Liebe geht durch den Wagen
missing translation: fa.article-intro.reading-time – 05/27/2025
Es ist eine echte Erfolgsgeschichte: Fast zehn Millionen Fahrzeuge hat Audi von der erfolgreichen C-Baureihe produziert – ab 1968 erst als Audi 100, ab 1994 dann unter dem Namen Audi A6. Innovationen wie die vollverzinkte Karosserie, hocheffiziente Motoren und eine optimierte Aerodynamik (Luftwiderstand) zeichneten die Modelle aus. Auch der neue Audi A6 Avant* begeistert mit dem besten Luftwiderstandswert eines Avant mit Verbrennungsmotor (0,25 cW). Neun Generationen der C-Familie – Zeit für die besonderen (Liebes-)Geschichten einiger Besitzer aus der Audi Belegschaft.
C1: Liebhaberstück aus Italien
Zärtlich streicht Rene Marc Heinze über die Motorhaube seines Audi 100 Coupé S in Colorado Rot Metallic der ersten Generation von 1972. „Dieses Coupé war einfach für mich bestimmt“, schwärmt der Projektsteuerer, der beruflich einige Jahre für den Audi Konzern in Italien gearbeitet hat. „Dort habe ich das Coupé direkt vom Erstbesitzer gekauft. 30 Jahre war es im Dornröschenschlaf, bis ich es 2014 wachgeküsst habe. Seither hege und pflege ich diese Zeitkapsel mit höchster Hingabe.”
Aber ein Schatz nur für die Garage, das wäre Heinze zu schade. Daher geht es regelmäßig auf große Fahrt – zuletzt nach Sardinien mit der Fähre und dann über die Insel. Bis heute hat er Kontakt zur Familie des inzwischen verstorbenen Erstbesitzers, dessen Initialen er im Nummernschild des Audi 100 verewigt hat. Geboren sind beide übrigens am gleichen Tag – echte Bestimmung.
C2: Ein Interieur als Zeitreise in die 1980er-Jahre
Einen noch weiteren Weg hat der C2 Audi 100 von Gary Telaak hinter sich. Der Exterieur-Designer hat das Modell vor 18 Jahren über eine Onlineauktionsplattform in den USA ergattert – ohne ihn live gesehen zu haben – und nach Deutschland transportiert: von Seattle über Los Angeles aufs Containerschiff nach Rotterdam und weiter nach Süddeutschland, wo der gebürtige Argentinier mit griechischen Wurzeln lebt.
Doch dieser C2 Audi 5000 S – die US-Version des Audi 100 – war es wert: Überdimensionierte Stoßstangen, rechteckige Doppelscheinwerfer, reichlich Chrom, und vor allem das vollständig in Bordeauxrot gehaltene Interieur – von den Ledersitzen über das Armaturenbrett bis hin zur Lautsprechabdeckung und der gesamten Kofferraumauskleidung. „Das war der amerikanische Style der 1980er-Jahre, und zusammen mit der üppigen Ausstattung wie Automatik, Klimaanlage, Tempomat, elektrischen Fensterhebern, Außenspiegeln und Schiebedach ein klares Zeichen dafür, dass Audi es ernst meinte, im US-Markt Fuß zu fassen“, erklärt Telaak und ergänzt stolz: „Alles ist 100 Prozent original und in einem außergewöhnlich guten Zustand. Ein absoluter Cruiser und gut für die, die mal ‚runterfahren‘ müssen. Es ist die absolute Entschleunigung.“
C5: Fluchtwagen bei einem Banküberfall
Der Audi C5 von Maximilian Biber ist das genaue Gegenteil – der gelernte Kfz-Mechatroniker hat das Modell von 2000 extra mit einem Sportfahrwerk und RS-Felgen optimiert. Das passt auch gut zur bewegten Geschichte des C5. „Mein Auto war ein Fluchtwagen bei einem Banküberfall in Belgien“, erzählt der 20-Jährige, der seit 2020 bei Audi arbeitet. Die Flucht missglückte und das Auto stand für acht Jahre in der Asservatenkammer. „Deshalb hat mein S6 für sein Alter heute nur 140.000 Kilometer auf dem Tacho.“
Auch wenn Biber dank seiner Ausbildung vieles an seinem C5 selbst machen kann, viel zu tun hat er nicht. „Die Qualität stimmt einfach! Ich hoffe, wir werden noch viele Jahre und viele Kilometer zusammenfahren.“
C6: Gefährt(e) über 450.000 Kilometer
Auf viele Kilometer hat es der dunkelgrüne C6 von Stephan Schwantner, Baujahr 2009, bereits gebracht. „457.000 Kilometer mit dem Originalmotor, einem 2.0L TDI“, verkündet der Ingenieur stolz. „Er läuft und läuft und läuft!“ Seit zwölf Jahren ist er im Familienbesitz und „als Pendelauto, Zugpferd für einen großen Hänger und treuer Reisebegleiter“ vor allem von seiner Frau geschätzt. „Für sie ist der C6 ein Garant für Sicherheit und Zuverlässigkeit.“



