Doktoranden­programme

Vorsprung entsteht durch Mut, Neugier und Begeisterung: Wir bieten dir den notwendigen Freiraum für eigene Ideen, ein praxisbezogenes Forschungsthema, konkrete Umsetzungsmöglichkeiten sowie ein strukturiertes Programm und individuelle persönliche Betreuung.
Zwei lächelnde Personen in schwarzen Audi Poloshirts stehen in einem modernen Innenraum.

Was dich erwartet

In den dreijährigen Doktorandenprogrammen begleitet dich Audi als zuverlässiger und engagierter Praxispartner auf deinem Promotionsweg. Bereits die Stellenausschreibung gibt einen klaren thematischen Rahmen für dein Forschungsprojekt vor. Die konkrete Ausgestaltung entwickelst du anschließend gemeinsam mit uns und deiner akademischen Betreuung – passgenau auf deine Stärken und Interessen.

Du promovierst an der Universität, mit der Audi im Projekt kooperiert und bleibst dabei eng angebunden an reale industrielle Fragestellungen. So verbindest du wissenschaftliche Forschung mit praktischer Relevanz.

Programmbetreuung und Ansprechpartner

Helena Dengl begleitet die Doktorandenprogramme als zentrale Betreuerin. Sie ist verantwortlich für einen koordinierten Ablauf sowie die festen organisatorischen und inhaltlichen Bestandteile während deiner Programmlaufzeit. Als Ansprechpartnerin steht sie den Teilnehmern bei programmbezogenen Fragen zur Seite und unterstützt bei übergreifenden Anliegen.

Ergänzt wird die Programmbetreuung durch eine fachliche Betreuung innerhalb der Abteilung bei Audi. Diese begleitet die inhaltliche Umsetzung des jeweiligen Doktorandenprojekts und unterstützt bei fachlichen Fragestellungen im Projektkontext. So wird eine enge Anbindung an die thematische Arbeit sichergestellt.

Lächelnde Frau in roter Jacke steht mit verschränkten Armen vor einer Glaswand.

„ Unsere Doktorandinnen und Doktoranden begeistern durch ihre Leidenschaft, ihre auch mal kritischen Ansichten und ihre enorme Zielstrebigkeit. Der frische Blick von außen und ihre Freude daran Dinge neu zu denken, machen die Zusammenarbeit nicht nur spannend sondern auch außerordentlich inspirierend.“

Helena Dengl, Betreuung Doktrorandenprogramm

Doktorandenprojekte bei Audi

Wir bieten interessierten Forschenden in unserem Programm zwei Kooperationsformen an.

Die Form der Zusammenarbeit entscheidet sich initiativ bei Audi durch das Thema, den Fachbereich und der notwendigen Zusammenarbeit mit der Hochschule und steht vor Ausschreibung des Projektes fest.

Internes Dokto­randen­projekt

Im Rahmen eines auf drei Jahre befristeten Arbeitsvertrags bei Audi arbeitest du an einem forschungsorientierten Projekt mit direktem Unternehmensbezug. Das Promotionsthema sowie die zugehörige Forschungsfrage werden gemeinsam mit Audi und in enger Abstimmung mit der betreuenden Hochschule und dem verantwortlichen Professor festgelegt.

Interne Doktorandenstellen werden über das Audi Stellenportal ausgeschrieben.

Drei Personen schauen gemeinsam auf einen Laptop in einem hellen Innenraum.

Externes Dokto­randen­projekt

Bei einem externen Doktorandenprojekt bist du für die Dauer von drei Jahren mit einem befristeten Arbeitsvertrag an der jeweiligen Hochschule angestellt und arbeitest an einem für Audi relevanten Forschungsprojekt. Audi ist dabei als Industriepartner eng in das Projekt eingebunden und wirkt gemeinsam mit der Hochschule an der inhaltlichen Ausgestaltung auf Basis der jeweiligen Forschungsfrage mit. Aktuelle Forschungsthemen sowie Informationen zum Bewerbungsprozess findest du auf den Jobportalen der Hochschulen sowie im Audi Stellenportal.

Zwei Personen besprechen Inhalte vor einem Whiteboard in einem hellen Raum.

Voraussetzungen

Du bringst Neugier, analytisches Interesse mit und arbeitest gerne wissenschaftlich fundiert und wünscht dir gleichzeitig einen praktischen Bezug in einem Konzernumfeld. Eigenverantwortliches Arbeiten in interdisziplinär vernetzten Teams ist für dich ebenso selbstverständlich wie der Anspruch, tragfähige und nachhaltige Lösungen mit klarer Anwendungsorientierung zu entwickeln.

Wichtig zu wissen: Die formale Zulassung zur Promotion erfolgt über die jeweilige Hochschule und richtet sich nach der gültigen Promotionsordnung.

Deine Benefits der Doktorandenprogramme bei Audi

Individuelle Betreuung

Fest im Programmablauf integrierte Meilenstein-Gespräche mit deinem fachlichen Betreuer und der Programmbetreuung sichern dir die Möglichkeit zur Reflektion und geben Orientierung über den weiteren Ablauf bis zum Promotionsabschluss.

Pitch Training

Im Rahmen des Doktorandentages hast du in den Audi Doktorandenprogrammen die Möglichkeit einen Vortrag vor unserem Konzernvorstand zu halten. Dafür gibt es als Vorbereitung und Training professionelle Pitch-Trainings, die euch für diesen Task optimal vorbereiten.

Doktorandentag

Der jährliche Doktorandentag ist ein Highlight in deinem Programm und bietet eine Plattform für fachlichen Austausch über Bereichsgrenzen hinweg. Gemeinsam mit Hochschulpartnern entsteht bei diesem Event ein Dialog zwischen wissenschaftlicher Forschung und industrieller Anwendung.

Doktorandennetzwerk

Das Audi Doktorandennetzwerk bringt dich mit Forschenden bei Audi sowie im Konzern zusammen – für Wissenstransfer, neue Impulse und Perspektiven über das eigene Projekt hinaus.

Aktive Mitgestaltung

Das Netzwerk lebt vom Engagement seiner Mitglieder. Hier kannst du deine Ideen einbringen und die Doktorandenprogramme aktiv mitgestalten – etwa durch Rollen wie Doktorandensprecher oder Mitarbeit in unterschiedlichen Projektgruppen.

Fachaustausch

Im Dialog mit Führungskräften und Experten von Audi kannst du neue Perspektiven gewinnen und dein Netzwerk über Fachgrenzen hinweg erweitern.

Zwei Doktoranden stellen sich vor:

Evelyn ist Doktorandin am Lehrstuhl für Aerodynamik und Strömungsmechanik der Technischen Universität München. In ihrem Doktorandenprojekt untersucht sie mithilfe numerischer Strömungssimulationen (CFD) das Verhalten von Fluiden in engen Spalten und Öffnungen.

Lächelnde Frau in dunkler Jacke steht mit verschränkten Armen vor einer Glaswand.

„Mein Ziel ist es, physikalische Phänomene so zu verstehen und darzustellen, dass sie nicht nur theoretisch schlüssig, sondern auch praktisch anwendbar und übertragbar sind.“

Evelyn Rugerri, Doktorandenprogramme

Was ist dein persönliches Ziel in der Forschung und in deinem Projekt?

Mein persönliches Ziel ist es, ein physikalisches Phänomen so gut zu verstehen, dass sein innerer Aufbau klar nachvollziehbar wird – nicht nur aus theoretischem Interesse, sondern auch mit Blick auf praktische Anwendungen. Ich möchte komplexe Strömungsvorgänge anschaulich machen und sie klar und nachvollziehbar beschreiben, sodass die daraus abgeleiteten Modelle nicht auf einen einzelnen Anwendungsfall beschränkt bleiben. Die im Rahmen dieses Projekts entwickelten Modelle sollen gut verständlich und übertragbar sein. Im Idealfall lassen sie sich auf Bauteile mit sehr engen Spalten anwenden, auf verwandte Fragestellungen übertragen und sind zugleich stabil genug, um als Grundlage für weiterführende Forschung in unterschiedlichen Anwendungen und Disziplinen zu dienen. In diesem Sinne ist das Projekt sowohl eine Untersuchung als auch eine langfristige Investition. Es soll zeigen, wie sich Wasser in stark eingeengten Öffnungen verhält, und gleichzeitig ein methodisches Gerüst bereitstellen, das andere später weiterentwickeln, anpassen oder neu auslegen können – etwa für andere Fluide oder auch für feste Materialien. Wenn am Ende ein theoretischer Ansatz entsteht, der nicht nur in sich schlüssig ist, sondern auch für Ingenieurinnen, Ingenieure und Forschende praktisch nutzbar ist, dann hat das Projekt sein Ziel erreicht.

Frau führt in einer Testumgebung einen Wasserversuch an einem Fahrzeugbauteil durch.

Was schätzt du an der Arbeit in einem Konzern – und insbesondere bei Audi?

Ich schätze vor allem die Nähe zu realen ingenieurwissenschaftlichen Fragestellungen und den verantwortungsvollen Umgang mit wissenschaftlichen Ergebnissen. Die Forschung hier ist nicht losgelöst von der Praxis, sondern eng mit ihr verbunden und darauf ausgelegt, zu konkreten Lösungen zu führen. Bei Audi ergänzen sich Erfahrung und Innovation auf natürliche Weise. Ideen bleiben nicht theoretisch, sondern werden umgesetzt, ausprobiert und weiterentwickelt. Genau diese enge Verbindung zwischen wissenschaftlichem Arbeiten und praktischer Anwendung ist für mich besonders wichtig.

Person betrachtet auf einem Laptop die Simulation eines Wasserversuchs an einem Fahrzeugbauteil.
Zwei Personen betrachten mit Laptop einen Prüfaufbau an einem Fahrzeugbauteil.

Als Doktorand an der Friedrich‑Alexander‑Universität Erlangen‑Nürnberg verbindet Nicolas eine konkrete technische Fragestellung mit einer Nachhaltigkeitsoptimierung. Darauf aufbauend entwickelt er materialwissenschaftliche Lösungen zur passiven sekundären Schallminderung und leitet daraus einen praxisnahen Designleitfaden für kreislauforientierte Produktentwicklung ab.

Ein lächelnder Mann mit verschränkten Armen steht vor einer Glaswand, in der sich ein Spiegelbild zeigt.

„Ich verbinde ein konkretes technisches Forschungsthema mit einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsbetrachtung und entwickle daraus einen praxisnahen Designleitfaden als Entscheidungshilfe für frühe Entwicklungsphasen.“

Nicolas Stein, Doktorandenprogramme

Wie bist du auf dein Doktorandenprojekt gekommen?

Produktentscheidungen wurden lange vor allem durch Technik, Kosten und Qualität bestimmt. Heute kommen neue Erwartungen hinzu: Kundinnen und Kunden wollen zunehmend Nachhaltigkeit und Transparenz. Entscheidend ist dabei ein Perspektivwechsel – denn Kreislauffähigkeit entsteht nicht erst am Ende des Produktlebenszyklus, sondern wird bereits mit den allerersten Designentscheidungen festgelegt. Genau hier setzt mein Doktorandenprojekt an. Ich verbinde ein konkretes technisches Forschungsthema mit einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsbetrachtung. Ziel ist es, werkstoffbasierte Lösungen für eine passive, sekundäre Schallminderung zu entwickeln und daraus gleichzeitig einen praxisnahen Designleitfaden abzuleiten. Dieser soll klare, nachhaltige Gestaltungsprinzipien liefern – als Entscheidungshilfe schon in frühen Entwicklungsphasen.

Zwei Männer betrachten Materialproben auf einem Tisch in einem Innenraum.

Wie kam es zur Kooperation mit Audi?

Mehrere Stationen im VW-Konzern und bei weiteren OEMs führten mich schließlich zu einer Werkstudententätigkeit bei Audi. Bereits in dieser Zeit entstand die Idee, meine Masterarbeit als inhaltliches Fundament zu nutzen und darauf im Rahmen eines Doktorandenprojekts weiter aufzubauen. Im Zentrum standen dabei Fragen zur Nachhaltigkeit unterschiedlicher Materialien und zu geeigneten Methoden ihrer Bewertung und Klassifizierung. So entwickelte sich Schritt für Schritt eine inhaltliche Brücke zwischen meinem technisch‑wirtschaftlich geprägten Studium und der materialwissenschaftlichen Ausrichtung meines Doktorandenprojekts - und damit auch eine enge inhaltliche Verbindung zur Arbeit bei Audi.

Hand hält eine rechteckige Materialprobe mit poröser schwarz-grauer Struktur.
Zwei Männer schauen gemeinsam auf einen Laptop in einem technischen Arbeitsbereich.
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