NEUE ÄRA

Mit dem Einstieg bei den Le-Mans-Prototypen 1999 und in die DTM 2004 begann bei Audi eine außergewöhnlich erfolgreiche Ära mit den hochkarätigsten Rennwagen ihrer Zeit. Das offene Sportwagen-Reglement bewirkte einen Innovationsschub, der auch den Serienprodukten der Marke zugutekam. Die DTM hatte sich von einer Kategorie serienbasierter Rennwagen in den Achtziger- und Neunzigerjahren weiterentwickelt zu Prototypen, bei denen nur noch die Silhouetten an Straßenfahrzeuge erinnerten. Reinrassige Renntechnik bei erstklassiger Sicherheit garantiert seither Tourenwagen-Spitzensport. Mit dem Kundensport betrat Audi 2009 zudem einen ganz neuen Bereich.

ERFOLGE IN LE MANS

Nach der Verbannung des überlegenen quattro-Antriebs aus dem Tourenwagensport wechselte Audi zu den Sportprototypen und untermauerte auch in dieser Motorsport-Kategorie 18 Jahre lang seinen Slogan „Vorsprung durch Technik“. Beim Debüt bei den 24 Stunden von Le Mans gelang 1999 mit Platz drei auf Anhieb der Sprung auf das Siegerpodest. In den folgenden Jahren war der Audi R8 beim härtesten Langstreckenrennen der Welt eine Klasse für sich. Von 2000 bis 2002 feierte die Marke einen historischen Hattrick, auch dank der ab 2001 erstmals eingesetzten TFSI-Technologie. Die Kombination aus Turboaufladung und Direkteinspritzung war seinerzeit revolutionär und ist heute Standard in Serienmodellen von Audi. 2004 und 2005 holten Kundenteams in Le Mans zwei weitere Gesamtsiege für Audi. Seinen Platz in der Motorsport-Geschichte sicherte sich der R8 mit insgesamt 63 Siegen in 80 Sportwagen-Rennen.

PIONIERLEISTUNGEN MIT TDI-TECHNIK

Eine Pionierleistung und gleichzeitig einen neuerlichen Beweis für „Vorsprung durch Technik“ demonstrierte Audi mit der TDI-Technologie: Der neu konzipierte Audi R10 TDI triumphierte 2006 als erster Rennsportwagen mit Dieselantrieb bei den 24 Stunden von Le Mans. Insgesamt setzte sich die TDI-Technologie achtmal beim härtesten Langstrecken-Rennen der Welt durch. Zudem gewann Audi mit dem Diesel-Rennwagen dreimal in Folge die American Le Mans Series und 2008 auch die europäische Le Mans Series. Mit dem R15 TDI feierte Audi 2010 einen Dreifachsieg im schnellsten Le-Mans-Rennen aller Zeiten und stellte damit einen neuen Distanzrekord auf. 2014 gelang der 13. Sieg bei nur 16 Teilnahmen. „Vorsprung durch Technik“ galt auch bei der Energieeffizienz: In der TDI-Ära reduzierte Audi den Dieselverbrauch innerhalb eines Jahrzehnts um 46 Prozent.

 

Dabei half auch eine weitere Pionierleistung: Die Hybridisierung des Antriebs. Mit dem ersten Sieg eines Diesel-Hybrid-Rennwagens bei den 24 Stunden von Le Mans schrieb Audi 2012 Geschichte. Dreimal in Folge (2012 bis 2014) blieb der Audi R18 e-tron quattro in Le Mans ungeschlagen. Viele weitere Innovationen, wie das Audi Laserlicht, ergänzen die technischen Weiterentwicklungen.

ABSCHIED MIT HÖHEPUNKT

ABSCHIED MIT HÖHEPUNKT

Das Engagement von Audi im Sportprototypen-Rennsport endete mit Ablauf der Saison 2016, als die Marke ihre Motorsport-Strategie neu ausrichtete und sich werkseitig in der rein elektrischen Rennserie Formel E engagierte. In Bahrain beendete das Audi Sport Team Joest das höchst erfolgreiche, 18 Jahre dauernde Engagement bei den Sportprototypen mit einem Doppelsieg beim Saisonfinale der FIA WEC 2016. Es war der 107. Rennsieg eines Sportprototypen von Audi.
TITEL IN DER DTM

TITEL IN DER DTM

Nach dem Titel von Laurent Aiello 2002 mit dem privat eingesetzten Abt-Audi TT-R kehrte Audi 2004 werkseitig in die DTM zurück und holte mit Mattias Ekström auf Anhieb den Titel – auch 2007 triumphierte der Schwede. 2008 und 2009 setzte sich Markenkollege Timo Scheider die Krone auf. Damit gelang Audi als bisher einzigem Automobilhersteller in der DTM-Geschichte ein Titelhattrick. Martin Tomczyk komplettierte die Erfolgsstory des Audi A4 DTM in der Saison 2011. Zwei Jahre später holte Mike Rockenfeller mit dem Audi RS 5 DTM den insgesamt neunten DTM-Titel für Audi. Eine sagenhafte Leistung gelang René Rast 2017. Der Aufsteiger sicherte sich als Rookie den DTM-Fahrertitel. Auch der Teamtitel ging an das Audi Sport Team Rosberg. Audi vervollständigte die starke Saison zudem mit dem Gewinn des Markentitels.

AUDI SPORT CUSTOMER RACING

Mit dem R8 LMS entwickelte Audi 2009 erstmals gezielt einen Rennwagen für den Einsatz im Kundensport. Der GT3-Sportwagen, der zu mehr als 50 Prozent aus Serienteilen besteht, überzeugte auf Anhieb. Inzwischen sind mehr als 200 Rennwagen an Kunden ausgeliefert. Im März 2015 präsentierte Audi die zweite Generation des erfolgreichen GT3-Sportwagens, der nur zwei Monate später das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gewann. Im Jahr 2015 startete auch der Audi Sport TT Cup, bei dem sich Junioren drei Jahre lang in actiongeladenen Rennen beweisen konnten. Jan Kisiel, Joonas Lappalainen und Philip Ellis hießen die drei Champions der Jahre 2015 bis 2017.

 

Zwei Jahre, zwei neue Modelle: Im September 2016 markierte die Vorstellung des Audi RS 3 LMS den Einzug der Marke in die TCR-Klasse im Tourenwagen-Rennsport. Während der RS 3 LMS 2017 eine erfolgreiche erste Saison in den Händen von Kundenteams erlebte, debütierte im April der Audi R8 LMS GT4 für die wachsende GT4-Kategorie. Damit umfasst das Portfolio von Audi Sport customer racing die drei weltweit populären Kategorien GT3, GT4 und TCR.

AUCH IN ZUKUNFT VORSPRUNG DURCH RACING

2017 präsentierte sich Audi Sport neu aufgestellt. Das Unternehmen beweist nicht nur in der DTM Vorsprung durch Technik, sondern auch in zwei Disziplinen, die erstmals zum Portfolio der Marke zählen. Seit der Saison 2016/17 engagiert sich Audi stärker in der Formel E, der weltweit ersten Rennserie für rein elektrisch angetriebene Rennwagen. Mit Erfolg: Audi Fahrer Lucas di Grassi gewann beim Saisonfinale in Montreal den Fahrertitel. „Elektromobilität ist eines der Schlüsselthemen unserer Branche“, sagt Peter Mertens, Mitglied des Vorstands der AUDI AG, Technische Entwicklung. „Wir wollen uns zum führenden Premiumanbieter auf diesem Gebiet entwickeln. 2025 soll jeder vierte Audi ein Elektroauto sein.“

 

Das Engagement von Audi wurde zur Saison 2017/18 zu einem werkseitigen Motorsport-Programm ausgeweitet, mit einer Teilnahme von Audi Sport ABT Schaeffler bei den zwölf Formel-E-Rennen mit dem Audi e-tron FE04, gefahren von Lucas di Grassi und Daniel Abt, die mit dem Gewinn der Teammeisterschaft gekrönt wurde. Aber die Zukunft hat bereits begonnen: Der neue Audi e-tron FE05 wird in der fünften Formel-E-Saison ab Ende 2018 antreten.

TITEL IN DER RALLYCROSS-WM

TITEL IN DER RALLYCROSS-WM

Zudem unterstützte Audi 2017 und 2018 das Rallycross-Team von Mattias Ekström. Der DTM-Champion von 2004 und 2007 hatte mit EKS im Jahr 2016 den Fahrer- und den Teamtitel in der Rallycross-Weltmeisterschaft bejubelt und die Erfolgsgeschichte von Audi damit weitergeschrieben. „Hannu Mikkola war 1983 der Erste, der mit quattro-Antrieb zum Titel gefahren ist, in der WEC war der Audi R18 e-tron quattro über viele Jahre erfolgreich und ich konnte nun mit meinem Audi S1 EKS RX quattro ein Kapitel beitragen“, sagt Ekström, der sich nach Ende seiner DTM-Karriere in der Saison 2018 auf die Rallycross-Saison konzentrierte. Die zweite Generation des Audi S1 EKS RX quattro wurde 2018 von Ekström und Andreas Bakkerud gefahren.
1908–1968: Die Erfolge der Marke NSU
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Rennsport Historie

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Schon Anfang des 20. Jahrhunderts machte NSU im Motorsport von sich reden. Bis 1967 errang die Marke bedeutende Rennsiege im Motorrad- und im Automobilrennsport.

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