AUDI AG

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Unternehmensweiter Umweltschutz


Audi legt in sämtlichen Bereichen großen Wert auf den Schutz der Umwelt, auf maximale Effizienz und auf die Schonung der natürlichen Ressourcen. Damit entspricht Audi den Erwartungen der Kunden und den Veränderungen in den Gesellschaften weltweit.

Energieversorgung und Wasserkreislauf

Das Werk Ingolstadt befindet sich bei der Fahrzeugproduktion auf dem Weg zum CO2-neutralen Standort – ein Szenario, in dem die eingesetzte elektrische und thermische Energie ausschließlich aus regenerativen Quellen stammen wird. Schon heute deckt Audi am Hauptsitz Ingolstadt seinen Strombedarf mit Ökostrom aus deutschen und österreichischen Wasserkraftwerken und vermeidet damit im Jahr bis zu 290.000 Tonnen CO2. Die werkseigene Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlage (KWKK) erzielt einen extrem hohen Gesamtwirkungsgrad von annähernd 80 Prozent; Erdgas-Heizkessel decken einen Teil des übrigen Wärmebedarfs ab.

Eine weitere Quelle ist Fernwärme. Seit 2004 wird der Standort Ingolstadt mit Abwärme aus der städtischen Müllverwertungsanlage versorgt; 2012 ging die nächste Ausbaustufe des Wärmeverbundes in Betrieb, die auch die Abwärme einer nahegelegenen Raffinerie einbezieht. Insgesamt nutzt Audi jährlich mindestens 120.000 MWh Energie aus Abwärme; eine weitere Ausbaustufe auf 200.000 MWh ist geplant. Die Werke Neckarsulm und Győr werden ebenfalls mit Fernwärme versorgt; in Ungarn sind eine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage, Gaskessel und abgasarme Gasmotoren im Einsatz.

Bei der Photovoltaik treibt Audi den Fortschritt ebenfalls voran. Auf mehreren Hallendächern in Ingolstadt und Neckarsulm sind Anlagen installiert, die insgesamt 50.000 m2 Fläche einnehmen. Auch Lamborghini betreibt in Sant’Agata Bolognese ein Solarkraftwerk.

Audi plant weitere Neuerungen. 2015 soll in Ingolstadt ein so genannter Membranbioreaktor in Betrieb gehen, der die wassersparenden Prozesse weiter verbessert. Regenwasser wird im großen Stil aufgefangen und genutzt. In den Fahrzeugwaschanlagen in den Werken Brüssel und Ingolstadt existieren spezielle Klärbecken, in dem Bakterien das Wasser von Schmutz reinigen.

Energieeffizienz

Ein weiterer Schwerpunkt in den Umweltaktivitäten von Audi ist die Reduzierung des Energieverbrauchs in der Fertigung. Seit einigen Jahren bleibt der Gesamtenergieverbrauch im Audi Konzern trotz des stark gestiegenen Produktionsvolumens relativ stabil. Bis zum Jahr 2018 will Audi seine unternehmensbezogenen spezifischen CO2-Emissionen – die Menge an Kohlendioxid, die bei jedem hergestellten Automobil anfällt – auf Basis des Jahres 2010 um 25 Prozent senken.

In den Fertigungsanlagen stecken große Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz. Neue Technologien – etwa elektromotorische Schweißzangen, elektrisch angetriebene Pressen oder Leichtbau-Werkzeuge – zahlen ebenso auf dieses Konto ein wie Rekuperationseinrichtungen, die Strom zurückgewinnen. Exemplarisch für dieses Hightech in der Fertigung ist die neue Halle N 60 am Standort Ingolstadt, die den Karosseriebau für den A3 und den A3 Sportback birgt.

Das neue Rechenzentrum in Ingolstadt, das seinen Betrieb im vergangenen Jahr aufgenommen hat, nutzt energieeffiziente Techniken wie die freie Kühlung – sie regelt die Temperatur im Gebäude in der kalten Jahreszeit mithilfe der Außenluft. Im ganzen Werk gewinnen mehrere Hundert Wärmeräder Wärme zurück.

Materialnutzung und Logistik

Am Standort Ingolstadt gibt es heute fast keine Abfälle mehr zu beseitigen – nahezu 95 Prozent von ihnen werden verwertet. Der Metallkreislauf ist sogar vollständig geschlossen; der ohnehin geringe Blechverschnitt aus dem Presswerk gelangt, zu Würfeln gepresst, per Bahn zum Hersteller zurück und wird dort eingeschmolzen. Die neuen Pressen im Werk Győr nutzen sogar den Fensterausschnitt aus der Blechplatine, um aus ihm Tankdeckel herzustellen. Im Werk Ingolstadt werden viele Nebenaggregate wie Anlasser und Lichtmaschine wiederaufbereitet.

Auch in der Logistik legt Audi großes Augenmerk auf Effizienz und Ressourcenschonung. Über 60 Prozent aller Autos, die die Marke mit den Vier Ringen fertigt, gelangen auf Güterzügen zu ihren Bestimmungsorten; auf den Strecken von Ingolstadt und Neckarsulm zum Nordsee-Verladehafen Emden fahren die Züge mit Ökostrom. Viele große Bauteile innerhalb des Volkswagen Konzerns reisen auf der Schiene, auch der umfangreiche Verkehr zwischen den Standorten Ingolstadt und Győr erfolgt mit der Bahn. 2012 hat die AUDI AG den erstmals verliehenen Nachhaltigkeitspreis Logistik erhalten, einen internationalen Preis der Bundesvereinigung Logistik Österreich (BVL-A) und der Bundesvereinigung Logistik Deutschland (BVL-D).

Audi Stiftung für Umwelt und Eichenwald-Projekt

Das Engagement des Unternehmens manifestiert sich auch in der Audi Stiftung für Umwelt, die mit fünf Millionen Euro Stammkapital ausgestattet ist. Ihr Ziel ist die Förderung des Natur- und Umweltschutzes sowie der Wissenschaft und Forschung. Die Hauptförderbereiche sind der Schutz der natürlichen Lebensgrundlage von Menschen, Tieren und Pflanzen, die Förderung wissenschaftlicher Arbeiten, die zu einem nachhaltigen Mensch-Umwelt-System beitragen, die Förderung der Entwicklung von umweltverträglichen Technologien sowie die Unterstützung von Maßnahmen und Aktivitäten zur Umweltbildung.

Zu den ersten Förderprojekten der Stiftung zählt die langfristige wissenschaftliche Begleitung des internationalen Forschungsprojektes Eichenwald. In diesem Langzeitprojekt wurden bislang bereits mehr als 90.000 Bäume auf Versuchsflächen nahe den Audi Standorten Ingolstadt, Neckarsulm, Győr, Sant`Agata und Brüssel gepflanzt. Vor dem Hintergrund sich ändernder Klimabedingungen erforschen Wissenschaftler die optimalen Bedingungen für das Wachstum von Bäumen, auch hinsichtlich des CO2-Bindungspotenzials und der biologischen Vielfalt im Wald.

Umweltpakt Bayern

Audi engagiert sich im Rahmen des Umweltpaktes Bayern IV, der unter dem Motto eines umweltverträglichen Wirtschaftswachstums steht. Besonders hohen Stellenwert genießt dabei der Informationsaustausch mit Zulieferern. Der bei ihnen angestrebte verstärkte Einsatz von Umweltschutzinstrumenten stärkt den Einfluss von Audi auf indirekte Umweltaspekte.

Zertifizierte Umweltmanagementsysteme

In Deutschland wie im Ausland zählt der Audi Konzern zu den Vorreitern des standortbezogenen Umweltschutzes. In Neckarsulm (1995), Ingolstadt (1997), Győr (1999), Brüssel (2002) und Sant’Agata Bolognese (2009) wurde das anspruchsvolle, weit über die Standardanforderungen hinausgehende Umweltmanagementsystem der Europäischen Union EMAS (Eco Management and Audit Scheme) installiert und immer weiter optimiert.

Die Standorte Ingolstadt, Neckarsulm, Győr, Brüssel und Sant’Agata Bolognese erfüllen schon heute die neue Norm DIN EN ISO 50001, die besonders hohe Anforderungen an die Senkung des Energieverbrauchs stellt. Auch die Standorte, an denen Audi im Konzernverbund produziert, genügen den Ansprüchen eines Umweltmanagementsystems: Die Produktionsstätten Bratislava (Slowakei), Martorell (Spanien), Aurangabad (Indien) und Changchun (China) sind nach der weltweit gültigen Norm DIN EN ISO 14001 zertifiziert.

Umwelterklärungen der Audi Standorte

In den Umwelterklärungen spiegelt sich die kontinuierliche Weiterentwicklung des standortbezogenen Umweltschutzes im Rahmen des Audi Umweltmanagements wider. Die Inhalte betreffen vor allem Abfallwirtschaft, Immissions- und Gewässerschutz, Energie und Umweltprogramme.

 

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