Risikomanagement

In einer Phase des tiefgreifenden Umbruchs – gekennzeichnet durch zunehmende Volatilität, geopolitische Unsicherheiten sowie rasante technologische und regulatorische Veränderungen – kommt einem leistungsfähigen Risikomanagement- und Internen Kontrollsystem eine besondere Bedeutung zu. Aufgabe des Zentralen Risikomanagements von Audi ist es, sicherzustellen, dass Risiken identifiziert, bewertet und transparent gemacht und unter Anwendung angemessener Risikosteuerungsinstrumente bestmöglich beherrscht werden können.
Dazu hat Audi ein Risikomanagementsystems (RMS) und ein Internen Kontrollsystems (IKS) implementiert für deren Umsetzung standardisierte Prozesse genutzt werden. Sie dienen der Absicherung der generellen Risiken aus dem Geschäftsbetrieb und vor allem auch der Überwachung der aktuellen Risikolage sowie der Überprüfung der Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen.
Audi konzentriert sich in seinem RMS auf die frühzeitige Identifikation akuter operativer Risiken, die Unternehmens- und Geschäftsbereichsziele gefährden können. So werden beispielsweise negative Abweichungen bei Marktentwicklungen ganzheitlich bewertet, mit entsprechenden Gegenmaßnahmen gesteuert und mit der Finanzplanung und -berichterstattung abgeglichen. Mit dem IKS sichert das Unternehmen konzerneinheitliche Prozessrisiken in den relevanten Bereichen mit internen Kontrollen ab und dokumentiert sie. So wird die Prozesstreue gestärkt und die Einhaltung von Regularien gewährleistet.
Sowohl RMS als auch IKS basieren auf dem international anerkannten Enterprise-Risk-Management-Rahmenwerk des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO).
Es unterstützt dabei, potenzielle Risiken zu identifizieren, zu minimieren und nach Möglichkeit zu vermeiden.
Die Basis für den Umgang mit Risiken bei Audi bilden konzernweit einheitliche Grundsätze. Dazu zählen unter anderem:
- die Förderung einer offenen Risikokultur,
- die Ausrichtung des RMS/IKS an den Unternehmenszielen,
- die Abwägung von Risiken und Chancen, um Chancen zu nutzen, denen überschaubare und steuerbare Risiken gegenüberstehen,
- die Einhaltung von Regeln (Compliance),
- die Angemessenheit des RMS/IKS in Bezug auf Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der konkreten Geschäftstätigkeit und des Geschäftsumfelds,
- die regelmäßige Überprüfung des RMS/IKS auf Effektivität und Effizienz.
Transparenz durch Berichterstattung
Für die Transparenz sorgen regelmäßige und außerordentliche (Ad-hoc)Berichterstattungen an den Vorstand und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der AUDI AG, an den Group Chief Integrity & Compliance Officer des Volkswagen-Konzerns sowie bedarfsorientiert an weitere Leitungsfunktionen bei Audi und Volkswagen.
Zentrale Bedeutung hat hierbei der interne Governance-, Risk- und Compliance-Bericht (GRC-Bericht). Er informiert den Vorstand und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der AUDI AG über die Risikosituation und die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems (RMS), des Internen Kontrollsystems (IKS) sowie des Compliance Management Systems (CMS). Auch die weiteren Aktivitäten des Bereichs Integrität, Compliance, Risikomanagement im abgeschlossenen Geschäftsjahr sind Teil des Berichts. Der GRC-Bericht ermöglicht es dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats, seiner Überwachungspflicht nachzukommen.


