Audi-Hackathon: 30 intensive Stunden für nachhaltige Mobilitätskonzepte

30 Stunden, 25 Teilnehmer, eine Frage: Wie lässt sich nachhaltige Mobilität in Städten umsetzen? Beim ersten Audi Remote Hackathon programmieren Experten an wegweisenden Konzepten. Was passiert, wenn Profis ihre Köpfe zusammenstecken, lesen Sie hier.

18.05.2020 Lesezeit: 4 min

Sonntag, 10. Mai 2020, 19:01 Uhr. Es ist vollkommen still. Nicht das leiseste Geräusch stört die Remote-Verbindung. Alle Teilnehmer haben sich auf stumm geschaltet. Auf den angespannten Gesichtern schimmert das fahle Licht der Bildschirme. Gleich gibt die siebenköpfige Jury ihre Entscheidung bekannt. Quälende Sekunden. Hält die Verbindung?

Dann ist es soweit, der Gewinner steht fest: Auf den ersten Platz hat es das Team rund um die “10MinuteMap” geschafft. Die App zeigt Usern, wo sie im Umkreis von gerade einmal zehn Minuten lokale Angebote wie Geschäfte oder Cafés finden und wie sie dort so nachhaltig wie möglich hinkommen. Sie verbindet Transport mit lokalem Handel, mit Erleben und Entdecken. Sie bringt auf den Punkt, wie einfach nachhaltige Mobilität in Städten funktionieren kann. Das überzeugt die Jury.

Hackathon = Hacken + Marathon für nachhaltige Mobilität

Viel Zeit bleibt ihnen dafür nicht – von der Begrüßung bis zu den finalen Präsentationen vor der Jury am nächsten Tag sind gerade mal 30 Stunden vorgesehen. Zeit, in der die Teilnehmer Ideen rund um nachhaltige, urbane Mobilität sammeln, sortieren, bewerten und dazu digitale Prototypen entwickeln. Die Uhr tickt. Jede Sekunde zählt, bis ein Konzept am Reißbrett und in den Köpfen Gestalt annimmt – der Prototyp so weit entwickelt ist, dass er der Jury präsentiert werden kann.

Malte Schönfeld

„Gute Ideen in einer Wahnsinns-Geschwindigkeit agil umsetzen: davon lebt ein Hackathon”,

erklärt Malte Schönfeld. Der Venture Development Manager der Audi Denkwerkstatt unterstützt die Teilnehmer während des Hackathons inhaltlich und fachlich. Immer wieder klinkt er sich in die verschiedenen Sessions ein, gibt Feedback und beantwortet Fragen. Er ist begeistert, wie schnell sich die Teams zusammengefunden haben. Denn die meisten Teilnehmer kannten sich vorher nicht. Ausgehend von ihren Skills wurden sie von den Organisatoren in fünf interdisziplinäre Teams mit je fünf Teilnehmern zusammengewürfelt.

„Alle haben nachhaltige Mobilitätskonzepte geliefert, die so gut sind, dass sie theoretisch schon morgen realisiert werden könnten”, betont Malte Schönfeld.

Große Bandbreite für die Mobilität der Zukunft

Wie gut die Konzepte sind, zeigt sich am Sonntag: Um 17 Uhr starten die Präsentationen. Jedes Team hat gerade mal 20 Minuten Zeit, die Jury zu überzeugen. Die Ideen reichen von Vorschlägen für den Vertrieb des Audi e-tron bis hin zu einer Plattform, die alle Provider für nachhaltige Mobilität auf der ganzen Welt zusammenbringt.

Die App „Gohalfway“ zeigt Freunden, den idealen Standort für ein Treffen – und den nachhaltigen Weg dorthin. In einem anderen Konzept geht es um Shared-Mobility Flotten, bei der das Auto nahtlos gewechselt wird und sich die Parkplatzsuche somit erübrigt.

Nachhaltige Mobilitätskonzepte funktionieren nur zusammen

  

zieht Matthias Brendel

„Der Hackathon hat gezeigt, wie wir innerhalb kürzester Zeit Neues schaffen, wenn wir verschiedene Blickwinkel zusammenbringen. Denn wir müssen Nachhaltigkeit ökologisch, ökonomisch und sozial denken“,

zieht Matthias Brendel, Leiter der Audi Denkwerkstatt, am Ende begeistert Bilanz.

Am Ende strecken die Teilnehmer noch einmal die Hände nach oben, und wackeln mit den Fingern: Sie schicken sich damit ein digitales Klatschen über die Bildschirme. Es ist der Moment, in dem alle spüren: An diesem Wochenende haben sie alle gewonnen, denn sie haben gemeinsam Zukunft gestaltet.

Mehr Einblicke in den ersten Audi-Remote-Hackathon gibt‘s auch im Video: 

„Mobilität muss zum Erlebnis werden“

Mit ihrer App „10MinuteMap” haben sie die Jury beim ersten Audi-Remote-Hackathon überzeugt. Wir haben nach dem Event mit Tim Hautkappe und Jonas Nietschke aus dem Gewinnerteam über nachhaltige Mobilität der Zukunft gesprochen.

Warum habt ihr beim Hackathon zum Thema nachhaltige Mobilitätskonzepte mitgemacht?
Jonas:
Am Hackathon der Audi Denkwerkstatt hat uns gereizt, innerhalb kürzester Zeit eine Idee mit einem digitalen Prototyp und einem Geschäftsmodell zu verbinden, das gesellschaftliche Relevanz hat. Das Klima bestimmt unsere Lebensverhältnisse. Deshalb müssen wir uns mit nachhaltiger Mobilität in Städten auseinandersetzen und Mobilität neu denken. Nur so erhalten wir unseren Planeten auch für die nächsten Generationen.

Wie war es für euch, im Team remote zu arbeiten?
Tim:
Eine echte Herausforderung (lacht). Es war gar nicht so einfach, sich nur über den Bildschirm zu einem Team zu formieren – auch, weil wir uns vorher nicht kannten. Über den Videochat ist alles verzögert, die Kommunikation indirekt. Diese Distanz macht es schwierig, miteinander zu interagieren.

Umso schöner war der Highlight-Moment, als sich nach ein paar Stunden Diskussion unsere Ideen zur konkreten Lösung geformt haben – und dadurch auch unser Team zur Einheit.

Warum hat gerade euer Ergebnis die Jury überzeugt?
Tim:
Unsere App gibt eine Antwort darauf, wie einfach nachhaltige Mobilität in Städten funktionieren kann, und löst einen Konflikt unserer Generation: Wir alle haben wenig Zeit, aber unendlich viele Möglichkeiten. „10MinuteMap“ zeigt Angebote, die nur zehn Minuten entfernt liegen. Sie ermöglicht Usern, innerhalb kürzester Zeit nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Sie stärkt den lokalen Handel und fördert nachhaltige Mobilität. Und zeigt, wie viel wir in zehn Minuten erreichen können – im wahrsten Sinne des Wortes.

Wagen wir zusammen einen Blick in die Zukunft: Wie sieht nachhaltige, urbane Mobilität deiner Meinung nach in 50 Jahren aus?
Jonas:
Die Herausforderung der Zukunft ist es, Massenmobilität in großen Städten so intelligent und nachhaltig wie möglich zu organisieren. Damit Menschen nicht wie heute auf dem Weg zur Arbeit drei Stunden im Stau stehen, sondern ihre Zeit sinnvoll nutzen können. Mobilität muss zum Erlebnis werden. Das funktioniert zum Beispiel mit Verkehrsmitteln, die nahtlos aufeinander abgestimmt sind und mit denen der Transport zum Vergnügen wird.

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