Richtig abgefahren

Der Start ist der spannendste Moment jedes Autorennens und für Rennfahrer eine ganz besondere Herausforderung. Wie das Losfahren im Audi e-tron FE06 mit Elektromotor und im Audi RS 5 DTM mit Verbrennungsmotor am besten gelingt: Die Audi Werkspiloten Lucas di Grassi und Jamie Green erklären es.

11.12.2019 Lesezeit: 5 min

Audi e-tron FE06 auf der Rennstrecke

DIE AUTOS

Audi e-tron FE06 auf der Rennstrecke

Audi e-tron FE06

Der Audi e-tron FE06 ist ein offener Rennwagen mit verkleideten Rädern und Elektromotor. Mit diesem Monoposto bestreitet das Team Audi Sport ABT Schaeffler die laufende Saison 2019/2020 der Formel-E-Meisterschaft. Seine Motor-Generator-Unit Audi Schaeffler MGU04 leistet maximal 250 kW (340 PS). Die darin per Elektromagnetismus erzeugte Drehkraft wird über ein 1-Gang-Getriebe auf die Hinterräder übertragen. Der Audi e-tron FE06 erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von rund 240 km/h.

Audi RS 5 DTM auf der Rennstrecke

Audi RS 5 DTM

Der Audi RS 5 DTM ist ein zweitüriger Tourenwagen nach dem Class-1-Reglement mit Verbrennungsmotor. Mit diesem Boliden gewann Audi in der Saison 2019 in der DTM zwölf von 18 Rennen und alle drei möglichen Meistertitel. Das Turbotriebwerk mit Benzindirekteinspritzung (TFSI) verfügt über zwei Liter Hubraum und leistet über 450 kW (610 PS). Die aus der Verbrennung von Premium-Kraftstoff (102 Oktan) gewonnene Drehkraft wird über ein semiautomatisches 6-Gang-Getriebe auf die Hinterräder übertragen. Höchstgeschwindigkeit des Audi RS 5 DTM: bis zu 300 km/h.

DIE FAHRER

Lucas di Grassi

Lucas di Grassi

Der Brasilianer (Jahrgang 1984) fährt seit Gründung der Formel E mit und ist bislang der erfolgreichste Pilot in der rein elektrischen Rennserie: Kein Fahrer holte mehr Podiumsplätze und Punkte. Di Grassi gewann zudem 2014 das allererste Formel-E-Rennen, wurde Fahrerchampion der Saison 2016/2017 und 2017/2018 gemeinsam mit seinem deutschen Werksfahrerkollegen Daniel Abt bei Audi Sport ABT Schaeffler Teammeister. Auch abseits der Rennstrecke ist Lucas di Grassi einer der engagiertesten Botschafter der Elektromobilität.

Jamie Green

Jamie Green

Der Engländer (Jahrgang 1982) startet seit 2005 in der DTM, seit 2013 für Audi. Der 17-malige DTM-Sieger ist einer der routiniertesten und anerkanntesten Fahrer der populären Tourenwagenserie. Green wurde in der DTM einmal Vizemeister (2015) und zählte oft bis kurz vor Saisonende zu den Titelkandidaten. 2017 und 2019 gewann er mit seinem deutschen Werksfahrerkollegen René Rast im Audi Sport Team Rosberg den Teamtitel. Neben der DTM ist Jamie Green seit 2018 mit Audi auch im GT-Sport aktiv und hat 2019 erste Testerfahrungen in einem Formel-E-Auto von Audi gesammelt.

Füße auf Pedalen

STARTPROZEDUR

In der Formel E und in der DTM wird jeweils aus dem Stand gestartet. Die Teilnehmer stellen sich um mindestens eine Wagenlänge versetzt in Zweierreihen auf. Die Startampel hat jeweils fünf rote Lichter und arbeitet in beiden Rennserien so: Nach dem ersten Rotlicht wird schrittweise ein weiteres hinzugeschaltet, bis alle fünf brennen. Alle fünf Lichter erlöschen dann computergesteuert nach einer kurzen Zeitspanne gleichzeitig. Damit ist der Start freigegeben, die Rennteilnehmer dürfen losfahren.

FORMEL E

Audi e-tron FE06 auf der Rennstrecke

Startposition einnehmen

Lucas di Grassi im Audi e-tron FE06: „Am sogenannten Vorstart, der in der Formel E je nach Rennstrecke unterschiedlich weit entfernt von der Startzone liegt, lege ich per Knopfdruck den Fahrgang ein. Dann trete ich mit dem rechten Fuß rechts aufs Fahrpedal und fahre in meine auf der Piste markierte Startbox. Kurz bevor ich meinen endgültigen Startplatz erreiche, lasse ich die Antriebsräder am Heck meines Autos durchdrehen, um so die Hinterreifen aufzuwärmen und ihre Laufflächen griffiger zu machen. All das tue ich, anders als mein Audi Kollege Jamie Green in der DTM, ohne dass mich jemand per Funk an- und einweist.“

Audi e-tron FE06 auf der Rennstrecke

Starten

Lucas di Grassi im Audi e-tron FE06: „Ich schaue auf die Startampel und beobachte ihre roten Lichter. Sobald sie ausgehen, trete ich aufs Fahrpedal und los geht’s ins Rennen. Im Grunde ist das ziemlich einfach.“

Lucas di Grassi im Audi e-tron FE06

Mögliche Startfehler

Lucas di Grassi im Audi e-tron FE06: „Beim Losfahren kann es passieren, dass du den Druck aufs Fahrpedal falsch einschätzt. Dass du zum Beispiel zu fest drauftrittst, zu viel Power an deine Hinterräder schickst und die zu stark durchdrehen. Das kostet dich Beschleunigung und dazu eine oder sogar mehrere Positionen. Plätze kannst du außerdem verlieren, wenn du auch nur um einen Moment zu spät auf das Startsignal reagierst.“

DTM

Audi RS 5 DTM in der Startaufstellung

Startposition einnehmen

Jamie Green im Audi RS 5 DTM: „Nach einer Einführungsrunde, die in der DTM immer und überall um den kompletten Rennkurs führt, rolle ich mit all meinen Konkurrenten auf der Start-Ziel-Geraden. Jeder Fahrer peilt nun seine Startbox an. Weil die Begrenzungen dieser Markierungen aus dem tief und weit hinten positionierten Cockpit eines DTM-Autos nicht millimetergenau abschätzbar sind, wird in der DTM jeder Fahrer von seinem Renningenieur per Funk in seine Startbox gelotst. Bei mir macht das Erich Baumgärtner, einer der erfahrensten Mitarbeiter des Audi Sport Team Rosberg. Mit den Kommandos vier, drei, zwei, eins zählt er die letzten Meter runter. Ganz wichtig: Neben der verbleibenden Distanz muss Erich auch mein Tempo per Augenmaß kontrollieren. Komme ich nämlich zu schnell an, besteht das Risiko, dass ich beim Befehl ,Stop‘ nicht mehr rechtzeitig anhalten kann und über meine Startbox hinausfahre. Das wird bestraft und meine Chance auf vordere Plätze ist gleich verspielt.“

Audi RS 5 DTM auf der Rennstrecke

Starten

Jamie Green im Audi RS 5 DTM: „Sobald die erste der fünf roten Ampellampen aufleuchtet, lege ich per Schaltwippe den ersten Gang ein. Mein linker Fuß tritt währenddessen das Kupplungspedal voll durch. Mit der rechten Fußspitze drücke ich aufs Gaspedal, gleichzeitig mit der rechten Hacke aufs Bremspedal. Das ist besonders wichtig auf Strecken mit abschüssigen Start-Ziel-Geraden. Auf meinem Dashboard beobachte ich die dort digital angezeigte Drehzahl des Motors. Sobald die fünf Ampellampen erlöschen, rutsche ich mit dem rechten Fuß voll aufs Gaspedal, lasse parallel dazu mit links das Kupplungspedal los, gebe noch mehr Gas und schalte während des Beschleunigens in die nächsten Gänge hoch.“

Jamie Green im Audi RS 5 DTM

Mögliche Startfehler

Jamie Green im Audi RS 5 DTM: „Du kannst zum Beispiel deine Startbox verfehlen, wie es mir leider in der letzten Saison bei einem meiner zwei Heimrennen in Brands Hatch passiert ist. Oder du kannst den Motor abwürgen und musst ihn dann neu anlassen. Mein Teamkollege René Rast hat das 2019 auf dem Norisring erlebt, das Rennen aber trotzdem gewonnen. Zeit und Plätze verlierst du natürlich auch, wenn du den Start schlicht und einfach verschläfst. Das Gegenteil davon ist ein Frühstart. Wenn du also vor dem Ausgehen der Startampel losfährst. Auslösen kann das dein Reaktionsfehler, aber auch ein Technikdefekt deines Autos, beispielsweise an der Kupplung.“

RICHTIG
ABGEFAHREN

Audi RS 5 DTM auf der Rennstrecke
Lenkrad
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