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In der automobilen Zukunft wird alles vernetzt

Die Mobilität von morgen dockt an die digitalen Lebenswelten der Menschen an. Dafür finden die Autohersteller mit digitalen Services neue Erlösquellen. Ein Blick in eine Zukunft, in der Autohersteller sich mit digitalen Geschäftsmodellen neu erfunden haben. Als Mobilitätsanbieter.

14.03.2019 Story: Georg Dahm – Illustrationen: Eva Revolver Talking Business Lesezeit: 5 min

Prognose des weltweiten Bestands an Connected Cars

Bis 2023 wird sich der Bestand an Connected Cars weltweit voraussichtlich auf 342,6 Mio. verdreifachen. 1

Es geht immer noch besser. Weltweit wetteifern Ingenieure, das bestmögliche Auto zu entwickeln. Jetzt ändern sich die Spielregeln, deshalb hinterfragen Autohersteller ihr Selbstverständnis. Sie denken über das Produkt „Auto“ hinaus. In den Mittelpunkt rückt die digitale Lebenswelt des Kunden, in die Mobilität ganz selbstverständlich integriert wird. Gefordert ist das bestmögliche Nutzererlebnis, die sogenannte User Experience: Kunden wollen digitale Services möglichst bequem buchen, nutzen und verwalten. Deshalb wird Mobilität auf die Touchpoints einer veränderten Customer Journey zugeschnitten.

Klingt recht abstrakt? Die folgenden drei Szenarien erlauben den Blick in eine Zukunft, in der Autohersteller sich mit lukrativen digitalen Geschäftsmodellen neu erfunden haben. Als Mobilitätsanbieter.

Unterwegs zu Oma: Der Computer erkennt die günstigste Route und plant Stopps zum entspannten Aufladen.

Amelie: Papa, wann sind wir endlich bei Oma?

Vincent: Bald. Ist dein Hörbuch langweilig?

Amelie: Total seltsam. Der Josef in dem Buch läuft durch die Stadt und sucht nach seinem Auto. Was für ein Blödsinn, die Autos kommen doch zu uns?!

Vincent: Ist wohl ein altes Buch, früher war das anders. Heute sind wir froh, dass es den autonomen Schulbus gibt, der dich und Hanna morgens zu Hause einsammelt und zur Schule bringt.

Bordcomputer: Wir können Ihnen eine optimierte Streckenführung auf der Automatikfahrspur anbieten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit der Kolonne, in die Sie einschwenken, beträgt 80 Stundenkilometer, durch den Windschatten sparen Sie Energie. Wenn Sie weiter auf der Selbstfahrspur bleiben, kostet diese Strecke in Ihrem Tarif fünf Prozent Aufschlag.

Vincent: Bleibt es bei den berechneten Aufladestopps?

Bordcomputer: Sie haben einen berechneten Halt am Charge-&-Ride-Platz in Frankfurt, minimale Ladezeit 15 Minuten für Ihre Route. Ihre gebuchte Ladezeit beträgt zwei Stunden inklusive gebuchtem Shuttle in die Innenstadt zu Ihrer Restaurantreservierung. Bezahlt wird per Standardeinstellung via App.

Vincent: Dann einschwenken auf die Automatikspur.

Hanna: Fährt Oma eigentlich noch selber?

Vincent: Nicht mehr so viel wie früher. Sie hat sich ja anfangs gewehrt, autonom zu fahren, von wegen seit 40 Jahren unfallfrei und sie braucht das alles nicht. Aber seitdem wir das erste Mal zusammen ihre Lieblingsserie gesehen haben auf der Fahrt, ist sie doch ganz angetan.

Hanna: Filme im Auto? Bei Oma? Da gab es doch früher nie Empfang!

Vincent: Na ja, sie haben jetzt auf der Landstraße die Spur für Elektro-Lkw. Dafür mussten sie Stromtrassen ziehen und haben dabei auch Funkmasten hochgezogen. Aber jetzt seid mal bitte einen Moment leise, ich muss eure Mutter anrufen. Alexa, ruf Ada Zobel an.

Bordcomputer: Ada Zobel wird angerufen.

Das Auto fährt selbst: Autonomes Fahren erlaubt es, das Auto etwa als mobiles Büro zu nutzen.

Ada: Alexa, Anruf annehmen. Na, Señor, wie geht’s? Und ich warne dich, du bist auf laut.

Vincent: Ich muss mich eh benehmen, die Kinder sind im Auto.

Amelie: Mama, Mama! Bald sind wir bei Oma!

Ada: Stimmt, das ist ja heute. Alles okay bei euch? Ist der Wagen schon wieder heil?

Vincent: Nein, wir haben immer noch den Ersatzwagen. Die Werkstatt war heute Morgen noch mal im Videocall und hat mir was an der Batterie gezeigt, wo sie noch mal ranwollten. Da haben sie in unseren Fahrdaten eine Abweichung entdeckt. Sobald das repariert ist, bringen sie uns den Wagen heim – schade, vom Ersatzwagen muss ich mich dann verabschieden. Aber jetzt mal zu den wichtigen Dingen. Du kommst morgen zurück? Ich habe in unserem Kundenkonto gesehen, dass du in Madrid ein Just-in-time-Auto genommen hast?

Ada: Ja, Stefan und ich müssen raus zum Kunden. Zum Glück haben wir am Flughafen ein selbstfahrendes Auto mieten können und fahren die Strecke komplett autonom. Wir finalisieren jetzt noch die Präsentation und können auf dem Rückweg zum Flughafen zumindest zwei Stunden dösen.

Vincent: Ach prima, das ist ja sinnvoll genutzte Zeit. Stefan, bei dir auch alles klar?

Stefan: Spitzenmäßig! Was ist denn mit eurem Auto, habt ihr nicht mehr das SUV?

Vincent: Nein, beim letzten Mal stand da der Sales Advisor mit seinem Tablet und sagte: „Wir haben uns Ihre Streckenprofile angeschaut, Ihre Shuttle- und Urlaubsbuchungen – warum wollen Sie so viel Stauraum mit sich herumfahren, den Sie gar nicht brauchen?“

Ada: Sie haben uns den Wagen zwei Wochen lang zur Probe gegeben. Der Neue ist viel kompakter. Gefällt mir. So finde ich in der App auch viel leichter einen Parkplatz.

Stefan: Apropos Parkplatz. Wir haben noch 52 Minuten und ich würde gerne mit einer fertigen Präsentation ankommen.

Ada: Sorry, ja. Dann euch noch eine gute Fahrt. Sag mal, ist Hanna überhaupt dabei? Sie hat noch gar nichts gesagt.

Vincent: Unser Teenie sitzt auf der Rückbank am Handy und ist natürlich abgetaucht. Wahrscheinlich guckt sie sich gerade wieder den Channel von deiner Tochter Nina an, Stefan. Die scheint ja als Influencerin richtig erfolgreich zu sein.

Always online: Das Auto der Zukunft fügt sich nahtlos ein in die digitalen Lebenswelten.

Nina: Guck mal, mein Vater hat schon wieder meine Story geteilt, der ist echt der Hammer.

Fred: Macht er das wegen dir oder wegen der Autos?

Nina: Wegen mir natürlich. Wegen mir ist er doch überhaupt in den Showroom gegangen. Weil ich das gerade in Downtown promoted habe: „Virtual-Reality-Fahren –  besser als in echt“.

Fred: Und wie fand er’s?

Nina: Zuerst hat er voll gemeckert: „Spinnst du? Ein Auto kaufen, das ich nicht gefahren habe?“ Dann hat er sich mit der VR-Brille in den Showroom gesetzt – und fand es super. Dass er sich dort wirklich sein nächstes Auto ausgesucht hat, das finde ich allerdings schon krass.

Fred: Ist er sonst so ein Katalogtyp?

Nina: Total, er hat die Dinger tonnenweise nach Hause geschleppt und voll das Studium daraus gemacht.

Fred: Aber er hat noch ein eigenes Auto?

Nina: Ja, komplett auf on demand umsteigen wird er wohl nie. Aber er freut sich, wenn er selbst fährt und auf der Autobahn kein Lkw vor ihm die Überholspur blockiert, weil die jetzt automatisch in Kolonne fahren. Und er bucht sich ständig Zusatzleistungen über seine App dazu, von denen er vorher gesagt hat: „Alles Schmarrn!“

Fred: Was ist denn „Schmarrn“ für ihn?

Nina: Filme in 4D fand er im Auto überflüssig – jedenfalls bis er zum ersten Mal autonom gefahren ist und ihm langweilig wurde. Und den Fahrspurassistenten hat er sich für die Serpentinentour durch die Alpen gegönnt – und danach nie wieder abbestellt. Und das Navi erst …!

Fred: Navi ist doch Standard!

Nina: Ja, aber ein lernendes Navi, das bei der Routenplanung die Ladestopps nicht nur plant, sondern mit Besuchen in Restaurants und Cafés versüßt – ausgewählt nach seinen persönlichen Vorlieben –, das hatte er nicht auf dem Schirm. Das ist schon ein anderes Level von Navigation …

Fred: Sag mal, kannst du eigentlich selbst navigieren? Wahrscheinlich geht da ohne Autopilot gar nichts!

Nina: Von wegen! Das können wir gerne klären, hier und jetzt! Wer von uns beiden besser fährt, werden dann die Likes entscheiden.

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