Das anspruchsvolle wirtschaftliche Umfeld prägt die finanzielle Performance des Audi Konzerns in den ersten neun Monaten des Jahres. Angesichts deutlich verschärfter Markt- und Wettbewerbsbedingungen, insbesondere seit dem dritten Quartal, setzt Audi sein Maßnahmenpaket konsequent um: Investitionen fließen gezielt in Zukunftsfelder, Kosten und Komplexität werden weiter reduziert und die Effizienz an allen Standorten deutlich gesteigert. Gleichzeitig setzt das Unternehmen die Erneuerung des Modellangebots fort: Ab November ist der Audi Q9 als neue Baureihe an der Spitze des Portfolios verfügbar. Im Dezember beginnt die Markteinführung des vollelektrischen Kompaktmodells A2 e-tron in Europa.

Die wichtigsten Fakten (Januar bis September 2026)

  • Umsatzerlöse: 42,1 Milliarden Euro
  • Operatives Ergebnis: 1,2 Milliarden Euro
  • Operative Umsatzrendite: 2,7 Prozent
  • Netto-Cashflow: 2,4 Milliarden Euro
  • Weltweit 1.056.103 ausgelieferte Fahrzeuge der Markengruppe Progressive; moderates Wachstum in Europa und im Heimatmarkt Deutschland für die Marke Audi – deutlich rückläufige Auslieferungen in China und in den USA
  • Plug-in-Hybride der Marke Audi legen um 103 Prozent zu 
  • Prognose für 2026 angepasst: Umsatzerlöse 55-59 Milliarden Euro, Operative Umsatzrendite 3-5 Prozent, Netto-Cashflow 2,5-3,5 Milliarden Euro
Gernot Döllner - Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG

​„Wir nehmen die wirtschaftliche Lage zum Auftrag, Audi konsequent zu erneuern. Dafür setzen wir klare Prioritäten: Kosten senken und Qualität und Produktivität steigern. Gleichzeitig investieren wir gezielt in neue Produkte, Technologien und eine stärkere Aufstellung in Wachstumsmärkten. Beides gehört zusammen: Wir verändern unser Unternehmen heute, um langfristig erfolgreich zu sein und die Zukunft unserer Standorte zu sichern.“

Gernot Döllner, CEO AUDI AG

Audi schärft seine Prioritäten und treibt Maßnahmen voran

Die Auslieferungen von Audi, die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis sind in den ersten drei Quartalen spürbar zurückgegangen. Die finanzielle Entwicklung, insbesondere im dritten Quartal, zeigt, dass Audi seine Maßnahmen weiter verstärken und klare Prioritäten setzen muss. Das Unternehmen reduziert Kosten und Komplexität, erhöht die Effizienz seiner Strukturen und investiert gezielt in neue Produkte und Zukunftstechnologien wie Software, Künstliche Intelligenz und Fahrerassistenzsysteme.

Die Geschäftsentwicklung wurde insbesondere durch den Markteinbruch in China – vor allem bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor – die steigende Wettbewerbsintensität sowie den zunehmenden Exportdruck chinesischer Hersteller auf den europäischen Markt belastet. Der dynamische Hochlauf der Elektromobilität in Europa erhöhte den Wettbewerbs- und Transformationsdruck zusätzlich. Hinzu kommen anhaltende Unsicherheiten infolge der Lage im Nahen Osten und dem damit verbundenen Anstieg der Energiekosten sowie durch US-Zölle. Auch die laufende Umstellung der Einstiegsmodelle – von Audi A1 und Q2 hin zum vollelektrischen Audi A2 e-tron – wirkte sich belastend aus.

Audi richtet neue Modelle auf die Kernmärkte aus

Fortschritte zeigen sich unter anderem bei der Verjüngung des Modellportfolios und in der Produktentwicklung. Hier berücksichtigt Audi gezielt die spezifischen Kundenwünsche in den Kernregionen. Die für den US-Markt besonders relevanten Modelle Audi Q7 und Q9 stärken die Position der Marke in den Vereinigten Staaten. Mit der geplanten lokalen Produktion in den USA will Audi seine Wettbewerbsposition in einem seiner wichtigsten Märkte langfristig stärken und die Voraussetzungen für profitables Wachstum schaffen.

In Europa ist der Audi Q7 bereits erfolgreich gestartet, der Audi Q9 folgt Anfang November. Der im September vorgestellte A2 e-tron – das erste vollelektrische Kompaktmodell der Marke – kommt im Dezember in den Handel. Der Audi A2 e-tron wurde 21 Monate schneller entwickelt als vergleichbare Vorgängermodelle und wird in Ingolstadt gefertigt.

Darüber hinaus stärkt Audi seine Position im Performance-Segment: Der neue Audi RS 5, erster RS-Plug-in-Hybrid der Marke, begleitet das Formel-1-Engagement als sportliches Straßenmodell. Die Nachfrage ist hoch: Die für 2026 geplante Jahresproduktion ist bereits ausverkauft, in Europa liegen fast doppelt so viele Bestellungen vor wie erwartet. Produziert wird der Audi RS 5 in Neckarsulm.

Zukunftsfähigkeit der deutschen Standorte stärken

Mit der im März 2025 geschlossenen Zukunftsvereinbarung hat Audi wichtige Maßnahmen zur Stärkung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und seiner deutschen Standorte auf den Weg gebracht. Darauf aufbauend sollen weitere Maßnahmen entwickelt werden, um Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung nachhaltig zu sichern. Die hierfür notwendigen Schritte sollen gemeinsam mit dem Gesamtbetriebsrat im Dialog erarbeitet werden.

Geschäftsentwicklung des Audi Konzerns und seiner Marken

Jürgen Rittersberger - Mitglied des Vorstands der AUDI AG Finanz, Recht und IT

„Die Kennzahlen zeigen deutlich: Der Handlungsbedarf bei Audi ist hoch und duldet keinen Aufschub. Vor allem im dritten Quartal hat sich das Umfeld noch einmal erheblich verschärft. Unsere Maßnahmen wirken, aber aufgrund des enormen Wettbewerbsdrucks müssen wir sie verstärken. Deshalb setzen wir auf konsequente Kostendisziplin, reduzieren Komplexität und erhöhen die Effizienz unserer Strukturen. So stellen wir Audi nachhaltig zukunftsfest auf.“

Jürgen Rittersberger, CFO AUDI AG 

Kennzahlen des Audi Konzerns im Überblick 

Ausgewählte Kennzahlen 

01-09/2026 

01-09/2025 

Auslieferungen Automobile Markengruppe 

1.056.103 

1.191.141 

Umsatzerlöse (Mio. €) 

42.063 

48.380 

Operatives Ergebnis (Mio. €) 

1.150 

1.555 

Operative Umsatzrendite (%) 

2,7 

3,2 

Netto-Cashflow (Mio. €) 

2.439 

2.107 

Finanzergebnis (Mio. €) 

513 

965 

Ergebnis vor Steuern (Mio. €) 

1.663 

2.520 

Ergebnis nach Steuern (Mio. €) 

1.218 

2.064 

Kennzahlen Bentley, Lamborghini und Ducati im Überblick

Kennzahlen 01-09/2026 (01-09/2025) 

Bentley 

Lamborghini 

Ducati 

Auslieferungen  

5.970 (7.236) 

7.983 (8.140) 

39.093 (41.943) 

Umsatzerlöse (Mio. €) 

1.424 (1.887) 

2.532 (2.409) 

659 (732) 

Operatives Ergebnis (Mio. €) 

49 (115) 

564 (592) 

29 (44) 

Operative Umsatzrendite (%) 

3,5 % (6,1 %) 

22,3 % (24,6 %) 

4,4 % (6,0 %) 

Entwicklung in den wichtigsten Märkten

Von Januar bis September gingen die weltweiten Auslieferungen der Marke Audi um 11,4 Prozent zurück. Positiv entwickelten sich die Märkte Deutschland und Europa sowie die Plug-in-Hybridmodelle mit einem weltweiten Plus von 103 Prozent.

Bei den vollelektrischen Modellen legten Deutschland und China deutlich zu, während die globalen BEV-Auslieferungen um 12 Prozent auf 143.748 Fahrzeuge zurückgingen.   

Weltweite Auslieferungen der Marke Audi

Auslieferungen Marke Audi 

01-09/2026

Abw. zu 01-09/ 2025 in % 

01-09/ BEV 2026 

Abw. vs. BEV 01-09/2025 in % 

Welt 

1.042.150 

-11,4 

143.748 

-12,0 

Deutschland 

152.011 

+1,8 

39.476 

+39,1 

Nordamerika* 

128.749 

-17,3 

3.867 

-87,8 

China**

328.042 

-24,5 

24.203 

+84,7 

Europa***

360.649 

+1,3 

70.637 

-12,5 

Übersee und Wachstumsmärkte 

72.699 

-9,6 

5.565 

-41,1 

* Nordamerika exklusive Mexiko 

** China inklusive Hongkong 

*** Europa exklusive Deutschland 

Prognose für 2026

Aufgrund einer deutlichen Eintrübung der Marktbedingungen im dritten Quartal, insbesondere in China, sowie eines anhaltend hohen Wettbewerbs- und Preisdrucks auf den globalen Märkten passt der Audi Konzern seine Finanzprognose für das Geschäftsjahr 2026 an. Die aktualisierte Prognose berücksichtigt keine potenziellen Restrukturierungsaufwendungen, die über die im Jahr 2025 getroffenen Vereinbarungen hinausgehen.

Prognose für 2026 

Umsatzerlöse (Mio. €) 

55.000-59.000 

Operative Umsatzrendite (%) 

3-5 

Netto-Cashflow (Mio. €) 

2.500-3.500 


Weitere Informationen bieten das Quarterly Update und das Fact Pack zum dritten Quartal 2026.