krönung auf: Aus einem Zehn-Punkte-Rückstand macht Lucas di Grassi beim aus zwei Rennen bestehenden ersten Kanada-E-Prix einen 18-Punkte-Vorsprung und wird überraschend Fahrerchampion. „Das ist der verdiente Lohn für unseren einmaligen Teamspirit und Kampfgeist bei Audi Sport ABT Schaeffler“, sagt der absolut vorbildliche Mannschaftskamerad. In der Teamwertung erkämpft sich Audi Sport ABT Schaeffler wie in der Saison zuvor Platz zwei.

Audi e-tron FE04 auf der Rennstrecke

Saison 4 (2017/2018)

Das beste Team

In Saison 4 der Formel E wird Audi Sport ABT Schaeffler zum Audi Werksteam. Damit engagiert sich die Marke mit den Vier Ringen als erster deutscher Automobilhersteller mit umfassender technischer Power in der immer attraktiver und anerkannter werdenden vollelektrischen Rennserie. Rückschläge in aussichtsreichen Positionen prägen die erste Saisonhälfte des Teams.

 

In Mexiko-Stadt wird die Siegpremiere von Daniel Abt zum Wendepunkt. „Als erster deutscher Fahrer in der Formel E und als Erster für das Werksteam von Audi Sport ABT Schaeffler zu gewinnen ist einfach mega“, freut sich Abt. Noch unvergesslicher wird für ihn sein Heimrennen auf dem ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof: Pole-Position, schnellste Rennrunde, Platz eins und Teamkollege Lucas di Grassi Zweiter. „Keine Frage: Das war der wichtigste Sieg und der unglaublichste Tag meiner bisherigen Fahrerlaufbahn!“, bilanziert Abt. Zweifellos, denn: Mehr Punkte sind bei einer E-Prix-Veranstaltung nicht zu gewinnen.

 

Doch es kommt alles noch viel besser bei der Aufholjagd des brasilianisch-deutschen Gespanns in den Audi e-tron FE04, im Vergleich zur Vorsaison nun mit über 180 statt 170 kW Maximalleistung: Dank eines weiteren Doppelsiegs und eines Doppelpodiums in den beiden Schlussrennen in New York City sichern Lucas di Grassi und Daniel Abt den ersten Formel-E-Teamtitel für Audi Sport ABT Schaeffler. Zum zweiten Mal nach 2015/2016 belegt di Grassi obendrein Rang zwei der Fahrerwertung.

Team

Saison 5 (2018/2019)

Weiter vorwärts

Die Formel E bringt für alle Teilnehmer ab Saison 5 ihr Einheitsauto der zweiten Generation an den Start. Auch das Chassis des Gen2 Car stammt vom Spezialhersteller Spark. Die von Audi und Technologiepartner Schaeffler gemeinsam entwickelte Motor-Generator-Unit MGU03 wird weiter optimiert. Sie besteht aus Motor, Inverter, Getriebe, Teilen des Hinterachsfahrwerks sowie der dazugehörigen Software.

 

95 Prozent des Antriebsstrangs von Audi Sport ABT Schaeffler sind neu. Zudem werden gegenüber dem Vorgängermodell zehn Prozent an Gewicht eingespart. Dank verbesserter Batteriekapazität kommt in der Formel E nur noch ein Auto pro Fahrer zum Einsatz. Der bisher obligatorische Wagentausch nach der Hälfte der 45 Minuten Renndistanz entfällt.

 

Titelverteidiger Audi Sport ABT Schaeffler liefert wieder packendes Racing voller Abwechslung – vom Hitzerekord-E-Prix in Santiago de Chile bis zum Paris-Event mit strömendem Regen und Hagel. Lucas di Grassi ist zweimal mehr großer Sieger im Zeichen der Vier Ringe: In Mexiko-Stadt, wo der Brasilianer auf den letzten Metern von Platz zwei auf eins stürmt. Und in Berlin, wo er dem Werksteam einen weiteren Heimtriumph sichert.

 

Mit zehn Podiumsplatzierungen, einer Pole-Position und acht Zusatzpunkten für die schnellste Rennrunde ist der auch vom neuen Audi Kundenteam Envision Virgin Racing eingesetzte Audi e-tron FE05 das erfolgreichste Formel-E-Auto der Saison. Audi Sport ABT Schaeffler wird Zweiter der Team-, di Grassi Dritter der Fahrerwertung.

Audi e-tron FE06 auf der Rennstrecke

Saison 6 (2019/2020)

Sonderprüfungen

Wie überall auf der Welt stellt die Covid-19-Pandemie auch die Formel-E-Meisterschaft vor unerwartete neue Herausforderungen: Nach den ersten fünf Rennen der sechsten Saison stehen alle Autos still. Die Lösung, um doch noch einen Meister küren zu können, ist ein angepasster, hochkompakter Terminkalender. So kommt es in Berlin zur bisher außergewöhnlichsten Formel-E-Veranstaltung: Innerhalb von neun Tagen werden an einem Standort sechs Rennen gefahren. Für Abwechslung auf dem einstigen Berliner City-Airport Tempelhof sorgen drei verschiedene Streckenlayouts.

 

Audi Sport ABT Schaeffler stellt sich dieser finalen Herausforderung mit einer erstmals seit sechs Jahren veränderten Fahrerpaarung: Neben Formel-E-Champion Lucas di Grassi fährt nun DTM-Champion René Rast den Audi e-tron FE06. Dessen Technik wurde für die Saison 2019/2020 nur in Nuancen weiterentwickelt. Dafür ist das Design deutlich aggressiver als beim Vorgängerauto: viel sichtbare Kohlefaser, ein auffallend grelles Orange und akzentuierte Linien über die gesamte Karosserie.

 

Mit drei Podiumsplatzierungen, zwei davon in Berlin (di Grassi und Rast jeweils Dritter), beendet Audi Sport ABT Schaeffler die Saison auf Rang sechs. Insgesamt 43-mal auf den ersten drei Plätzen, damit bleibt das Team weiter eines der erfolgreichsten der Formel-E-Geschichte. Zudem führt Lucas di Grassi mit 32 Podiumsrängen und 796 Punkten die Bestenliste der Fahrer an.

Motor

Saison 7 (2021)

Neuer Antrieb für die WM

Die Formel E wird ab 2021 aufgewertet zu einer der Weltmeisterschaften des Automobil-Weltverbandes FIA. Pandemiebedingt startet die rein elektrische Rennserie ihre siebte Saison nicht wie üblich kurz vor Jahresschluss, sondern erst Ende des darauffolgenden Februars. Diriyah und Berlin sind Auftakt- und Finalort. Audi tritt im engen Wettbewerb gegen BMW, Mercedes und Porsche an.

 

Einsatzfahrzeug ist der neue Audi e-tron FE07. Herzstück des offenen Einsitzers ist die bei Audi von Grund auf neu entwickelte Motor-Generator-Einheit. Konstruiert wurde der vollelektrische Antriebsstrang namens MGU05 im Motorsport-Kompetenz-Zentrum von Audi Sport in Neuburg an der Donau. Die maximal abrufbare Leistung beträgt 250 kW in der Qualifikation, 200 kW im Rennen. Lucas di Grassi und René Rast holen im bis zu 240 km/h schnellen Audi e-tron FE07 beim mexikanischen E-Prix in Puebla einen Doppelsieg. Als Dritter feiert di Grassi in New York City einen weiteren Podiumsplatz und krönt die Abschlusssaison von Audi in der Formel E mit einem Sieg beim Saisonfinale in Berlin.

Formel E

Team
Atmosphäre
Audi e-tron FE07 auf der Rennstrecke

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