Data Science und komplexe Fahrsysteme: die Schlüssel zur Mobilität von morgen
missing translation: fa.article-intro.reading-time – 10/20/2025

Was sind deine Aufgaben und welche Ziele verfolgst du als Data Scientist für autonomes Fahren und Parken?
Jan: Mein Schwerpunkt liegt in der Entwicklung autonomer Fahrfunktionen und Sensoren, die die Umgebung des Fahrzeugs erfassen. Ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist die Validierung der Funktionen, die wir gemeinsam mit globalen Partnern entwickeln, um sicherzustellen, dass sie den Standards bei Audi entsprechen und in realen Fahrsituationen zuverlässig arbeiten.
Die Sensoren erfassen kontinuierlich die Umgebung; Steuergeräte analysieren Abstände und Verhaltensmuster, während relevante Daten in die Cloud geladen und durch Machine-Learning-Modelle optimiert werden. Mit Technologien wie Large Language Models markieren wir gefährliche Situationen, um die Effizienz unserer Systeme weiter zu steigern.
„Mein Ziel ist es, mit meiner Arbeit im Bereich automatisiertes Fahren eine Technologie zu entwickeln, die das Fahrerlebnis revolutioniert und gleichzeitig höchste Sicherheitsstandards erfüllt.
Jan Totz

Jan Totz ist Data Scientist für autonomes Fahren...

... und komplexe Fahrsysteme sind seine Leidenschaft.
Jan Totz ist Data Scientist für autonomes Fahren...
... und komplexe Fahrsysteme sind seine Leidenschaft.
Wie definierst du den „perfekten Chauffeur“?
Jan: Basierend auf eben diesen kontinuierlich erfassten Sensordaten und der Integration moderner Machine-Learning-Modelle stelle ich mir den perfekten Chauffeur als ein Fahrzeug vor, das mit Kameras und einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet ist. Diese erfassen die Umgebung in Echtzeit und ermöglichen es Algorithmen, schneller zu reagieren als ein Formel-1-Fahrer.
Genau darauf arbeiten wir täglich hin: ein autonomes System, das nicht nur Gefahren frühzeitig erkennt, sondern auch das Fahrerlebnis durch höchste Sicherheit und Komfort revolutioniert.
Deine Kindheit und Ausbildung waren stark mit Tradition und Vorsprung durch Technik verbunden. Welche Auswirkung hatte diese Verbindung auf deinen Karriereweg?
Jan: Der Geruch von Maschinenöl im Unternehmen meines Großvaters, der Maschinenbauer war, hat meine Kindheit nachhaltig geprägt. Seine Begeisterung und die Maschinen, die er selbst entwickelt hat, haben meine Faszination für Technik geweckt und den Grundstein für meinen Lebensweg gelegt. Nach meiner Promotion in theoretischer Physik habe ich für mehrere Jahre in Boston am Massachusetts Institute of Technology (MIT) als Postdoc in Mathematik und Maschinenbau geforscht. Dort habe ich mich in einer internationalen, interdisziplinären Forschungsumgebung fachlich und persönlich weiterentwickelt. Diese Zeit hat nicht nur meine Expertise geprägt, sondern auch bestätigt, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe – eine einzigartige Möglichkeit, Innovationen zu schaffen und gleichzeitig meiner Leidenschaft für Technik treu zu bleiben.

Equipment-Checks sind wichtig ...

... für die regelmäßigen Testfahrten, die Jan durchführt.
Equipment-Checks sind wichtig ...
... für die regelmäßigen Testfahrten, die Jan durchführt.
Wie bist du zu Audi gekommen und was motiviert dich täglich?
Jan: Auf einer Karrieremesse am MIT wurde ich auf die spannenden Entwicklungsmöglichkeiten bei Audi aufmerksam. Die Parallelen zwischen meiner akademischen Arbeit und den Tätigkeiten im Konzern haben mich sofort überzeugt: Mein wissenschaftlicher Hintergrund, die Inspiration durch meinen Großvater und meine Begeisterung für Technik haben hier ideal zusammengefunden.
Heute baue ich die Beziehungen von Audi zu Universitäten aus und pflege sie, etwa bei einem Pilotprojekt mit der Technischen Universität München (TUM). Gleichzeitig publiziere ich regelmäßig Forschungsarbeiten und unterstütze Studierende dabei, die Brücke von der akademischen Welt der Universität zur Praxis bei Audi zu schlagen.
Wie hat sich bei Audi dein Arbeitsalltag verändert im Vergleich zur Universität?
Jan: Im Gegensatz zu meiner Zeit an der Universität arbeite ich heute an praktischen Themen, die jeden faszinieren, öffentlich ein großes Interesse genießen und in sehr naher Zukunft das Leben der Menschen verbessern können. Es motiviert mich, Visionen zu entwickeln, die sich mit den Anforderungen der Fahrzeuge von morgen befassen, und diese dann in die Realität umzusetzen.
Bei Audi habe ich jetzt die Möglichkeit, aktiv am Fortschritt teilzuhaben und die Zukunft der Mobilität mitzugestalten, und zwar nicht allein, sondern mit einem Team von hochmotivierten und talentierten Kollegen, denen technische Exzellenz am Herzen liegt. Das empfinde ich als äußerst erfüllend.
„Ein Audi, der mitdenkt? Mein Großvater wäre stolz, wüsste er, dass ich heute an Systemen arbeite, die das Fahren revolutionieren.
Jan Totz

Sein Ziel: selbstfahrende Autos der Zukunft mitentwickeln.
Sein Ziel: selbstfahrende Autos der Zukunft mitentwickeln.

