Mission Zero

Ressourcenknappheit, Umweltverschmutzung und Klimawandel gehören zu den großen Herausforderungen der Gegenwart. Deshalb setzt der Audi Konzern nicht nur auf nachhaltige Produkte und innovative Antriebstechnologien, sondern beginnt bereits in der Produktion den ökologischen Fußabdruck zu verbessern. Das bedeutet einen schonenden Umgang mit Ressourcen wie Energie und Wasser und die Vermeidung von CO₂-Emissionen, Lösemittelemissionen und Abfall.

15.08.2018 Text: Anna Niemann – Grafik: BrandsOnSpeed GmbH – Video: Pierre Desmets Talking Business

Wie macht Audi die CO₂-neutrale Produktion zur Realität?

In der Automobilproduktion entstehen CO₂-Emissionen an mehreren Stellen – zum Beispiel durch die Bereitstellung von Strom und Wärmeenergie oder durch den Verkehr im Werk.

2014 ermittelte Audi dazu als erster Premiumautomobilhersteller seinen Corporate Carbon Footprint, also den CO₂-Fußabdruck, nach einer weltweit gültigen Norm. Ein wichtiger Schritt, um die unternehmensweiten Treibhausgasemissionen transparent zu machen. Seither können sie noch gezielter analysiert und wirksam reduziert werden.

Beispiel Brüssel: Die Produktion erfolgt hier vollständig CO₂-neutral, zertifiziert durch unabhängige Gutachter. Der Standort ist somit Vorreiter und Vorbild zugleich. Dazu passt, dass hier auch das erste rein elektrische Serienautomobil, der Audi e-tron, produziert wird. Das Unternehmen stellt damit nicht nur eine weitere Weiche für die eigene Zukunft, es leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Strategieziel Nachhaltigkeit.
Durch die Umstellung auf grünen Strom wurden bei Audi Brussels seit 2016 jährlich rund 17.000 Tonnen CO₂ vermieden – so viel, wie circa 1.500 Deutsche pro Jahr emittieren.
Auf den Dächern des Audi Werks in Brüssel steht die größte Photovoltaikanlage der Region – sie ist so groß wie etwa fünf Fußballfelder.
Die CO₂-Emissionen, die bei der Nutzung von Erdgas entstehen, kompensiert Audi in Brüssel durch den Erwerb von Biogaszertifikaten und spart damit jährlich rund 22.000 Tonnen CO₂ ein. Dafür könnte man mit einer Audi A3 Limousine fast 4.200 Mal um die Welt fahren.
Am Standort Brüssel werden ab 2018 rund 4.250 Tonnen CO₂ pro Jahr über Zertifikate kompensiert, die nicht durch andere Energieträger vermieden werden können. Ein Kreuzfahrtschiff mit 4.000 Passagieren könnte dafür rund fünf Tage auf See fahren.

Grüner Strom

Bereits seit 2012 bezieht Audi in Brüssel grünen Strom und vermeidet bis zu 17.000 Tonnen CO₂ pro Jahr. 2013 kam die größte Photovoltaikanlage der Region hinzu. Mit einer Fläche von 37.000 Quadratmetern ist sie so groß wie etwa fünf Fußballfelder und produziert grünen Strom, mit dem mehr als 760 Vier-Personen-Haushalte ein Jahr lang versorgt werden könnten. Des Weiteren wird der Wärmebedarf des Werks über den Erwerb von Biogaszertifikaten CO₂-neutral gestellt. Alle anderen Emissionen, die durch Kraftstoffe, Heizöl oder die Verbrennung von Lösemitteln entstehen, werden über sogenannte Carbon-Credit-Projekte bilanziell kompensiert.

Der ökologische Fußabdruck wird aber nicht nur durch die Reduzierung von CO₂-Emissionen verbessert. Umweltprojekte sorgen auch dafür, dass Wasser und Energie eingespart oder Schadstoffemissionen in die Luft bzw. über das Abwasser reduziert werden.

Effizienz ist dabei ein Grundprinzip aller Prozesse. Dazu zählt auch, den Einsatz umweltbelastender Stoffe zu vermeiden und Ressourcen optimal zu nutzen. Dabei kommen modernste Technologien zum Einsatz.

Umweltschutz in Brüssel

Die Übersicht zeigt, wie vielseitig und umfassend das Werk Brüssel Umweltschutz betreibt und welche Projekte in den Hallen umgesetzt werden.

Audi Konzern Standorte

Die zahlreichen Produktionsstandorte des Audi Konzerns tragen einen großen Teil dazu bei, dass das Unternehmen seine ökologischen Ziele erreicht.

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