Game-Changer: Jedes Spiel braucht einen Mutigen, der es verändert

Plötzlich ist er da. Ein Gedanke, eine Idee, wie aus dem Nichts geboren. Eine Persönlichkeit, ein Prozess. Ein Moment, der alles verändert. Ein echter Game-Changer. Manchmal hilft der Zufall, manchmal entsteht Neues aus Leidenschaft und Mut, und manchmal verändert sich alles aus einem einzigen Impuls heraus. Fünf Protagonisten aus dem Kosmos des FC Bayern sprechen über ihre ganz persönlichen Game-Changer. Über Momente, in denen man spürt, dass eine neue Zeit anbricht. Denn mit Ideen beginnt die Zukunft. Future is an attitude.

14.02.2021 Lesezeit: 7 min

Robert Lewandowski: der Supersportler

Lewandowskis Spiel ist ein Best-of verschiedener Welten. Er ist technisch versiert wie ein brasilianischer Ballzauberer und athletisch wie ein olympischer Zehnkämpfer. Er trifft aus jeder Distanz, bringt Weltklasseverteidiger zur Verzweiflung, ist Impulsgeber und Antreiber. Athletik ist ein entscheidender Faktor in Lewandowskis Spiel – seine physische Wucht schüchtert jeden Gegenspieler ein. 

Wie und zu welchem Zeitpunkt wurde die Idee geboren, dass die Athletik mindestens genauso wichtig ist wie die Technik? 
Robert Lewandowski:
 Ich war 23 oder 24, als mir erst richtig bewusst geworden ist, dass meine körperliche Fitness Auswirkung auf meine Performance auf dem Feld hat. Das war ein wegweisender Moment für mich.

Lässt es sich bemessen, welchen Anteil Ihre Fitness an Ihrer Torausbeute hat?
 
Ich denke, jedes Tor ist zu 50 % Athletik. 

Haben Sie sich früher an anderen Spielern orientiert?
Klar hatte ich Vorbilder, aber ich finde, dass es viel wichtiger ist, seinen eigenen Weg zu gehen und nicht zu sehr auf andere zu schauen – schließlich ist jeder einzigartig. 

Was würden Sie jungen Sportlern als Ratschlag mit auf den Weg geben? 
Es braucht viel Disziplin und positives Denken. Egal, wie viel Talent du hast, du musst hart arbeiten, um erfolgreich zu sein. Aber irgendwann zahlt sich die Arbeit aus.

Egal, wie viel Talent du hast, du musst hart arbeiten, um erfolgreich zu sein.

Robert Lewandowski, Game-Changer

Karl-Heinz Rummenigge: Weltklassemann auf allen Ebenen

In den 80er-Jahren galt Karl-Heinz Rummenigge als einer der besten Spieler der Welt. Seit 2002 ist Karl-Heinz Rummenigge als Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München unter anderem für die Bereiche Sport, Medien und Marke verantwortlich und hat eine Ära in der Clubgeschichte geprägt. Eine der wichtigsten Weichenstellungen für die Zukunft des Vereins war der Bau der Allianz Arena, die 2005 eröffnet wurde.

Hat es einen bestimmten Zeitpunkt gegeben, in dem Sie gespürt haben, dass Sie Menschen beim FC Bayern München einen besonderen Schub geben können? 
Karl-Heinz Rummenigge: Ich glaube, als Vorstandsvorsitzender muss man die Mitarbeiter und Spieler besonders in schwierigen Zeiten unterstützen. Das jüngste Beispiel ist die Corona-Krise. Es war und ist in dieser Zeit wichtig, dass wir seriös mit der Krise umgehen, dass wir gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, gegenüber Spielern und Fans unsere Vorbildfunktion erfüllen, dass wir Sicherheit und Perspektive erarbeiten und vermitteln. 

Wann wussten Sie, dass Sie eine Ära beim FC Bayern prägen würden? 
Als 2002 der professionelle Fußballbetrieb in eine Aktiengesellschaft ausgegliedert wurde, hatten Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß, Karl Hopfner und ich das Gefühl, dass hier nun etwas ganz Besonderes entstehen kann. Der Grund für die Gründung der FC Bayern München AG war der damals in Planung befindliche Bau der Allianz Arena. Sie war der vielleicht wichtigste Schlüssel für unsere heutigen Erfolge.
 
Wie wird Fortschritt in einem Verein gelebt? 
Grundsätzlich muss man die Augen und Ohren immer offen halten für moderne Entwicklungen. Man muss Trends auf und neben dem Platz erkennen und antizipieren, jene auswählen und besetzen, die für den eigenen Erfolg relevant sind. Nur so kann man sich als Benchmark etablieren. 
 
Welche Rolle spielt die Freude am Erfolg in Ihrer zweiten Karriere? 
Die Freude am Erfolg war in meiner Zeit als Spieler direkter greifbar – man hatte Verantwortung für den Erfolg auf dem Platz und die Freude daran war natürlich sehr unmittelbar zu spüren. Im Management trägt man Gesamtverantwortung auch für andere Themen. Die Vermarktung, die Finanzen, die Werte, die der Klub vermittelt. Aber auch das geht nur, wenn einem Erfolg Freude bereitet. Und Titel freuen mich heute genauso wie früher.

Die Allianz Arena war der vielleicht wichtigste Schlüssel für unsere heutigen Erfolge.

Karl-Heinz Rummenigge, Game-Changer

Serge Gnabry: beflügelter Edeltechniker

Kreativ, smart, genial am Ball – das ist Serge Gnabry. Für den jungen Flügelläufer ist der FC Bayern der Game-Changer, bei dem sich nicht nur herausragendes Spiel kultivieren lässt, sondern auch große Erfolge eingefahren werden. Eben weil ein progressiver Mindset Teil der berühmten Bayern-DNA ist und der Verein damit zum Game-Changer für junge Talente wird. 

Können Sie sich an den Moment erinnert, an dem Sie gespürt haben, dass Ihre Karriere beim FC Bayern München einen ganz besonderen Schub bekommen würde? 
Serge Gnabry: Bei meinem ersten Training habe ich sofort gemerkt, dass der Ehrgeiz hier ein ganz anderer ist. Die Intensität und die extrem hohe Qualität haben mich schon beeindruckt. Ich habe vom ersten Tag an gespürt, dass der FC Bayern etwas Besonderes ist und dass ich richtig Gas geben muss. 
 
Was hat Ihnen dabei geholfen, diesen großen Entwicklungsschritt nach vorne zu machen? 
Die Erkenntnis, dass ich den Konkurrenzkampf annehmen muss, dass ich noch härter arbeiten muss, um hier mithalten zu können. Hier lernst du, dass du es leben musst.
 
Was war der ausschlaggebende Punkt, für Bayern München zu spielen?

Die Historie des Vereins, die großen Erfolge und die Spieler, die hier spielen. Ich will immer auf Top-Niveau spielen und so viele Titel wie möglich gewinnen – dafür ist Bayern der perfekte Verein. Ein weiterer Grund war, dass ich einige der Spieler bereits aus der Jugend kannte, das hat mir den Start hier natürlich erleichtert.
 
Haben Sie einen Ratschlag für junge Sportler? 
Man muss Spaß haben bei dem, was man macht, egal welchen Sport man betreibt. Man sollte sich früh Ziele setzen und sich bewusst machen, dass man auf vieles verzichten muss, um gesteckte Ziele zu erreichen.

Hier lernst du, dass du es leben musst.

Serge Gnabry, Game-Changer

Bernd Hofmann: der Fanmacher

Bernd Hoffmann ist  Bayern-Fan der ersten Stunde. Seine Liebe zum Verein manifestierte sich 1969 mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft und mündete vor rund 30 Jahren in der Entscheidung, einen Fanclub zu gründen. Hoffmanns Antrieb: Menschen zusammenbringen, jeden mitnehmen, das Fantum gemeinsam zelebrieren. Heute zählt der FC Bayern Fanclub Nabburg/Oberpfalz weit über 5.000 Mitglieder und ist damit einer der größten Bayernfanclubs weltweit.

Können Sie sich an einen speziellen Moment erinnern, der Sie als Fan des FC Bayern besonders glücklich gemacht hat?
Bernd Hofmann: Der Moment, als ich mit 75 Fans in Nabburg einen Bayernfanclub gründen konnte, dessen Präsident ich bis heute bin. Wir feiern dieses Jahr unser 30-jähriges Fanclubjubiläum und wir haben zum heutigen Tag 5.755 Mitglieder. 
 
Inwiefern hat die Tatsache, dass Sie Vollblutfan des FC Bayern sind, Sie als Mensch beeinflusst?
Wir nehmen bei fast allen Heim- und Auswärtsspielen auch Gästefans mit, das hat uns zu einer verschworenen Fangemeinschaft gemacht. Auf solchen Reisen lernt man neue Menschen und Fans aus der ganzen Welt kennen. Dieser Zusammenhalt über Ländergrenzen hinweg hat mich sehr geprägt.

Können Fans für die Spieler Game-Changer sein und haben Sie einen Moment im Kopf, in dem vielleicht auch die Fans das Spiel entschieden haben? 
Da fällt mir der CL-Gewinn 2013 gegen Dortmund im Londoner Wembley Stadion ein. Wenn ich mich an unsere Anfeuerung und grenzenlose Begeisterung bis zur letzten Minute erinnere, kommt immer noch ein Gänsehaut-Feeling auf. Sportler, also auch Fußballer, brauchen ihre Fans, brauchen die Nähe, brauchen deren Anfeuerung und die Begeisterung. Nur gemeinsam sind wir stark! Das zeigt sich besonders in schwierigen Zeiten. Das verlorene ‚Finale dahoam‘ 2012 ist ein gutes Beispiel. Niederlagen haben bei uns Fans immer dazu beigetragen, eine noch festere Bindung zur Mannschaft und zum Verein zu entwickeln – der Zusammenhalt ist grenzenlos!“ 

Die aktuelle Corona-Situation hat für die Fans alles auf links gedreht. Wie ist da Ihre Wahrnehmung?
Das Ganze nagt schon an den Fans. Gerade in einer der erfolgreichsten Saisonen durften wir weder die Meisterschaft, den DFB-Pokal, das CL-Finale noch die beiden Supercups live mitfeiern und besuchen – das schmerzt! Ich schreibe deshalb jede Woche einen Newsletter an die Mitglieder, bedanke mich für die Treue zum Fanclub, versuche zu motivieren und rufe sie auf durchzuhalten.

Niederlagen haben bei uns Fans immer dazu beigetragen, eine noch festere Bindung zur Mannschaft und zum Verein zu entwickeln – der Zusammenhalt ist grenzenlos!

Bernd Hofmann, Game-Changer

Manuel Neuer: die falsche 6

Ein Torhüter, der die Fußballwelt auf den Kopf stellt und die falsche 6 erfindet, kann für sich in Anspruch nehmen, das Torwartspiel revolutioniert zu haben.  Manuel Neuer ist damit zum Game-Changer geworden, der der Offensive eine 11. Option als Feldspieler gibt. Doch wie ist es zu dieser Neuinterpretation des Torwartspiels gekommen?

Wie und zu welchem Zeitpunkt sind Sie auf die Idee gekommen, dass diese Spielweise das Torhüter-Spiel verändern wird?
Manuel Neuer: 
Mit den Jugendmannschaften haben wir oft auf Hallenturnieren gespielt. Dabei habe ich immer versucht, das Spiel schnell zu machen. Ich habe sozusagen den Feldspieler gegeben. Das hat den Trainern immer gut gefallen und das wurde auch gefördert, deshalb habe ich versucht, mich auch am Ball immer weiter zu verbessern.

Hat es einen konkreten Moment gegeben, in dem Sie gemerkt haben, dass diese Spielidee ein echter Game-Changer für Sie und den FC Bayern werden kann?
Diesen einen Moment hat es nicht gegeben. Das war vielmehr ein schleichender Prozess. Aber es war schon immer meine Natur, offensiv zu denken, offensiv zu spielen. Der FC Bayern und auch die Nationalmannschaft erwarten das von einem Torwart. Man muss mitspielen, immer bereit und immer anspielbar sein. Und man muss Präsenz zeigen auf dem Platz.

Welche Rolle spielt der Wettbewerb in der Bundesliga und Champions League in Ihrer Entwicklung?
Mich motiviert der Nervenkitzel eines Wettbewerbs. Die Anspannung hilft mir auch, mal über meine Grenzen hinauszugehen. Man erlebt besondere Momente und überrascht sich selbst mit positiven Ereignissen und Leistungen.

Ihre Ballbeherrschung ist außergewöhnlich. Gibt es ein Erfolgsrezept?
Natürlich gehört ein bisschen Talent dazu. Vor allen Dingen braucht es viel Fleiß. Es ist wichtig, dass man immer versucht, seine Fähigkeiten auszubauen.

Ich habe immer versucht, offensiv zu denken, offensiv zu spielen.

Manuel Neuer, Game-Changer

Aus Ideen entsteht Zukunft. Die Zusammenarbeit zwischen Audi und dem FC Bayern München begann mit der Idee, eine Partnerschaft auf Augenhöhe zu schaffen – ein Impuls, der zum Startschuss für eine Erfolgsgeschichte geworden ist. Und der nächste Game-Changer steht bereits in den Startlöchern.

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