05.09.2018

AUDI SPORT: GUTER START

Aller Anfang ist schnell. Das gilt im Motorsport. Beim Start mit einem Rennwagen ist vom ersten Meter an bestmöglicher Schub nach vorne gefragt. Das ist ein Moment absoluter Hochspannung – für die Fahrer und für die Autos. Und so gelingt in jedem der aktuellen Rennfahrzeuge von Audi ein guter Start:

AUDI RS 5 DTM

Mit dem Audi RS 5 DTM bestreitet Audi die erfolgreiche Tourenwagenserie DTM. Es ist das Meisterauto der Saison 2017. Für 2018 wurde der Audi RS 5 DTM weiterentwickelt. Insgesamt sechs davon bringt die Marke mit den Vier Ringen an den Start. Eingesetzt werden diese Fahrzeuge paarweise von drei langjährigen DTM-Partnern: Audi Sport Team Abt Sportsline, Audi Sport Team Phoenix und Audi Sport Team Rosberg.

Technik/Leistung:
V8-Saugmotor, 4,0 Liter Hubraum, mehr als 500 PS (368 kW), rund 275 km/h Topspeed, Heckantrieb.
WIE DER START MIT DEM AUDI RS 5 DTM AM BESTEN KLAPPT, ERKLÄRT AUDI WERKSFAHRER NICO MÜLLER:

WIE DER START MIT DEM AUDI RS 5 DTM AM BESTEN KLAPPT, ERKLÄRT AUDI WERKSFAHRER NICO MÜLLER:

„Mein Audi RS 5 DTM ist beim Start eine echte Herausforderung. Das liegt vor allem an seiner Kupplung. Die ist aus Kohlefaser gefertigt und packt je nach Hitzegrad unterschiedlich stark zu. Das heißt: Sie erfordert vom Fahrer besonders viel Gefühl.“

 

„Wenn meine DTM-Fahrerkollegen und ich die Einführungsrunde absolviert haben, stelle ich mich auf meiner aktuellen Startposition auf. Dann gehen die ersten der insgesamt fünf Doppel-Rotlichter der Startampel an. Ab da sorge ich für die sogenannte Vorspannung. Das heißt: Mein linker Fuß tritt das Kupplungspedal durch. Mit der rechten Hand ziehe ich an der Schaltwippe, die auf der Rückseite des Lenkrades angebracht ist. So lege ich den ersten Gang ein. Dann erhöhe ich mit dem rechten Fuß den Druck aufs Gaspedal.“
„Als Nächstes drücke ich mit dem linken Daumen auf dem Lenkrad den Knopf ,Brake‘. Im Prinzip ist das eine elektronische Handbremse. Danach linken Fuß runter vom Kupplungspedal. Die Motorkraft, die nun auf die blockierten Antriebsräder am Heck wirkt, aber noch keine Fortbewegung produzieren kann, setzt mein Auto unter Höchstspannung. Und auch ich bin in diesen Sekunden total angespannt. Endlich geht die inzwischen volle Reihe der roten Ampellichter aus. Brake-Knopf loslassen, Gas geben. Und ab! Anfahren – mit so wenig wie möglich durchdrehenden Hinterrädern. Hochschalten, weiter Gas geben, wieder hochschalten. Und dann, so weit vorn liegend wie nur möglich, in die erste Kurve einlenken.“

AUDI R8 LMS GT3

Der Audi R8 LMS GT3 ist der erste Rennwagen, den Audi gezielt für den Kundensport entwickelt und gebaut hat. Der Mittelmotor-Bolide, der wie sein 2018 neu eingeführter kleinerer Bruder Audi R8 LMS GT4 auf dem Serienmodell Audi R8 basiert, bietet Profis und Hobby-Rennfahrern unzählige Einsatzmöglichkeiten: Langstreckenrennen wie die 24 Stunden Nürburgring oder die 24 Stunden Spa-Francorchamps genauso wie zahlreiche GT3-Rennserien weltweit.


Technik/Leistung:
V10-Saugmotor, 5,2 Liter Hubraum, bis zu 585 PS (430 kW), 305 km/h Topspeed, Heckantrieb.

WIE STARTET ES SICH MIT DEM AUDI R8 LMS GT3 AM BESTEN? DAS ERLÄUTERT EBENFALLS NICO MÜLLER. DER SCHWEIZER IST 2018 AUCH AUF DER LANGSTRECKE FÜR AUDI UNTERWEGS.

WIE STARTET ES SICH MIT DEM AUDI R8 LMS GT3 AM BESTEN? DAS ERLÄUTERT EBENFALLS NICO MÜLLER. DER SCHWEIZER IST 2018 AUCH AUF DER LANGSTRECKE FÜR AUDI UNTERWEGS.

„Anders als in der DTM wird im Langstreckensport nicht stehend, sondern fliegend gestartet. Das ist grundsätzlich leichter. Du kommst nämlich rollend zur Startlinie. Das Risiko des Abwürgens beim Einkuppeln besteht also nicht.“
„Entscheidend beim fliegenden Start ist folgender Moment: Das Safety-Car, das in der Aufwärmrunde das Feld angeführt hat, ist in die Boxengasse abgebogen, aber die Startampel, die das Rennen freigibt und das Überholen erlaubt, ist noch nicht auf Grün geschaltet. Jetzt bloß nicht den Augenblick verpassen, wo Grün kommt und ab dem volles Renntempo gefahren werden darf! Ansonsten riskierst du, eine oder sogar mehrere Positionen einzubüßen.“
„Stehend starten muss ich mit dem Audi R8 LMS GT3 allerdings auch. Beim Losfahren von der Box, zum Beispiel zu Trainingsbeginn und nach jedem Boxenstopp. Aus dem Stand wird mit Kuppeln und Schalten angefahren. Beides passiert über Schaltwippen am Lenkrad.“

AUDI RS 3 LMS

Seit 2017 gehört der für die Tourenwagenkategorie TCR konzipierte Audi RS 3 LMS mit zum Angebot von Audi Sport customer racing und rundet die Palette damit bis zur Einsteiger-Ebene hin ab. 2018 wurde der nationale und regionale TCR-Rahmen erweitert. Die ranghöchste Klasse ist seitdem die neue FIA WTCR. Sie wird in Europa, Afrika und Asien ausgetragen. Zwei Partnerteams von Audi Sport customer racing bringen dort 2018 insgesamt sechs Audi RS 3 LMS an den Start. Weltweit können TCR-Piloten in 25 Rennserien starten. Hinzu kommen namhafte Einzelveranstaltungen wie die 24 Stunden auf dem Nürburgring sowie eine wachsende Zahl von Breitensport-Serien oder Wettbewerbe wie Bergrennen.


Technik/Leistung:
Reihen-Vierzylinder-Turbomotor, 2,0 Liter Hubraum, 350 PS (257 kW), bis zu 265 km/h Topspeed, Frontantrieb.

WTCR-PILOT FRÉDÉRIC VERVISCH AUS BELGIEN BESCHREIBT DAS STARTEN MIT DEM AUDI RS 3 LMS:

WTCR-PILOT FRÉDÉRIC VERVISCH AUS BELGIEN BESCHREIBT DAS STARTEN MIT DEM AUDI RS 3 LMS:

„Aus der Aufwärmrunde kommen wir in die Startaufstellung und halten an. Ich lasse dabei immer den ersten Gang drin und das Kupplungspedal getreten. Dann blockiere ich mein Auto mit dem Handbremshebel. Den muss ich so fest wie möglich ziehen und gezogen halten. Er lässt sich nämlich nicht feststellen.“
„Sobald Rot kommt, geht es um den sogenannten ,Preload‘. Also darum, per Lenkradwippe den ersten Gang einzulegen, durch leichtes Lupfen des linken Pedals den Schleifpunkt der Kupplung zu ertasten und so meinen Audi RS 3 LMS – wie einen Flitzebogen – zu spannen. Gleichzeitig drücke ich mit einem Finger den Rev-Limiter-Knopf am Lenkrad. Dank dieser Sonderfunktion kann der Motor eine voreingestellte Startdrehzahl nicht übersteigen.“

„Gibt die Ampel den Start frei, lasse ich die Handbremse los, bleibe auf Vollgas und lasse die Kupplung zügig kommen. Wie immer mit viel Gefühl! Denn: Trotz aller Schutzvorkehrungen ist es leicht, in einem WTCR-Auto den Motor abzuwürgen. Vor allem dann, wenn dir die Drehzahl des Turboladers in den Keller fällt. Eine spezielle Herausforderung ist zudem, die Kupplung jedes Mal neu zu erfühlen. Sie verändert sich mit jeder Startprozedur in den drei Rennen im Laufe eines WTCR-Wochenendes spürbar. Sobald wir gestartet sind, lasse ich den Rev-Limiter-Knopf los. Ab dann heißt es: volle Konzentration auf Kurve eins.“

 

AUDI S1 EKS RX QUATTRO

Audi ist in der Rennsaison 2018 auch wieder in der FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft (World RX) aktiv. Die Marke mit den Vier Ringen unterstützt werkseitig das Projekt ihres zweimaligen DTM-Champions Mattias Ekström. Unter dem Namen EKS Audi Sport tritt das Team mit zwei Audi S1 EKS RX quattro an. Der Prototyp für die Supercar-Kategorie basiert auf dem Kleinwagen-Serienmodell Audi S1.


Technik/Leistung: Reihen-Vierzylinder-Turbomotor, 580 PS (426 kW), bis zu 210 km/h Topspeed, Vierrad-Antrieb.

DAS STARTPROZEDERE ERKLÄRT TEAMBESITZER UND FAHRER MATTIAS EKSTRÖM AUS SCHWEDEN:

DAS STARTPROZEDERE ERKLÄRT TEAMBESITZER UND FAHRER MATTIAS EKSTRÖM AUS SCHWEDEN:

„Ich warte auf das Zeichen des Streckenpostens, wenn die Startprozedur vor der Ampel losgeht. Dann trete ich das Kupplungspedal, lege den zweiten Gang ein und schalte das Anti-Lag-System ein. Es hält den Ladedruck des Turbomotors auch dann hoch, wenn ich nicht aufs Gaspedal trete. Damit wird vermieden, dass sich die Motorleistung beim Start mit Verzögerung entfaltet.“
„Anschließend ziehe ich die Handbremse – mechanisch per Hebel – und gebe mehr Gas. Dann lasse ich die Kupplung so weit kommen, bis sie anfängt zu greifen. In der Fachsprache nennen wir das: ,den Schleifpunkt finden‘.“
„Gemeinsam mit meinen Gegnern warte ich so in der Startaufstellung stehend vor der Ampel auf Grün. Zwei, maximal drei Sekunden dauert das. Wenn die drei grünen Lichter aufleuchten, löse ich gleichzeitig Kupplung und Handbremse. Normalerweise schieße ich dann los wie eine Kanonenkugel. Frühstarts passieren mir im Rallycross selten. Ich gehe am Start nicht so sehr ans Limit wie beim Fahren.“

AUDI E-TRON FE04

Der Audi e-tron FE04 ist der erste Rennwagen mit den Vier Ringen, der 2018 bereits als Titelträger feststeht: Audi Sport ABT Schaeffler hat damit die Teamwertung der ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft 2017/2018 gewonnen. Mitte Juli 2018 ist die vierte Saison der weltweit ersten Elektro-Serie für einsitzige Rennwagen zu Ende gegangen. Herausgefahren haben die Mannschaftsmeisterschaft der Brasilianer Lucas di Grassi und Daniel Abt aus Deutschland. Ihre Autos sind Formelsport-Prototypen und Weiterentwicklungen des Fahrzeugtyps, mit dem Audi Werkspilot di Grassi 2016/2017 den Fahrertitel geholt hatte. Gemeinsam mit Technologie-Partner Schaeffler hat Audi die Motor-Generator-Unit (MGU), das Getriebe, die Antriebs-Software und Teile des Fahrwerks entwickelt und gebaut.

Technik/Leistung:
Elektro-Motor-Generator, Stromversorgung aus Lithium-Ionen-Batterie, bis 272 PS (200 kW) im Qualifying, bis 245 PS (180 kW) im Rennen, rund 225 km/h Topspeed, Heckantrieb.
DANIEL ABT, DER 2018 IN MEXIKO-STADT UND BERLIN SEINE ERSTEN BEIDEN FORMEL-E-SIEGE GEHOLT HAT, ERLÄUTERT DEN START MIT DEM AUDI E-TRON FE04 AUS DER COCKPITPERSPEKTIVE:

DANIEL ABT, DER 2018 IN MEXIKO-STADT UND BERLIN SEINE ERSTEN BEIDEN FORMEL-E-SIEGE GEHOLT HAT, ERLÄUTERT DEN START MIT DEM AUDI E-TRON FE04 AUS DER COCKPITPERSPEKTIVE:

„Wer Autos mit Verbrennungsmotor gewohnt ist, für den ist das Losfahren mit einem Elektrofahrzeug generell eine Überraschung. Denn das E-Triebwerk liefert seine volle Kraft unmittelbar. Sie muss nicht über ein Schaltgetriebe mit mehreren Gängen und von dort via Kupplung auf die Antriebsräder übertragen werden.“
„Was bei uns völlig anders ist als bei allen anderen Rundstreckenrennen: Wir haben keine Einführungsrunde. Stattdessen schalte ich per Knopfdruck am Lenkrad den Fahrgang ein und rolle auf Kommando wenige Meter vorwärts in meine Startposition.“
„Sobald die roten Lichter ausgehen, brauche ich nicht mit der Kupplung zu spielen. Ich muss mich nur auf die genau richtige Dosierung des Gaspedals konzentrieren. Schlagartig beginnt der Sprint Richtung erste Kurve.“

GUTER START

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