AUDI AG

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Circular Economy

Materialkreisläufe, die keinen Platz für Verschwendung lassen, sind für Audi ein wichtiger Faktor beim nachhaltigen Wirtschaften. Das Ziel ist eine „Circular Economy“ bei Entwicklung, Herstellung und Vermarktung der Produkte. Dabei sollen die eingesetzten Rohstoffe über den Lebenszyklus der Fahrzeuge hinaus wieder in den Produktionsprozess zurückgelangen. Eine wichtige Rolle spielt in der Kreislaufwirtschaft das Recycling, um Abfallprodukte als Sekundärrohstoffe wiederverwerten zu können. Basis für die Bewertung von Materialkreisläufen sind die ökologischen Gesamtbilanzen der Fahrzeuge – die sogenannten Umweltbilanzen.

Umweltbilanzen

 
Schaubild Umweltbilanzen

Während die Öffentlichkeit Autos vor allem anhand ihres CO₂-Ausstoßes am Auspuff bewertet, analysiert Audi die Umweltwirkungen seiner Produkte über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Das große Bild, das sich dabei ergibt, heißt „cradle-to-grave“ – von der Wiege bis zur Bahre.

Der Betrachtungsrahmen der Umweltbilanz beginnt bei der Gewinnung der Rohstoffe und der Herstellung der Bauteile, erstreckt sich über die Nutzung der Fahrzeuge bis hin zum Ende des Fahrzeuglebens. Die eingesetzten Werkstoffe haben großen Einfluss auf die Ergebnisse der Umweltbilanz. So sind beispielsweise Leichtmetalle wie Aluminium und Magnesium energieaufwendiger herzustellen als Stahl und wirken sich deshalb stärker auf die Treibhausgasemissionen der Herstellung aus.

Am Ende des Fahrzeuglebenszyklus gehen die Energieaufwendungen für das Recycling mit in die Umweltbilanz ein. Das Recycling ist ein wichtiger Schritt am Ende des Fahrzeuglebens und dient zur Gewinnung von Recyclingmaterialien für den Wiedereinsatz im Fahrzeug.

Recycling

 

Ein wichtiger Faktor beim nachhaltigen Wirtschaften sind für Audi Materialkreisläufe. Das Ziel ist eine „Circular Economy“ als grundlegendes Prinzip bei Entwicklung, Herstellung und Vermarktung der Produkte. Schon heute engagiert sich Audi beim Recycling von Aluminium, bei der Wiederverwendung von Gebrauchtteilen und Audi-Austauschteilen sowie bei neuen Konzepten für die Weiternutzung und das Recycling von ausgedienten Traktionsbatterien.

Aluminium ist ein im Automobilbau sehr attraktiver Leichtbauwerkstoff. Es ist etwa zwei Drittel leichter als Stahl und kann in vielen Bereichen des Fahrzeugs wie Karosserie, Fahrwerk und Aggregaten eingesetzt werden. Das erzielte Leichtbaupotenzial führt zu großen Sekundäreffekten – Bremsanlage, Tank oder auch Motor können kompakter ausfallen. Der geringere Kraftstoffverbrauch, der sich aus diesem Downsizing ergibt, erzielt große Wirkung: 100 Kilogramm weniger Gewicht bedeuten bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor etwa 10 Gramm CO2 pro Kilometer weniger.

Ein wichtiger Aspekt für Audi ist beim Aluminium jedoch die komplette Kette von der Rohstoffgewinnung bis zur Wiederverwertung weiter zu optimieren. Um sie noch besser verstehen zu können, ist das Unternehmen 2013 der Aluminium Stewardship Initiative (ASI) beigetreten. Die ASI, eine Non-Profit-Initiative mit namhaften Herstellern und Kunden der Aluminium-Industrie, will 2017 einen globalen Standard für nachhaltiges Aluminium formulieren, der entlang der Wertschöpfungskette umweltbezogene und soziale Kriterien festlegt.

Bereits heute werden im Automobilbau viele neue Aluminiumbauteile im Aggregatebereich aus Sekundäraluminium, also aus ausgedienten Aluminiumbauteilen hergestellt. Dieses Prinzip soll zukünftig auch auf andere Bereiche ausgeweitet werden. In den Presswerken von Audi werden die Aluminium-Reste, die beim Zuschnitt der Platinen übrig bleiben, schon lange gesammelt. Eine vertragliche Zusammenarbeit mit einem Recycling-Partner, die 2017 beginnt, soll sicherstellen, dass aus dem Verschnitt auch tatsächlich wieder neue Aluminiumbleche entstehen.

Seit mehreren Jahrzehnten können Kunden beim Audi-Händler sogenannte Audi-Austauschteile zur Fahrzeuginstandsetzung bestellen. Dafür geben sie das zu reparierende Teil ab und bekommen im Gegenzug ein Audi-Original-Austauschteil. Dieses Angebot ist besonders für ältere Audi-Modelle eine Alternative zum Kauf von neuen Originalteilen. Ziel ist es, den Kunden industriell aufbereitete Teile in Audi-Originalteil-Qualität bereitzustellen. Das Angebot umfasst dabei unter anderem technische Bauteile wie Motoren, Lenkgetriebe und Getriebe sowie elektronische Bauteile wie Radio- und Navigationssysteme und Kombiinstrumente.

Die elektrische Mobilität der Zukunft erfordert eine Lösung für die ausgedienten Traktionsbatterien. Auch nach der Nutzung im Fahrzeug besitzen die Akkus von Audi noch immer einen Großteil ihrer Kapazität, sodass Sie für einen weiteren Einsatz attraktiv sind. Zusammen mit dem Volkswagen-Konzern arbeitet das Unternehmen daran, sie als stationäre Energiespeicher zu nutzen – etwa für die neuen Schnellladestationen für e-tron-Modelle oder als Puffer für erneuerbare Energien wie Wind- und Solarenergie. Erst danach gehen sie ins Recycling, um aus den gewonnenen Rohstoffen wieder neue Batterien herstellen zu können.