Historischer Rennmarathon

Das gab es noch nie bei Audi Sport: zwölf Rennen zu fahren innerhalb von 23 Tagen. Und das mit zwei sehr verschiedenen Autos. Was die Audi Werksfahrer René Rast, Robin Frijns und Nico Müller und ihre Teams bei den Dauereinsätzen in der DTM und in der Formel E erwartet.

15.07.2020 Lesezeit: 6 min

Audi e-tron FE06 und Audi RS 5 DTM

Der durch die Covid-19-Pandemie bedingte historische Rennmarathon beginnt für Audi Sport am ersten August-Wochenende mit dem um drei Monate verschobenen Saisonstart der DTM. Die populäre Tourenwagen-Rennserie fährt ihre ersten beiden von 18 Rennen des Jahres 2020 in Spa-Francorchamps (Belgien).

 

Stromverbrauch kombiniert*: 22,7–20,6 kWh/100km (NEFZ); 26–21,9 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: 0 g/km

Stromverbrauch kombiniert*: 22,7–20,6 kWh/100km (NEFZ); 26–21,9 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: 0 g/km

Vom 5. bis 13. August geht es ab Mitte der folgenden Woche direkt weiter für die Ingolstädter in Berlin (Deutschland). Dort wird nach den fünf bislang ausgetragenen Läufen und fünf Monaten Saisonunterbrechung mit insgesamt sechs weiteren Rennen innerhalb von neun Tagen die Formel-E-Meisterschaft 2019/2020 für rein elektrische offene Rennwagen abgeschlossen. An den beiden darauffolgenden Wochenenden finden auf dem Lausitzring (Deutschland) jeweils zwei weitere DTM-Läufe statt.

 

 

  Termin Serie Rennen
1 1. August (Samstag) DTM Saisonrennen 1
2 2. August (Sonntag) DTM Saisonrennen 2
3 5. August (Mittwoch) Formel E Saisonrennen 6
4 6. August (Donnerstag)  Formel E Saisonrennen 7

Mehr Details

  Termin Serie Rennen
5 8. August (Samstag) Formel E Saisonrennen 8
6 9. August (Sonntag) Formel E Saisonrennen 9
7 12. August (Mittwoch) Formel E Saisonrennen 10
8 13. August (Donnerstag) Formel E Saisonrennen 11
9 15. August (Samstag) DTM Saisonrennen 3
10 16. August (Samstag) DTM Saisonrennen 4
11 22. August (Samstag) DTM Saisonrennen 5
12 23. August (Samstag) DTM Saisonrennen 6
Nico Müller, René Rast, Robin Frijns

DIE MARATHONFAHRER

Drei Audi Werksfahrer sind bei all diesen zwölf Rennen im August 2020 am Start: René Rast, Robin Frijns und Nico Müller.

René Rast

RENÈ RAST

Renè Rast ist amtierender DTM-Champion und fährt im Audi Sport Team Rosberg. In seinen ersten drei DTM-Jahren hat er mit Audi seit 2017 zwei Meistertitel, einen Vizetitel und 17 Rennsiege eingefahren. In der Formel E bestritt Rast bisher nur ein Rennen. In Berlin geht er nun im Team Audi Sport ABT Schaeffler an den Start. Sein Teamkollege ist der Brasilianer Lucas di Grassi, der Formel-E-Champion der Saison 2016/2017 und einer der Publikumslieblinge.

Robin Frijns

ROBIN FRIJNS

Robin Frijns aus den Niederlanden fährt seit 2018 in der DTM beim Audi Sport Team Abt Sportsline. In seinen ersten beiden Jahren kam er mehrmals aufs Podium und verpasste 2019 auf dem Nürburgring nur knapp seinen ersten DTM-Sieg. In der Formel E bestreitet Frijns seine insgesamt vierte Saison. Bei Envision Virgin Racing startet er im zweiten Jahr in einem Kunden-Rennauto von Audi Sport. Damit gewann der Niederländer in der Saison 2018/2019 zwei Rennen.

Nico Müller

NICO MÜLLER

Nico Müller wurde 2019 Vizemeister der DTM und hat seit seinem Debüt 2014 mehrere Rennen gewonnen. Der Schweizer startete dabei immer für Audi. Letztes Jahr war der Pilot von Audi Sport Abt Sportsline der härteste Rivale von René Rast im Titelkampf und siegte im Oktober 2019 beim bisher letzten DTM-Rennen. Seit der aktuellen Saison 2019/2020 ist Müller im Team Geox Dragon auch regelmäßig in der Formel E aktiv. Davor war er bereits zwei Jahre lang Entwicklungspilot von Audi.

Nico Müller beim Rennradfahren

SCHLÜSSELFAKTOR FITNESS

Neben einem schnellen und zuverlässigen Rennwagen ist eine hervorragende Kondition der Rennfahrer entscheidend für den Erfolg. Bei dem für Audi Sport anstehenden Rennmarathon eine besondere Herausforderung: Die Werkspiloten Rast, Frijns und Müller müssen so schnell wie nie zuvor zwischen sehr unterschiedlichen Fahrzeugkonzepten mit sehr unterschiedlichen Anforderungen wechseln.

Audi RS 5 DTM auf der Rennstrecke

Audi RS 5 DTM

Geschlossener Class-1-Rennwagen mit Kohlefaser-Monocoque, Zweiliter-Turbomotor mit vier Zylindern (580 PS/426 kW), Heckantrieb und semiautomatischem, sequenziellem Sechsgang-Getriebe. 0–100 km/h in 2,8 Sekunden, Topspeed rund 300 km/h.

Audi e-tron FE06 auf der Rennstrecke

Audi e-tron FE06

Offener FIA-Formel-E-Rennwagen mit Kohlefaser-/Aluminium-Monocoque, elektrischer Motor-Generator-Unit (bis zu 340 PS/250 kW), Heckantrieb und Eingang-Renngetriebe. 0–100 km/h in 2,8 Sekunden, Topspeed 240 km/h.

„Rein vom Fahren her wird der Wechsel zwischen DTM- und Formel-E-Auto kein großes Problem sein“, sagt Nico Müller. Der Schweizer kennt sich bestens aus beim Cockpittausch. Müller ist im Dienst von Audi schon DTM, GT-Langstreckenrennen, Formel-E-Tests und sogar Rallycross-Einsätze parallel gefahren.

„Während ich in der DTM bis ins kleinste Detail alles kenne, ist für mich in der Formel E im Grunde alles neu, und meine Einsätze in Berlin sind deshalb die absolute Herausforderung“, schätzt René Rast seine Lage ein. In Sachen Fitness sieht der DTM-Titelverteidiger aber weder in seinem gewohnten Audi RS 5 DTM noch im für ihn neuen Formel-E-Auto Audi e-tron FE06 ein Problem: „Ich habe während der gesamten verlängerten Rennpause körperlich und am Rennsimulator bei Audi Sport regelmäßig sehr intensiv trainiert. Dazu konnte ich das Formel-E-Auto auch auf der Strecke testen.“

Im rund 240 PS stärkeren und auch mehr aerodynamischen Abtrieb produzierenden DTM-Auto wirken beim Beschleunigen, Bremsen und in Kurven viel höhere Fliehkräfte auf den Körper ein – in der berühmten Kurve Eau Rouge in Spa ist es beispielsweise das 3,3-Fache des eigenen Körpergewichts. „Zudem musst du im geschlossenen Cockpit des DTM-Autos gerade im Hochsommer deutlich höhere Temperaturen aushalten“, erklärt Robin Frijns. Im Formel-E-Rennwagen, so der Niederländer, sind wegen der dort nicht erlaubten Servolenkung die Arm- und Schultermuskeln mehr gefordert.

Stromverbrauch kombiniert*: 22,7–20,6 kWh/100km (NEFZ); 26–21,9 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: 0 g/km

Stromverbrauch kombiniert*: 22,7–20,6 kWh/100km (NEFZ); 26–21,9 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: 0 g/km

Erschwerend kommt beim Berliner Saisonfinale der Formel E hinzu: Dort werden die sechs Rennen auf drei verschiedenen Streckenvarianten ausgetragen. Nach dem zweiten und vierten Wertungslauf wird der temporäre Kurs auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof inmitten der deutschen Hauptstadt umgebaut. „Das bringt uns Fahrern natürlich willkommene Abwechslung, verlangt von unseren Technikern und Mechanikern aber zusätzliche Einstellarbeiten an den Autos. Und wir alle müssen in unerwarteten Momenten, von denen es in Berlin wohl mehr als sonst geben wird, möglichst flexibel reagieren“, sagt Nico Müller.

„Für die Fahrer und ihre Crews werden diese zwölf Rennen innerhalb von 23 Tagen sehr, sehr anstrengend. Aber unser gesamtes Personal ist auch sehr gut darauf vorbereitet.“ Das sagt Dr. Vincenzo Tota, der Teamarzt von Audi Sport. Der Italiener war früher selbst aktiver Rennfahrer und besonders bei Marathon-Rallyes erfolgreich. Er wird die DTM-Teams von Audi Sport in Spa und am Lausitzring sowie die Formel-E-Mannschaft in Berlin federführend medizinisch betreuen.

Audi e-tron FE06 in der Box

SCHLÜSSELFAKTOR PSYCHE

Ein ganz entscheidender Faktor, der über Erfolg und Misserfolg während der vollkommen neuen Dauerbelastung entscheidet, ist der Kopf. „Ob DTM- oder Formel-E-Teams, alle Mitarbeiter von Audi Sport sind absolute Profis, die erfahren darin sind, an der Rennstrecke Tag und Nacht mit höchstem Druck und Stress extrem gut umzugehen“, betont Dr. Tota. Aus langjähriger Erfahrung in den verschiedensten Rennformaten weiß der Mediziner: „Je mehr Stress die Fahrer bekommen, desto bessere Leistung bringen sie.“ Robin Frijns ergänzt: „Außerdem hatten Nico und ich fünf Monate, René sogar fast zehn Monate Rennpause. Also sind wir voll motiviert und haben ohne Ende Lust aufs Rennfahren.“

Ein starker Kopf und volle Konzentration sind ganz besonders in der Formel E gefordert, fügt der Niederländer hinzu. Frijns: „Weil du da während des Rennens permanent all die verschiedenen per Software gesteuerten Fahrzeugsysteme beobachten und am Lenkrad ständig nachjustieren musst.“ Optimales Energiemanagement, das ist die Kernaufgabe bei Formel-E-Rennen. Das bedeutet: den fürs Rennen zur Verfügung stehenden Stromvorrat, der aus dem Batteriespeicher und durch Energierückgewinnung beim Bremsen gespeist wird, so effizient und effektiv wie möglich über die Distanz einzusetzen.

Ein weiterer Faktor: Heimweh. „Ich werde wohl fast einen Monat mein Zuhause nicht wiedersehen“, merkt Nico Müller an. Der Schweizer erwähnt damit eine weitere psychische Herausforderung für ihn und seine Fahrerkollegen Rast und Frijns während des einzigartigen Zwölf-Rennen-Marathons. „Nach dem letzten Renntag am Lausitzring habe ich bestimmt Lust auf vier, fünf Wochen Urlaub“, mutmaßt René Rast.

Nico Müller

SCHLÜSSELFAKTOR KOMMUNIKATION

Bei allen kommenden Rennveranstaltungen der DTM und der Formel E wird zum Schutz vor der weiteren Ausbreitung des Coronavirus nach strengen Hygiene- und Quarantäneregeln gearbeitet. Der Kontakt von Fahrern und Teams mit Wettbewerbern und Öffentlichkeit wird weitestgehend vermieden. „Das erfordert gerade beim ohnehin schon sehr eng getakteten Zeitplan der Formel E eine noch bessere Kommunikation innerhalb der Teams und die absolute Konzentration auf die jeweils aktuellen Prioritäten“, prophezeit Robin Frijns. Denn: „Nur so wird sich die durch die ungewöhnliche Dauerbelastung bei jedem von uns wohl höhere Fehlerquote eingrenzen lassen.“

René Rast

SCHLÜSSELFAKTOR ERNÄHRUNG

Leicht und bekömmlich! Nach dieser strikten Devise versorgt Audi Sport in Spa, Berlin und am Lausitzring seine DTM- und Formel-E-Mannschaften. „Tagsüber gibt es Kohlenhydrate, abends Proteine oder umgekehrt, je nach den Essgewohnheiten unserer von überall aus der Welt stammenden Kollegen“, kündigt Dr. Tota dennoch Raum für individuelle Vorlieben an. Auf ein verdientes Feierabendbier muss auch keiner verzichten. „Das darf jeder allerdings nur allein auf seinem Hotelzimmer genießen, weil gemütliches Zusammensitzen aus Sicherheitsgründen nicht möglich sein wird“, so der Teamarzt.

Nico Müller

SCHLÜSSELFAKTOR AUSRUHEN

Ausreichende Entspannung und genügend Schlaf: Das sollen Fahrer, Techniker, Mechaniker und alle anderen Team-Mitarbeiter von Audi Sport während des Rennmarathons im August 2020 auf jeden Fall bekommen. „Das Gehirn des Menschen braucht mindestens acht Stunden Schlaf am Stück, ansonsten sammelt sich im Körper Müdigkeit an und führt zu immer größerer Erschöpfung“, merkt Dr. Vincenzo Tota an.

Zentrales Mittel zum Entspannen ist für die Werksfahrer von Audi Sport das autogene Training. Jeder von ihnen hat das schon als junger Rennpilot gelernt und weiß genau, wie er seinen von den massiven Eindrücken eines Renntages aufgewühlten Geist selbst „runterfahren“ kann. Für seine Formel-E-Technikcrew sorgt Audi Sport bei der kraftzehrenden Berlin-Woche mit Schichtarbeit für mehr Zeit und Raum zum Ausruhen. „Doch eines werden wir auch damit nicht verhindern können: Jeder von uns wird nach diesem Mammutprogramm ziemlich müde sein“, sagt Dr. Tota. „Aber je erfolgreicher wir dabei auf der Rennstrecke sein werden, desto leichter und besser lassen sich all die neuen Extra-Herausforderungen schaffen.“

HISTORISCHER
RENNMARATHON

Robin Frijns
Audi RS 5 DTM in der Box
Audi e-tron FE06 auf der Rennstrecke

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