Sport im Umbruch
Nachdem es die Marke Audi ab 1965 wieder gab, begannen engagierte Privatiers, verschiedene Produkte aus Ingolstadt für ihre privaten Motorsport-Aktivitäten zu nutzen.
Beliebte Tourenwagen
Der Audi Super 90 zählte zu den ersten Modellen der neuen Generation, die Privatfahrer in Eigenregie frisierten und im Motorsport einsetzten. Alsbald stand mit dem neuen Audi 80 ab 1972 ein geeigneter, überaus leichter und in der späteren GTE-Version auch leistungsstarker Tourenwagen zur Verfügung. Beliebt war zudem der Audi 50. Der Kleinwagen war nicht nur in Tourenwagen-Rennen ein Held der unteren Hubraumklassen, sondern auch im Slalom oder bei Bergrennen ein Garant für unzählige Erfolge.
Förderung und Ertüchtigung
Audi nahm die aufkeimenden Kundensportaktivitäten nicht nur wohlwollend zur Kenntnis, sondern honorierte das Engagement alsbald. Ab 1973 schrieb das Unternehmen jährlich einen markeninternen Werkspokal aus, an dem Privatfahrer mit frontangetriebenen Modellen teilnahmen. Wenige Jahre später folgte der nächste Schritt: Jürgen Stockmar, Leiter der Audi Sportbetreuung, begann mit der Ertüchtigung von Teams und dem Aufbau einer Abteilung. So bestritten 1977 Freddy Kottulinsky, Harald Ertl und Hans-Joachim Nowak unter der Flagge der Firma Abt die Tourenwagen-Europameisterschaft. 1978 startete der Audi 80 in Gruppe-2-Version erstmals mit Joachim Knollmann/Klaus Hopfe in der Deutschen Rallye-Meisterschaft. Später folgten gezielte Einsätze in der Rallye-Weltmeisterschaft. 1980 gewann Audi sogar den Herstellertitel in der Tourenwagen-Europameisterschaft. Längst aber waren im Hintergrund die Weichen für ein internationales Werksprogramm gestellt: Der Audi quattro war bereit, den Rallyesport zu revolutionieren.



