Wir leben Verantwortung

Bei ihrer Arbeit geht es um Themen wie Menschenrechte, Arbeitssicherheit und Umweltschutz – und darum, wie möglichst viele Menschen von Fortschritten in diesen Bereichen profitieren können. Sarah Schwellinger, Expertin für menschenrechtliche Sorgfaltspflicht in der Lieferkette, prägt mit ihrer Arbeit die Beziehungen zwischen der gesamten Markengruppe Progressive und ihren Zulieferunternehmen. Ein Job, der Mut, eine Vision und viel Verantwortungsbewusstsein erfordert. Wie behält die Expertin bei über 14.000 Lieferant_innen den Überblick?

17.02.2023 Lesezeit: 3 min

Sarah Schwellinger freundlich lächelnd im Büro

Es ist morgens 08:00 Uhr und Sarah Schwellinger startet in einen weiteren Tag voller Mail- und Telefonkontakte zu verschiedenen Lieferant_innen des Audi Konzerns, deren Anliegen es zu klären gilt. Heute sind es Fragen wie: „Welche Nachhaltigkeitsanforderungen muss ich als Zulieferunternehmen von Audi erfüllen?“ oder „Wie kann ich als Zulieferbetrieb von Audi dazu beitragen, dass meine eigenen Lieferant_innen Menschenrechte einhalten?“
 
Viele Vormittage der Woche steht bei Sarah Schwellinger diese wichtige Grundlagenarbeit auf der Tagesordnung. Die Expertin nimmt sich die Zeit für ausführliche Antworten. „Wir müssen Verantwortung übernehmen und als Unternehmen sowie als relevanter Kunde unserer Partnerunternehmen mit unseren Standards Stellung beziehen. Der direkte Kontakt mit unseren Lieferant_innen ist wichtig, um langfristig etwas zu verändern.“

Audi arbeitet mit über 14.000 Zulieferunternehmen aus 60 Ländern zusammen. „Aufgrund der Vielzahl an Lieferant_innen und Sublieferant_innen sind wir täglich mit einer sehr hohen Komplexität konfrontiert. Daher setzen wir zuerst dort an, wo die Risiken am höchsten sind“, erklärt Sarah Schwellinger. Um hier den Überblick zu behalten, hat Audi bereits vor einigen Jahren eine eigens dafür eingerichtete Organisationseinheit im Bereich Beschaffung ins Leben gerufen: „Nachhaltigkeit Lieferkette“. Dort arbeiten Sarah Schwellinger und ihre Kolleg_innen gemeinsam mit den Lieferant_innen beispielsweise dafür, dass CO2-Emissionen in der Lieferkette reduziert werden, dass Materialkreisläufe geschlossen werden, dass neue Technologien für nachhaltigere Lieferketten nutzbar gemacht werden und dass die Arbeitsbedingungen bei den Lieferbetrieben internationalen Standards entsprechen. „Auf alle Menschen, die an der Lieferkette beteiligt sind, auf deren Arbeit, Leben und Familien haben wir meist indirekten, teils sogar direkten Einfluss. Damit gehen wir sehr verantwortungsvoll um und möchten positive Spuren hinterlassen“, sagt Sarah Schwellinger über ihre Arbeit. „Wenn wir mit den Kolleg_innen vom Einkauf über Lieferant_innen diskutieren, sitze ich stellvertretend für diese Menschen mit am Tisch, die nicht anwesend sein können.“

Der Mensch an erster Stelle

Im Jahr 2007, während ihres Politikstudiums, absolvierte die gebürtige Mannheimerin ein Praktikum bei einer Agentur, die die hessische Staatskanzlei hinsichtlich Nachhaltigkeit beriet. Durch die Arbeit entbrannte in ihr die Leidenschaft für das Thema. Ab 2010 absolvierte Schwellinger dann erfolgreich ein Masterstudium in Nachhaltigkeitswissenschaften. „Von Mikroplastik in den Weltmeeren bis hin zu rechtlichen Fragen haben wir eigentlich alles behandelt.“ Auch Menschenrechte spielten im Studium eine große Rolle, ebenso wie jetzt bei ihrer Arbeit für Audi.

Sarah Schwellinger im Gespräch mit Kollegen

Hierbei operiert sie gemeinsam mit ihren Kolleg_innen beispielsweise mit dem 2019 eingeführten „Sustainability-Rating (S-Rating)“. Mit dem S-Rating arbeitet das Unternehmen gemeinsam mit seinen Lieferant_innen daran, dass Menschenrechte, Arbeitssicherheit und Umweltschutz in der Lieferkette eingehalten werden. Zur Prüfung dieser Punkte werden beispielsweise die Menschenrechts-Policy und das Umweltmanagementsystem der Lieferant_innen und Sublieferant_innen  kontrolliert oder im Rahmen risikobasierter Vor-Ort-Überprüfungen Interviews mit Mitarbeitenden geführt. Ein positives S-Rating ist bei Audi Voraussetzung für die Auftragsvergabe an Lieferant_innen und trägt damit bedeutend zur Nachhaltigkeit in der Lieferkette bei. Eine negative Bewertung wird sehr ernst genommen: Die dokumentierten Punkte müssen vom Zulieferunternehmen abgearbeitet werden, bis es fallspezifisch zu einer erneuten Vor-Ort Überprüfung kommt. „Es geht aber nicht nur darum, Probleme aufzudecken, sondern auch darum, diese gemeinsam zu lösen. Damit es gar nicht erst zu Problemen kommt, bieten wir unseren Lieferant_innen regelmäßig Schulungen und Trainingsmaterialien an“, erläutert Schwellinger. Seit dem 1.1.2023 ist diese Form der Zusammenarbeit in der Lieferkette noch wichtiger geworden: Denn seitdem ist das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in Kraft, das die Einhaltung menschenrechtlicher und umweltbezogener Pflichten regelt.

Vielfalt in der Lieferkette – Mehr Chancen für alle

Die Uhr auf Sarah Schwellingers Handy zeigt 14:00 Uhr: Die Expertin hat alle Fragen der Lieferant_innen für heute beantwortet und damit die Grundlage für eine stabile Lieferkette weiter gefestigt. Bleibt also noch Zeit für einen anderen Bereich, der ihr am Herzen liegt: Supplier Diversity & Inclusion. Sarah Schwellinger und ihrem Team ist es ein Anliegen, Bewusstsein für dieses Feld zu schaffen, etwa durch die Integration des Themas in Trainingsmaterialien für Lieferant_innen oder durch Workshops für Beschaffer_innen und Schnittstellenpartner_innen. Aber auch bei der Auswahl von neuen Zulieferunternehmen spielt Supplier Diversity & Inclusion eine große Rolle: Audi will die Zusammenarbeit mit diversen Unternehmen1  ausbauen und damit nicht nur die Innovationskraft solcher Unternehmen nutzen, sondern auch einen Mehrwert in der Lieferkette und der Gesellschaft schaffen.

Ich finde es gut, dass wir mit unserer Arbeit Teil der Beschaffung bei Audi sind. So können wir Menschenrechte und Diversity schon bei der Auswahl der Lieferant_innen mitdenken.

Sarah Schwellinger

Es ist 17:00 Uhr, als Sarah Schwellinger den Laptop zuklappt. Alle Mails sind beantwortet, alle Fragen für heute geklärt. Was ist für Sarah Schwellinger das Beste an ihrer Arbeit? „Mir gefällt es, dazu beizutragen, Risiken für Menschen in unseren Lieferketten zu reduzieren, und dabei nicht den Blick für die Chance zu verlieren, einen positiven Impact entlang unserer Lieferketten zu erzielen“, sagt sie.

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