Auf der Sonnenseite

Energie selber produzieren, speichern und verwalten: Bernd Ritter hat sich dafür entschieden, den Haushalt und die Familienflotte mit Sonnenenergie in Bewegung zu halten. Mit diesem nahezu autarken Energiemanagement möchte der Audi Manager seinen Teil dazu beitragen, die Zukunft positiver zu gestalten. #chargedwithpassion

17.07.2018

Privates Hauskraftwerk

Circa 25 Minuten Autofahrt entfernt vom Audi Forum in Ingolstadt wohnt der Audi Manager Bernd Ritter mit seiner dreiköpfigen Familie. Bei der Anfahrt zum Haus fällt ein Detail sofort ins Auge: die Photovoltaikanlage auf der Dachschräge. Sie ist Teil eines mehrjährigen privaten Modernisierungsprojekts. Für rund 73.000 Euro hat sich der Ingenieur in vier Phasen – beginnend im Jahr 2014 – ein Hauskraftwerk installieren lassen. Aktuell besteht es aus Solarzellen mit einer Leistung von 15,5 Kilowatt peak (kWp) auf dem Dach und zwei Speichern im Kellerraum mit einer Gesamtkapazität von 27,6 Kilowattstunden (kWh). „Die Sonne ist immer da und sie hat genügend Kraft, um uns mit ausreichend Energie zu versorgen. Warum sollte man dies nicht nutzen? Mir ist natürlich schon bewusst, dass ich mich in der glücklichen Lage befinde, mir so ein Hauskraftwerk finanziell leisten zu können. Andere kaufen sich für diesen Preis einen Sportwagen, aber mich reizt dieses Projekt mehr. Mir ist es wichtig, meinen Teil dazu beizutragen, dass wir die Energiewende hin zu regenerativen Energiequellen vorantreiben.“

Die Sonne ist immer da und sie hat genügend Kraft, um uns mit ausreichend Energie zu versorgen. Warum sollte man dies nicht nutzen?

Bernd Ritter

Sonnenstrom für Fahrzeuge

Sonnenstrom für Fahrzeuge

Dank des Hauskraftwerks kann die Familie nicht nur das Haus mit dem selbst produzierten Strom versorgen, sondern auch die Familienflotte, die bisher noch durch einen Audi Q7 e-tron quattro 1 ergänzt wurde. „Der Audi Q7 e-tron quattro 1 war eine tolle Erfahrung und macht richtig Spaß beim Fahren.“ Dafür fährt Herr Ritter jetzt neben einem Plug-in-Hybrid, mit dem Audi A3 Sportback e-tron 1, auch ein vollelektrisches Fahrzeug - den e-up! 1 von VW. Photovoltaikanlage, Stromspeicher und Elektromobilität – derzeit noch eine seltene Kombination. Doch das könnte sich in Zukunft ändern.

Wie so ein modernes Konstrukt ineinandergreift, zeigt das Beispiel im Umland von Ingolstadt: Das Hauskraftwerk wird durch Ladevorrichtungen für die Audi Modelle ergänzt. Dank einer zusätzlich installierten Industriesteckdose und der jeweils dazugehörigen Audi Wallbox geht der Ladevorgang einfach und komfortabel vonstatten. Nachts werden, wenn nötig, die Batterien der Fahrzeuge aufgeladen – mit Sonnenstrom, der tagsüber produziert wurde, versteht sich. Die Ladestation erkennt, wenn die Batterie voll ist, und stoppt automatisch den Vorgang. Der Audi A3 Sportback e-tron 1 benötigt zum Vollladen circa 3,5 Stunden über eine normale Haushalts- und rund 2,5 Stunden via Industriesteckdose.
Der Audi Q7 e-tron quattro:

Der Audi Q7 e-tron quattro:

Das weltweit erste Plug-in-Hybrid-Modell mit Sechszylinder-TDI-Motor und quattro Antrieb ist seit Mitte 2016 in den meisten europäischen Märkten erhältlich. Der Audi Q7 e-tron quattro 1 vereint die Vorteile eines elektrischen Antriebs mit denen des Verbrennungsmotors. Er beschleunigt in 6,2 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und verbraucht auf 100 Kilometern 1,9 Liter Diesel (kombiniert) nach NEFZ 1.

- rein elektrisch bis zu 56 km // 275 kW (373 PS) // 700 Nm
„In der Nacht wird die Batterie des Hauskraftwerks je nach Bedarf entladen. Dafür sind beispielsweise Haushaltsgegenstände wie der Kühlschrank oder die Waschmaschine verantwortlich. Oder eben der Ladevorgang der Autos. Sobald morgens die Sonne wieder scheint, wird die Batterie des Hauskraftwerks aufgeladen“, erzählt Ritter. Wie viel Sonnenstrom generiert wird, hängt natürlich von Wetterlage und Jahreszeit ab. Die meisten Topwerte werden in Deutschland im Sommer erzielt. Bei dem Haus von Familie Ritter kommt ein wichtiger Aspekt hinzu, den Bernd Ritter kurz erläutert: „Unser Haus steht sehr gut. Die Dachschräge ist optimal nach Süden ausgerichtet, sodass wir eine sehr gute Energieausbeute haben.“ Es kann schon mal vorkommen, dass mehr Strom produziert wird, als die Familie im Alltag benötigt. Ist dies der Fall, wird der überschüssige Strom ins Netz eingespeist und an den Stromanbieter verkauft.

Auch wenn der Verkauf ein wichtiger wirtschaftlicher Aspekt in Bezug auf die Amortisierung ist, muss sich die Familie keine Sorge machen, dass es im Haus plötzlich dunkel bleibt – denn das System ist clever programmiert: „Bei der Versorgung richtet sich das System nach folgender Logik: Priorität Nummer eins ist die Versorgung des Hauses inklusive der Ladevorgänge der Fahrzeuge, Priorität Nummer zwei hat das Aufladen der Speicher im Keller und an letzter Stelle kommt der Verkauf von überschüssigem Strom. Anders formuliert: Erst wenn das Haus und die Audis versorgt sind, wird der Batteriespeicher im Keller aufgeladen. Erst wenn der Speicher voll ist, wird Strom verkauft“, erklärt Ritter.
Bernd Ritter

Bernd Ritter

Faszination elektrisches Fahren

Bernd Ritter ist aktuell Audi Projektleiter eines zukünftigen e-tron Modells und bereits seit 20 Jahren bei Audi beschäftigt. Eine Diplomarbeit ermöglichte ihm den Einstieg im Bereich Entwicklung/Elektrik. Seinen weiteren Werdegang prägten stets die Modelle, bei denen die Vorzüge des elektrischen Fahrens im Vordergrund stehen. Die Faszination aus dem Berufsalltag überträgt der Ingenieur in sein privates Umfeld. Derzeit sind für ihn Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge optimal auf die Ansprüche seiner Familie ausgelegt. Reichweite und eine gute Ladeinfrastruktur sind für ihn der Schlüssel für eine Zukunft mit rein elektrisch angetriebenen Modellen.
Bedingt durch die lokale Wetterlage steht Bernd Ritter jedoch nicht 365 Tage im Jahr mit seinem Hauskraftwerk auf der Sonnenseite. Gerade im Winter, sobald die Tage kürzer werden und der Himmel häufiger bedeckt ist oder sogar Schnee fällt, minimiert sich der Stromgewinn durch die fehlende Sonneneinstrahlung entsprechend. Die Anlage reagiert darauf adäquat: Bevor ein Defizit entsteht, schaltet sie sich ins Netz ein und bezieht „Fremdstrom“, der die Durststrecke überbrückt. Wann der Haushalt inklusive Fuhrpark mit Sonnenstrom versorgt wird und „auf der grünen Welle surft“ und wann Strom dazugekauft werden muss, kann Bernd Ritter über das Kundenportal seines Stromspeicherherstellers analysieren. „Mich interessiert natürlich die Statistik. Pro Tag, pro Monat, pro Jahr. Den Verlauf kann ich wunderbar über das Portal nachvollziehen. Gestern beispielsweise habe ich keinen zusätzlichen Strom gebraucht, deshalb bin ich zu 99% autark gewesen. Ab und zu muss das System ins Netz reinfunken aufgrund der Frequenzen, daher ist es normal, dass das eine kleine Prozent fehlt“, erläutert Ritter. „Ah, Moment, und hier sieht man, dass meine Frau nach Hause gekommen ist und den Audi A3 Sportback e-tron 1 aufgeladen hat.“ Es lässt sich also nicht nur das große Ganze beobachten, sondern auch jedes Detail – bis hin zu einer Karte auf der andere Besitzer eines Hauskraftwerks, das ebenfalls von demselben Anbieter wie das der Familie Ritter stammt, mit einem Mini-Profil angezeigt werden. Natürlich nur, wenn diese der Datennutzung zugestimmt haben. Von einer Art Wettrüsten zu sprechen, wäre hier übertrieben, doch ein bisschen Stolz klingt in Ritters Stimme mit, als er mit einem Klick auf die Übersicht verkündet: „Hier im Umkreis bin ich schon der größte Sonnenstromerzeuger.“
Die Performance des Hauskraftwerks kann man jederzeit online im Portal des Stromspeicherherstellers E3/DC von zu Hause und unterwegs einsehen.
Die Performance des Hauskraftwerks kann man jederzeit online im Portal des Stromspeicherherstellers E3/DC von zu Hause und unterwegs einsehen.
Der Audi A3 Sportback e-tron:

Der Audi A3 Sportback e-tron:

Der Premium-Kompaktwagen mit Plug-in-Hybrid-Antrieb ist uneingeschränkt alltagstauglich. Er kombiniert die Stärken eines Elektroantriebs mit den Vorzügen eines Verbrennungsmotors und verbindet elektrisches Fahren mit hoher Reichweite dank des kraftvollen Vierzylinders. Rein elektrisch kann er eine Strecke von bis zu 50 Kilometern nach NEFZ 1 zurücklegen.
In diesem eigens geschaffenen Energieversorgungskonstrukt ist das Zuhause natürlich ein Fixpunkt, dennoch spielt das Unterwegssein, die Mobilität eine wichtige Rolle im Alltag der Familie. Die Lademöglichkeit auf dem eigenen Grundstück wird dadurch zum Dreh- und Angelpunkt, wenn es um die Nutzung der Vorzüge der Elektromobilität geht: Der Audi A3 Sportback e-tron 1 kann rein elektrisch eine Strecke von bis zu 50 Kilometern zurücklegen, der Audi Q7 e-tron quattro 1 bis zu 56 Kilometer. „Ich fahre im Schnitt ca. 20 Kilometer pro Tag und nutze dabei die Lagemöglichkeiten zu Hause, sowie am Arbeitsplatz.“ erklärt Bernd Ritter. Mit der Reichweite der e-tron Modelle ist es ihm so möglich, im Alltag diese Strecken lokal emissionsfrei zurückzulegen, dank des rein elektrischen Antriebs. Und das auch nahezu geräuschlos.
Energie sparen und zurückgewinnen

Energie sparen und zurückgewinnen

„Ich höre kein Radio mehr. Musik ist cool. Aber ohne Sound unterwegs zu sein und kein Motorgeräusch und –Vibrationen zu hören bzw. zu spüren, also einfach Ruhe zu haben – das ist richtig toll“, berichtet er. Um sein Ziel zu erreichen, möglichst weit rein elektrisch zu fahren, nutzt Ritter jede verfügbare Lademöglichkeit bei Zwischenstopps und er hat auch seinen Fahrstil weiterentwickelt: „Wer die Vorzüge des rein elektrischen Fahrens effizient nutzen will, der sollte seine Fahrgewohnheiten im Vergleich zum Verbrenner entsprechend anpassen. Auf Strecken, die ich jeden Tag fahre, weiß ich genau, wo ich vom Gas gehen kann. Dann rolle ich einfach und der Motor stellt sich ab.“

Die Elektromobilität entwickelt sich Stück für Stück. Das ist ein stetiger Prozess, dazu gehört auch, dass nicht alles von Anfang an perfekt läuft. Da wird sich in den kommenden Jahren viel tun.

Bernd Ritter
Dieses Rollen – auch Segeln genannt – spart durch das Abschalten des Motors Energie. Aber es gibt auch einen Weg, Energie zurück zu gewinnen: die Rekuperation. Dadurch wird beim Bremsen die kinetische Energie des Fahrzeugs nicht mehr allein über die Reibbremse in Wärme umgewandelt, sondern ein Großteil dieser Energie wird über die E-Maschine, die dann als Generator fungiert, in elektrische Energie umgewandelt. Dadurch wird die Batterie zum Antrieb des Fahrzeugs geladen. Derzeit nutzt der Familienvater auf Langstrecken die Möglichkeit, bei den Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen den Verbrenner einzusetzen. „Mit den Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen verbinde ich hochdynamisches Fahren auf allen Strecken. Das schnelle Fahren auf der Autobahn begeistert ungemein. Aber ich muss sagen, die rein elektrische Beschleunigung innerorts toppt dieses Fahrerlebnis aus meiner Sicht. Das ist einfach beeindruckend.“ Die durchweg positiven Erfahrungswerte während des Unterwegsseins werden nur in äußerst seltenen Ausnahmefällen von Erlebnissen getrübt, die nicht optimal verlaufen. „Uns ist es in einem Urlaub passiert, dass nicht der richtige Ladeanschluss für das Auto vorhanden war“, erzählt der Familienvater und gibt zu bedenken: „Die Elektromobilität entwickelt sich Stück für Stück. Das ist ein stetiger Prozess, dazu gehört auch, dass nicht alles von Anfang an perfekt läuft. Da wird sich in den kommenden Jahren viel tun. Die Themen Reichweite und Ladeinfrastruktur spielen eine wichtige Rolle. Das kommende vollelektrische Audi Modell bringt mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern mehr Bewegungsfreiheit – eben auch auf der Langstrecke.“
Für die Mobilität der Zukunft prognostiziert Ritter abschließend: „Nahezu geräuschlos vor die Oper oder auf den Parkplatz des Golfplatzes, das ist die neue Coolness. Auf der Autobahn wird das Motorgeräusch eines Verbrenners länger auf Akzeptanz stoßen, aber im urbanen Raum ist diese für einen hohen Geräuschpegel heute schon gering. Die Elektrifizierung bietet eine gute Alternative. Für die rein elektrisch angetriebenen Modelle wird neben der lokal emissionsfreien Mobilität das Thema Reichweite ein entscheidender Faktor sein: Ich denke, die Infrastruktur muss in den kommenden Jahren stärker in den Fokus rücken. Man braucht mindestens 400 Kilometer Reichweite und eben auch in dieser Reichweite mindestens eine Schnellladestation. Ich fiebere schon heute dem Moment entgegen, an dem das vollelektrische Audi Modell verfügbar ist.“ Die Zukunft der Elektromobilität ist und bleibt ein spannendes Thema. Eins ist dabei jedoch gewiss: Familie Ritter surft bei dieser Entwicklung auf der ersten Welle vorweg.

Statistik des Hauskraftwerks

10 kWp Leistung
13,8 kWh Speicher
2 Fzg. Q7 e-tron quattro1 & A3 Sportback e-tron1
10.500 kWh gesamt // durchschnittlich 880 kWh pro Monat Solarproduktion
durchschnittlich 710 kWh pro Monat Verbrauch
5.300 kWh Netzeinspeisung
12 Monate Zeitspanne
Seit 2009 bündeln sich die Neuentwicklungen im Bereich Elektrofahrzeuge in Ingolstadt unter dem Begriff e-tron. Der Audi A3 Sportback e-tron 1 und der Audi Q7 e-tron quattro 1 stellen bereits in Serie die Vorzüge eines Elektroantriebs in Kombination mit den Stärken eines TFSI- oder TDI-Verbrennungsmotors unter Beweis.

Und falls Sie noch nicht angemeldet sind, werden Sie jetzt Teil der e-tron Evolution und registrieren Sie sich für unseren e-tron Newsletter mit exklusiven und faszinierenden e-tron Einblicken.

#ChargedWithExcitement

Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie die Website und ihre Angebote nutzen und weiter navigieren, akzeptieren Sie diese Cookies. Diese können Sie in Ihren Browsereinstellungen ändern.