Im neuen Audi Q9 feiert eine technologische Weltneuheit ihre Serienpremiere: Erstmals kommt ein dreidimensional gebogenes, digitales OLED-Panel in der Automobilindustrie zum Einsatz. Die digitale OLED-Technologie der dritten Generation eröffnet völlig neue Möglichkeiten für Sicherheit und Kommunikation. Damit markiert der Audi Q9 einen Meilenstein in der Entwicklung der Audi Lichttechnologie, deren OLED-Erfolgsgeschichte vor zehn Jahren begann. Audi hat als einziger Automobilhersteller die OLED-Technologie konsequent weiterentwickelt und von einer innovativen Lichtquelle zu einem intelligenten, digitalen Kommunikationsmedium transformiert.

Die wichtigsten Fakten zum Licht im Audi Q9

  • Weltneuheit im Audi Q9: erste dreidimensional gebogene und digitale OLED-Panels in Serie
  • Curved digital OLED-Panels folgen der Karosserie präzise und erhöhen die seitliche Sichtbarkeit
  • Trägerglas der OLED-Panels ist nur 0,1 Millimeter dünn
  • Ultra-Dünnglas-Technologie ermöglicht Biegung mit einem Radius von bis zu 200 Millimeter
  • Digitale OLED-Technologie der dritten Generation mit 512 Segmenten verteilt auf sechs große digitale OLED-Panels
  • Größtes Audi OLED-Panel bisher: gebogenes Außenpanel mit 99 Segmenten, mittleres Panel mit 84 Segmenten und inneres Panel mit 73 Segmenten
  • Kommunikationslicht leistet einen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr
  • Neue statische, aktive und teilaktive Lichtsignaturen mit 3D-Effekten
  • Zehn Jahre OLED-Serienkompetenz
  • Erweitertes Blinklicht für klare Kommunikation mit dem Umfeld
  • Digitale Matrix LED-Scheinwerfer mit neuester Micro LED-Technologie für intelligente Lichtassistenz
  • Weltpremiere – Gebogene digitale OLED-Technologie setzt neue Maßstäbe

Im Audi Q9 setzt Audi erstmals auf digitale OLED-Panels im Curved-Design

Möglich wird dies durch eine innovative Ultra-Dünnglas-Technologie. Das Trägerglas der OLED-Panels ist lediglich 0,1 Millimeter dünn und damit etwa so filigran wie ein menschliches Haar. Dadurch können die Panels mit einem Radius von bis zu 200 Millimetern gebogen werden und dem Verlauf der Fahrzeugkarosserie präzise folgen.

Die dreidimensionale Formgebung eröffnet nicht nur neue gestalterische Möglichkeiten, sondern bietet auch funktionale Vorteile. Durch die Positionierung der OLEDs in die äußeren Bereiche der Heckleuchten wird das Licht auch aus größeren seitlichen Betrachtungswinkeln wahrnehmbar. Insbesondere die seitliche Sichtbarkeit trägt damit direkt zur Verkehrssicherheit bei. Das Kommunikationslicht mit den Warnhinweisen innerhalb der spezifischen Schlusslichtsignatur kann anderen Verkehrsteilnehmenden zusätzliche visuelle Hinweise auf Unfall- und Pannenstellen geben.

Die gebogenen, digitalen OLED-Panels sind auf definierte Automotive-Anforderungen hinsichtlich Lebensdauer, Homogenität und Kontrast ausgelegt und entsprechend validiert. Die Technologie verbindet somit innovative Formgebung mit den charakteristischen OLED-Eigenschaften, die Audi seit einem Jahrzehnt kontinuierlich perfektioniert.

Audi TT RS - Erste OLED-Heckleuchte im Audi TT RS

Zehn Jahre OLED-Serienkompetenz – Audi treibt die Technologie konsequent voran

Die Erfolgsgeschichte begann 2016 mit dem Audi TT RS. Als erster Automobilhersteller weltweit setzte Audi organische licht-emittierende Dioden (OLED) als Schlusslichttechnologie in Serie ein und leitete damit eine neue Ära des automobilen Lichtdesigns ein. Die flächigen Lichtquellen ermöglichten eine bis dahin unerreichte Homogenität, hohe Kontrastwerte und dynamische Lichtinszenierungen.

Bereits vier Jahre später folgte die nächste Evolutionsstufe. Die Digitalisierung der OLED-Technologie machte es 2020 im damaligen Audi Q5 erstmals möglich, einzelne Segmente individuell anzusteuern und die Heckleuchtensignatur zu personalisieren. Kundinnen und Kunden konnten damit zwischen verschiedenen digitalen Lichtsignaturen wählen und das Lichtdesign ihres Fahrzeugheck individuell gestalten.

Audi Q6 e-tron - Digitale OLED-Heckleuchte der zweiten Generation im Audi Q6 e-tron

Mit der zweiten Generation digitaler OLED entwickelte Audi die Technologie ab dem Audi Q6 e-tron 2024 konsequent weiter. Die Zahl der einzeln steuerbaren Segmente stieg um den Faktor 10 an, gleichzeitig kamen neue Sicherheitsfunktionen hinzu. Besonders das Kommunikationslicht sorgte für zusätzliche Sicherheit im Straßenverkehr. Durch integrierte Warnsymboliken in der Heckleuchte konnten andere Verkehrsteilnehmende frühzeitig auf kritische Situationen wie Pannen, Notbremsungen oder Unfallstellen hingewiesen werden. Dies beinhaltet auch die aus dem Audi Q5 bekannte Funktion Annäherungserkennung, die bei einem stehenden Fahrzeug alle digitalen OLED-Segmente für erhöhte Aufmerksamkeit aktiviert, sobald sich andere Verkehrsteilnehmer nähern.

Heute, zehn Jahre nach der OLED-Premiere, erreicht die Technologie mit dem Audi Q9 und der dritten Generation der digitalen OLED ihre bislang höchste Entwicklungsstufe. Sie verbindet emotionales Design mit intelligenten Sicherheitsfunktionen und schafft ein unverwechselbares Markenerlebnis bei Tag und Nacht. Damit setzt der Audi Q9 einen neuen Meilenstein für die Zukunft des automobilen Lichts.

Audi Q9 SUV - Gebogene digitale OLED-Heckleuchte 3.0

Digitale OLED-Technologie der dritten Generation: mehr Ausdruckskraft, mehr Sicherheit, mehr Individualität

Die digitalen OLED-Heckleuchten der dritten Generation verfügen im neuen Audi Q9 über insgesamt 512 digitale Segmente, verteilt auf sechs Panels. Das weltweit erste digitale OLED-Panel im Curved-Design ist mit 99 Segmenten zugleich das bislang größte OLED-Panel, das Audi in einem Serienfahrzeug einsetzt.

Die hohe Segmentdichte eröffnet neue Möglichkeiten der Personalisierung. Bis zu acht digitale Lichtsignaturen in Front und Heck sind möglich. Erstmals können neben statischen und vollständig aktiven nun auch teilaktive, digitale Lichtsignaturen realisiert werden. Dadurch entstehen besonders ausdrucksstarke Lichtdesigns mit faszinierenden dreidimensionalen Effekten, insbesondere bei Nacht.

Die digitale OLED-Technologie bietet dabei einen entscheidenden Vorteil: Da OLEDs Flächenlichtquellen sind, lassen sich besonders homogene und räumlich wirkende Lichtdesigns und -inszenierungen realisieren. Die dritte Generation macht die Heckleuchten damit stärker denn je zu einem charakteristischen Element des Audi-Fahrzeugs.

Digitale Lichttechnologien: Licht wird zur Sprache zwischen Fahrzeug und Umfeld

Mit der dritten Generation der digitalen OLED-Technologie baut Audi die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Umwelt konsequent weiter aus. Die Heckleuchten entwickeln sich zunehmend zu intelligenten Exterieur-Displays.

Durch die Kombination aus digitalen OLED-Heckleuchten und digitalen Matrix LED-Scheinwerfern bietet der Audi Q9 ein intelligentes Lichtsystem, das aktiv zur Sicherheit beiträgt und die Interaktion zwischen Fahrzeug und Umfeld verbessert. Das erweiterte Blinklicht – erstmals im Audi Q7 vorgestellt – macht den Audi Q9 zum aktiven Teilnehmer im Straßenverkehr. Es sorgt dafür, dass der dynamische Blinker beim Abbiegen oder Spurwechseln in der Nacht stilisiert auf die Fahrbahn projiziert wird. Dadurch können Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende sowie andere Verkehrsteilnehmende den Richtungswechsel des Fahrzeugs noch früher erkennen.

Im neuen Audi Q9 nutzt der digitale Matrix LED-Scheinwerfer ein Mikro-LED-Modul mit 25.600 einzelnen Lichtpunkten auf rund 13 Millimetern Breite. Jede Mikro-LED ist etwa 40 Mikrometer groß und ermöglicht die direkte Projektion hochaufgelöster Lichtbilder bei Nacht. So kann das System die Fahrbahn besonders präzise, kontrastreich und adaptiv ausleuchten – ein Vorteil insbesondere bei wetterbedingt schwierigen Sichtverhältnissen. Zu den Lichtführungsfunktionen zählen unter anderem Spurlicht mit Orientierungslicht, Orientierungslicht auf Landstraßen sowie Spurlicht mit Fahrtrichtungsanzeige auf Autobahnen. Ergänzend zum Abblendlicht leuchtet das Spurlicht den eigenen Fahrstreifen aus, während projizierte Orientierungsverläufe die Position des Fahrzeugs im Fahrstreifen vorausschauend sichtbar machen. In engen Baustellen kann das System die Lichtführung selbstständig anpassen und das Spurlicht zugunsten des Orientierungslichts ausblenden, um die Spurmittenführung zu erleichtern. Die Assistenzfunktionen arbeiten innerhalb von Systemgrenzen und unterstützen die Fahrerin oder den Fahrer.

Historie OLED-Technologie bei Audi

2016

Ersteinsatz OLED-Technologie

Audi TT RS

2020

Digitale OLED-Technologie

1. Generation

Audi Q5 PA, A8 PA

2024

Digitale OLED-Technologie

2. Generation

Baureihen Audi Q6 e-tron,

Audi A5, Audi A6, Audi A6 e-tron, Audi Q5

2026

Digitale OLED-Technologie

3. Generation

Baureihe Audi Q9, Audi Q7

2026

Digitale OLED-Technologie

im Curved-Design

Audi Q9

Stephan Berlitz - Leiter Entwicklung Licht bei Audi

„Licht bedeutet bei Audi zuallererst Sicherheit – also sehen und gesehen werden. Mit der Digitalisierung eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten, die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen. Die gebogene digitale OLED-Technologie im Audi Q9 zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in dieser Technologie steckt. Sie verbindet Designfreiheit, Personalisierung und Kommunikation mit dem Umfeld auf einem neuen Niveau. Unsere Vision ist es, Licht Schritt für Schritt zu einem intelligenten Kommunikationsmedium zu machen, das die Interaktion zwischen Fahrzeug und Umwelt noch sicherer und intuitiver gestaltet.“

Stefan Berlitz, Leiter Entwicklung Licht AUDI AG

Häufig gestellte Fragen

Wie funktioniert die Audi OLED (Organic light emitting diode)?
Organische LEDs sind Halbleiterlichtquellen, deren Lichtemission auf dem Prinzip der Elektrolumineszenz beruht. Im Gegensatz zu LEDs wird als Materialsystem keine regelmäßige Kristallstruktur aus anorganischem Material genutzt, sondern ein Schichtstapel aus organischen Moleküllagen. Bei Anlegen einer Spannung wird eine sogenannte Elektron-Loch-Wechselwirkung erzeugt. Als Folge dieses Prozesses kann Licht emittiert werden.

Wie setzt Audi OLED-Technologie um?
Die einzelnen Schichten der Audi OLED sind für ein tiefes Rot und unter anderem auf die für die Anwendung festgelegten Anforderungen an Lichtfarbe, Leuchtdichte und Automotive-Lebensdauer ausgelegt. Audi ist im Wettbewerb das erste Unternehmen, das die Segmentierung der OLED seit zehn Jahren anbietet und diese auch für ein variables Erscheinungsbild in den Heckleuchten sowie zur Kommunikation und damit Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr mittels Lichts nutzt.

Welche Vorteile bietet die digitale OLED-Technologie?
Der Unterschied einer digitalen OLED-Lichtquelle zu einer „klassischen“ OLED besteht in der größeren Anzahl einzeln ansteuerbarer Segmente und deren Formgebung. Im Gegensatz zur OLED-Heckleuchte der ersten Generation, bei der jede Lichtfunktion über eine eigene Leitung versorgt wird, sind digitale OLED-Heckleuchten per Bussystem mit dem Bordsteuernetzgerät verbunden. Daher sind deutlich mehr Funktionen möglich.
Vorteile der digitalen OLED sind: hoher Kontrast, hohe Homogenität, minimale Segmentabstände, hohe Präzision und große Variabilität als Flächenlicht in einem ein Millimeter dünnen Lichtelement.

Wie unterscheidet sich eine OLED-Lichtquelle von OLED-Displays?
OLED-Displays, wie sie zum Beispiel in Smartphones Verwendung finden, sind in der Lage, alle Farben über eine entsprechende Ansteuerung darzustellen. Sie können allerdings nicht die Helligkeiten eines Schlusslichts oder Bremslichts erzeugen, die gesetzlich vorgeschrieben sind. Die einzelnen OLED-Segmente, die Audi in den Heckleuchten automotive tauglich entwickelt hat, sind individuell ansteuerbar und stufenlos in ihrer Helligkeit dimmbar. Im Vergleich zu segmentierten OLEDs weisen Displays eine höhere Anzahl von Pixeln gleicher Geometrie und Größe auf.

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