„Bernd Rosemeyer – Die Schicksalsfahrt“
Neues Buch zur Auto Union Legende Bernd Rosemeyer und zu seinem tragischen Tod Beiträge renommierter Autoren zum Thema Fülle von bisher kaum bekannten Fotos
In den späten Vormittagsstunden des 28. Januar 1938 schoss ein silberner Rennwagen mit einer Geschwindigkeit von weit über 400 km/h über die lange, gerade Strecke der Autobahn Frankfurt – Darmstadt, um einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord aufzustellen. Es sollten die letzten Sekunden im Leben Bernd Rosemeyers sein, des größten Rennfahrers seiner Zeit.
Die Fahrt endete im Fiasko. Der Wagen geriet ins Schleudern, flog aus der Bahn, verlor Fahrer und Karosserie. Reste des Fahrgestells blieben dampfend an einer Böschung liegen. Bernd Rosemeyer war sofort tot. Sein Name ist es nicht. Bis heute ist der Rennfahrer der Auto Union in der Geschichte des Motorsports unvergessen. Fragen über Fragen gab es nach seiner Todesfahrt: Was war die Ursache der Katastrophe? Wer hatte Schuld daran? Welchen Sinn hatten solche Rekordfahrten überhaupt
Audi Tradition stellt Rekordwagen in Italien vor: Auto Union Lucca erweitert Silberpfeilfamilie
von Technikkompetenz und Innovationskraft der Auto Union
Dieser Wagen ist ein Statement: Der Auto Union Lucca steht für die technische Innovationskraft der vier Ringe in den 1930er Jahren. Audi Tradition hat den spektakulären Rekordwagen neu aufgebaut und präsentiert ihn – nomen est omen – erstmals Anfang Mai in der italienischen Stadt Lucca. Am 15. Februar 1935 stellt der Wagen mit der errechneten Durchschnittsgeschwindigkeit von 320,267 km/h auf einem geraden Teilstück der Autostrada in der Nähe von Lucca einen vielbeachteten Geschwindigkeitsrekord über die Meile bei fliegendem Start auf und erzielt eine ermittelte Höchstgeschwindigkeit von 326,975 km/h. Die im Frühjahr 2026 fertiggestellte Rennlimousine bereichert die Sammlung der legendären Silberpfeile in der historischen Fahrzeugsammlung der AUDI AG.
Die 1930er Jahre sind geprägt von einem internationalen Wettlauf um Rekorde. Geschwindigkeit ist weit mehr als das profane Ergebnis einer Messung – Grand-Prix-Rennen und stetig neu erzielte
Ära der Silberpfeile
Motorsport war das Massenerlebnis der Zwischenkriegszeit. Das galt für die Vielfalt der Klubveranstaltungen, ganz besonders aber für die Spitzenereignisse mit ihren sagenhaften Zuschauerzahlen. Die Wechselwirkung von Sporterfolg und Verkaufsergebnis stellte sich für jedermann überdeutlich dar. Nach dem Zusammenschluss der vier sächsischen Hersteller Audi, DKW, Horch und Wanderer 1932 galt es, den neuen Wertbegriff Auto Union kraftvoll deutlich zu machen. Der Rennsport bot sich als idealer Träger der Botschaft an. Der Ehrgeiz ließ nur den Einstieg in die oberste Liga zu – den Grand-Prix-Sport.
Neustart mit technischem Witz
Die ganze Idee wurde aufgewertet, als im Herbst 1932 das ab 1934 zu geltende Reglement für Grand-Prix-Rennen herauskam. Die Gewichtsbeschränkung auf 750 kg forderte technischen Witz: Ideale Voraussetzungen für einen Neustart mit einem Mann wie Porsche. Aufregendster Punkt des Konzepts war der „Heckmotor“, aus heutiger Sicht ein Mittelmotor, der bis heute modern ist.
Unternehmenshistorie
erste Kapitel einer großen Geschichte Die bewegte Geschichte von Audi beginnt im 19. Jahrhundert. An ihrem Anfang steht August Horch, einer der deutschen Pioniere des Automobilbaus. Als Absolvent des Technikums im sächsischen Mittweida ist er zunächst im Motorenbau und später als Betriebsleiter im Motorwagenbau bei Carl Benz in Mannheim tätig. Am 14. November 1899 legt er den Grundstein für eine Weltmarke und gründet in Köln die Firma A. Horch & Cie.
Zweite Chance – von Horch zu Audi
1902 kommt Horch mit seinem Unternehmen nach Reichenbach in Sachsen. Im Jahr 1904 wandelt er es in eine Aktiengesellschaft um und zieht nach Zwickau. Bereits fünf Jahre später verlässt er es jedoch nach Differenzen und gründet eine neue Automobilfirma. Da er dies nicht wieder unter seinem eigenen Namen darf, übersetzt man ihn ins Lateinische. Die Idee, den Imperativ des lateinischen Wortes für „hören“ zu verwenden, „Höre!“ oder „Horch!“ = „Audi!“, stammt der Erzählung nach vom Sohn eines Geschäftspartners
Audi Tradition beim Grand Prix in Bern: Auto Union Typ C kehrt zurück
Mit einer der Hauptattraktionen wartet Audi Tradition beim 3. Grand Prix Suisse Memorial am 26. August in Bern auf. An die Startlinie fährt der Auto Union Typ C – und damit die weltweit einzige Replika des Autos, in dem Bernd Rosemeyer 1936 den Großen Preis der Schweiz gewann.
Vor 82 Jahren trug sich die Auto Union eindrucksvoll in die Siegerliste des Schweizer Grand Prix ein. 1936 wurde Bernd Rosemeyer Europameister, Deutscher Meister und Deutscher Bergmeister. Im gleichen Jahr gewann er im Auto Union Typ C auch im Berner Bremgarten. Rosemeyer fuhr damals mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 169,633 km/h einen Rundrekord für die Ewigkeit. Diesen Wert hat in Bern seither niemand mehr unterboten. Bei der historischen Neuauflage am 26. August nimmt der fünffache Le-Mans-Sieger Frank Biela hinter dem Lenkrad des legendären Rennwagens Platz. Der von 16 Zylindern und 520 PS angetriebene Grand-Prix-Wagen der Auto Union erreichte auf der Geraden eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 380
Die Geschichte der Vier Ringe
Die AUDI AG blickt auf eine sehr bewegte und vielseitige Geschichte zurück, ihre Tradition reicht im Automobil- und Motorradbau bis in das 19. Jahrhundert zurück. Die in Sachsen beheimateten Marken Audi und Horch in Zwickau, Wanderer in Chemnitz sowie DKW in Zschopau bereicherten den deutschen Automobilbau und prägten die Entwicklung des Automobils maßgeblich. Aus diesen vier Marken entstand 1932 die Auto Union AG. Gemessen an den produzierten Stückzahlen war diese damals der zweitgrößte Kraftfahrzeughersteller in Deutschland. Als Markenzeichen wählte das Unternehmen vier ineinander verschlungenen Ringe, die bis heute an die vier Gründermarken erinnern. Nach dem Zweiten Weltkrieg enteigneten die sowjetischen Besatzungstruppen die in Sachsen liegenden Produktionsanlagen der Auto Union AG und demontierten sie.
Führende Mitarbeiter des Unternehmens gingen daraufhin nach Bayern, wo sie 1949 in Ingolstadt mit der Auto Union GmbH eine neue Gesellschaft gründeten, die die Kraftfahrzeugtradition
Audi Tradition im Auto Union Silberpfeil zum Silberjubiläum
Festival of Speed in England Audi Tradition mit Auto Union Typ C Rennwagen und Wanderer Stromlinie Spezial bei größter Veranstaltung für historischen Motorsport
Mit silbernen Autos zum Silberjubiläum: Vom 12. bis 15. Juli erlebt das Goodwood Festival of Speed, die weltgrößte Veranstaltung für historischen Motorsport, seine 25. Auflage. Passend zum Jubiläum beteiligt sich Audi Tradition mit zwei silbernen Automobilen aus seiner mehr als 100-jährigen Geschichte. An die Startlinie fahren der Auto Union Typ C Rennwagen von 1936 und ein Wanderer Stromlinie Spezial von 1939.
Der Auto Union Typ C ist den in Goodwood erwarteten 200.000 Besuchern ein alter Bekannter. Denn die Auftritte des Modells sind seit jeher ein Höhepunkt auf dem Festival of Speed. Mit 16 Zylindern, 520 PS, 340 km/h Spitzengeschwindigkeit und dem hinter dem Fahrer angebrachten Motor galt der Rennwagen bei seiner Vorstellung 1936 als ein futuristisches Wunderwerk. Im gleichen Jahr noch gewann Bernd Rosemeyer in diesem Silberpfeil
Heimgekehrt: Letzter Auto Union Silberpfeil Typ D Doppelkompressor wieder bei Audi
Audi Tradition kauft zweiten Wagen der „Karassik-Restauration“ zurück Auto Union Typ D von 1939 jahrzehntelang in der UdSSR verschollen Thomas Frank, Leiter der Audi Tradition: „Einer der emotionalsten Momente in der Historienarbeit der AUDI AG“
„Das ist einer der emotionalsten Momente in der Historienarbeit der AUDI AG – für uns hat sich eine Klammer geschlossen“, betont Thomas Frank, Leiter Audi Tradition. Vor wenigen Wochen hat der Automobilhersteller einen der extrem raren Auto Union Silberpfeile zurückgekauft, die noch weitestgehend aus Originalteilen bestehen. Es handelt sich bei dem Auto Union Typ D Doppelkompressor aus dem Jahr 1939 um eines der beiden legendären „Karassik-Autos“. Damit besitzt die AUDI AG nun drei von fünf Auto Union-Rennwagen, die sich auf Originalität berufen dürfen.
In den 1930er Jahren gründete sich der Mythos „Silberpfeile“. Die deutschen Rennwagen der Auto Union und von Mercedes Benz betraten 1934 als völlig neuartige Motorsport-Fahrzeuge die internationale